Warum Bezness vor allem mit deutschen Frauen?

Tipps & Tricks wie es mir nicht passiert

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anna13
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Beitrag von anna13 » 01.09.2008, 10:44

Hallo Ihr Lieben,

ich muß Euch widersprechen was die Französinnen betrifft. Ich hab dazu ja einen Thread unter Türkei geschrieben.

Und ich habe im Laufe von 4 Jahren hier in TR nicht wenige ältere Französinnen beobachtet. die mit jüngeren Freunden rumliefen, von denen ich annehmen konnte daß es Bezness war (kam leider an diese Frauen aber nicht ran, denn sie wohnten nicht bei mir im Hotel :( ).

Ich glaube sobald unsere internationalen Seiten voll "arbeitsfähig" sind werden wir das Ausmaß der gebezznesten nicht-Deutschen erst erfahren.

Ich spreche oft mit meinen Gästen über Bezness und es ist mir aufgefallen, daß inzwischen alle Nationalitäten wissen um was es geht, auch wenn vielleicht der Ausdruck unbekannt ist.

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Stern
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Beitrag von Stern » 26.09.2008, 17:55

Tabby hat geschrieben:
… Ich glaube nicht. Warum soll ich als Frau nicht darauf schauen, was Mann mit in die Ehe bringt?
Liebe Tabby, findest Du es denn nicht besser, wenn Du gar nicht darauf schauen musst, was ein Mann HAT sondern Dich darauf beschränken kannst, zu sehen, was er IST? Würdest Du einen liebevollen, humorvollen, klugen Mann nicht heiraten, weil er „nur“ den Hauhalt führen würde oder einen Job hat, der nix einbringt? Ich fände es schrecklich, wenn die schlimmen Erfahrungen dazu führen würden, dass in Europa auch so eine „Mein Mann muss mich ernähren können“ Mentalität einkehren würde (nicht, dass ich Dir eine solche etwa unterstellen will).
und ohne Verträge lief bei mir überhaupt nichts.
Jaaa, unbedingt, kann ich nur 100pro zustimmen. Wer sich schon nicht einigen kann, solange die Liebe noch groß ist (ist ja zumindest von der einen Seite auch bei Bezness so) der wird`s bestimmt erst recht nicht schaffen, wenn es schief geht.
….Ne, ich bin absolut nicht der Meinung, dass nur weil eine Frau ihr Leben einigermassen absichern will, sie sich dafür schämen muss
.
Aber besser finde ich es, wenn sie das auch ohne einen Mann kann, weil sie gut ausgebildet ist, zB. Da kommt es meiner Meinung nach darauf an, wie sie aufgewachsen ist. Wenn ich alle Chancen auf eine gute Ausbildung habe, mein eigenes Geld verdienen kann, mich aber – ohne die gebotenen Chancen zu nutzen- lieber von einem Mann ernähren lassen will, dann würde ich mich schon ein bisschen schämen. Ich würde auch nicht der Mann sein wollen, der seine Frau ernähren muss. Da kann man ja nie wissen, ob die Frau jetzt nun den Mann/Menschen liebt oder seine Funktion als Ernährer.

@ Ruguang und Tabibi
Ich denke auch, dass ein Grund ist, dass die deutschen Frauen viel in solchen Ländern unterwegs sind und auch viel allein reisen.

Jezabel hat geschrieben
Die Französinnen sind sehr auf ihr Äusseres bedacht und erwarten auch die entsprechende Huldigung auf ihr gutes Aussehen. Allerdings müssen die Komplimente schon wirklich charmant/niveauvoll/originell angebracht werden. Da hat die Grande Nation verbal ja auch einiges zu bieten.
Solch plumpe Anmache wie ich hier teilweise lesen musste: no way. (Ausnahmen gibts natürlich; wie überall)
Dazu kommt noch, dass fast alle Mädels schon sehr jung mit Freund verreisen (der den Herren was husten würde!) oder eben später als Ehepaar.
Das fehlt deutschen Frauen schon häufig, Romantik in der Beziehung, Charme usw. Deutsche Männer agieren oft ganz schön kühl. Da ist doch zumindest ein Orientale erst einmal ein Labsal. Der „Angriff“ eines Arabers ist doch wie ein Tsunami, der überflutet erstmal einfach alle Gehirnwindungen. Das davon später nicht mehr viel übrig bleibt, ist wieder eine andere Sache. Ohne Charmeoffensive und Romantik Bla Bla, würde Bezness gar nicht funktionieren.

Das soll kein Statement für die reine romantische Liebe sein und schon gar nicht will ich damit sagen, dass jetzt auch noch die Deutschen Männer schuld wären. Ich glaube aber, dass wir auf keinen Fall einer Art Zweckehe zustimmen sollten und das Frauen, die immun gegen Schleimereien sind, kaum Opfer von Bezness werden.

Und @Anna, ich kann mir vorstellen, dass der Altersunterschied auch deshalb immer weniger als allein ausreichendes Kriterium für Bezness angesehen wird, weil in Europa Beziehungen zwischen älteren Frauen und jüngeren Männern lange nicht mehr Tabu sind und zunehmen.

Wir scheinen eben unsere Werte auf die Beznessländer zu übertragen und beurteilen das Verhalten der Bezies dann völlig falsch.

Also wenn ich die Ehe nicht grundsätzlich als eine völlig überflüssige Einrichtung ansehen würde (nicht hauen bitte :lol: – hat halt jeder sein eigenen Ansichten), dann würde ich auch lieber einen Mann heiraten, der mir emotionale Unterstützung geben kann als einen, der mir finanziell was bietet. Genau den Eindruck erwecken die Bezies ja auch zunächst. Wie es dann weitergeht, na ja.. sieht man ja.

Nur,solln wir denn jetzt am besten alle die Hoffnung auf Romantik aufgeben und eine Art Zweckehe als erstrebenswert anshen? :cry:

Sorry, schon wieder so lang, lernt man das mit der Zeit, sich kürzer zu fassen?

Liebe Grüße, Stern

barbara
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Beitrag von barbara » 26.09.2008, 19:46

Stern hat geschrieben: Ich fände es schrecklich, wenn die schlimmen Erfahrungen dazu führen würden, dass in Europa auch so eine „Mein Mann muss mich ernähren können“ Mentalität einkehren würde (nicht, dass ich Dir eine solche etwa unterstellen will).

[Liebe Grüße, Stern
Hi Stern,

was ist denn daran schrecklich?
Auch ohne schlimme Erfahrungen ist es doch normal, das Frau sich Gedanken macht ob der Mann mit dem sie eine Familie gründen will,
diese auch ernähren kann.


Barbara

Stern
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Beitrag von Stern » 26.09.2008, 22:15

Barbara hat Folgendes geschrieben:


Stern hat Folgendes geschrieben:
Ich fände es schrecklich, wenn die schlimmen Erfahrungen dazu führen würden, dass in Europa auch so eine „Mein Mann muss mich ernähren können“ Mentalität einkehren würde (nicht, dass ich Dir eine solche etwa unterstellen will).

[Liebe Grüße, Stern
Hi Stern,

was ist denn daran schrecklich?
Auch ohne schlimme Erfahrungen ist es doch normal, das Frau sich Gedanken macht ob der Mann mit dem sie eine Familie gründen will,
diese auch ernähren kann.

Barbara
Hallo Barbara, ich finde es deshalb schrecklich, weil es Abhängigkeit schafft. Wir sollten stolz darauf sein, dass wir -und vor allem, dass unsere Kinder - in der Lage sind und hoffentlich zukünftig weiter sein werden, sich selbst zu ernähren und deshalb auch jede Möglichkeit haben, sich aus einer Verbindung zu lösen, die sie verletzt.

Viele Frauen haben diese Möglichkeit nicht.

Ich finde an einer solchen Grundeinstellung schrecklich, dass jemand, der nicht als Ehepartner in Frage kommt, weil er die Ernährerrolle nicht ausfüllen kann, irgendwie degradiert wird.

Dessertrose hat geschrieben:
…..einer spanierin die in spanien lebt schaut sich genau an, was der gür einen beruf hat, was er für einen auto fährt, ob er was gespart hat, ein arbeitsloser hat echt wenig chancen eine freundin zu bekommen, es sei sie waren schon vorher zusammen. die frauen dort sind viel oberflächicher was im fall bezness natürlich klasse ist aber im normalem leben schäme ich mich als spanierin für dieses verhalten
Ja, das finde ich schrecklich und ich werde mich immer dagegen stemmen, dass so was zu- statt abnimmt.

Ich finde es sogar gefährlich, Beziehungen nach finanzieller Nützlichkeit einzugehen und eine Ehe ist da nicht ausgenommen.

Ich glaub auch nicht, dass alle Frauen in Europa versorgt werden wollen – eher verwenden wir doch sehr viel Lebenszeit darauf, das eben selbst zu können. Und dann kommt da so ein augenverdrehender Bezie und greift zu, weil auch wir so nützlich sind.

Jetzt verstehe mich bitte nicht falsch, neieieiein, ich will um Gottes Willen die Bezies nicht mit Frauen vergleichen, die versorgt werden wollen, letztere haben schließlich nicht die Absicht, jemanden abzuzocken und dann wegzuwerfen, die Bezies schon. Die Grundeinstellung, auf`s Geld oder die Fähigkeit, solches zu verdienen, zu gucken, finde ich aber bedenklich.

Liebe Grüße,Stern

Jezabel

Beitrag von Jezabel » 27.09.2008, 09:46

Hier wird so oft geschrieben, dass die orientalischen Frauen rein auf die Versorgung achten.
Nicht, dass ich missverstanden werde: aber die Herren Bezznesser spielen uns ja so gerne ( zumindestens anfangs) die europäische Denkweise vor. Warum nicht in gewisser Weise mal den Spiess umdrehen? Also, meine Damen: auch mal Ansprüche stellen! Wenn die Europäerinnen nämlich so weitermachen (Immer schön selber anrufen, teure Geschenke, sich wohlmöglich noch selbst verschulden, damit's Habibi gut geht... )dann wird die Abzockerei nie ein Ende nehmen. In diesem Zusammenhang können wir von den Araberinnen noch locker was lernen, und wenn's nur als "Selbstschutz" ist. Wenn das alle Frauen durchziehen würden, wird mir schwindelig, wie schnell wir uninteressant für diese Herrschaften werden.

Angesehen davon, in Europa brauche ich niemanden, der mich "versorgt".
Aber ungefähr auf gleichem Level sollte mein Partner sich schon bewegen.

anna13
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Beitrag von anna13 » 27.09.2008, 13:23

Jezabel hat geschrieben:Hier wird so oft geschrieben, dass die orientalischen Frauen rein auf die Versorgung achten.
Nicht, dass ich missverstanden werde: aber die Herren Bezznesser spielen uns ja so gerne ( zumindestens anfangs) die europäische Denkweise vor. Warum nicht in gewisser Weise mal den Spiess umdrehen? Also, meine Damen: auch mal Ansprüche stellen! Wenn die Europäerinnen nämlich so weitermachen (Immer schön selber anrufen, teure Geschenke, sich wohlmöglich noch selbst verschulden, damit's Habibi gut geht... )dann wird die Abzockerei nie ein Ende nehmen. In diesem Zusammenhang können wir von den Araberinnen noch locker was lernen, und wenn's nur als "Selbstschutz" ist. Wenn das alle Frauen durchziehen würden, wird mir schwindelig, wie schnell wir uninteressant für diese Herrschaften werden.

Angesehen davon, in Europa brauche ich niemanden, der mich "versorgt".
Aber ungefähr auf gleichem Level sollte mein Partner sich schon bewegen.
Liebe Jezabel,

Deine Idee wäre gar nicht so schlecht, aber hier spielt doch unsere Emanzipation nicht mit :twisted: Wir sind selbstständige Frauen, stehen unseren Mann (was für ein frauenfeindlicher Ausdruck :!: ), verreisen alleine, ziehen wenn es sein muss unsere Kinder allein gross, verdienen Geld etc.pp.

Wie können wir da Ansprüche stellen???? Das sind wir doch nicht gewöhnt, oder?

Ich provoziere hier sehr bewusst. Möchte da ein kleines Beispiel geben.

Ich habe in D gelernt, dass Frau selbstständig ist....dann bin ich nach Italien gegangen und plötzlich musste ich lernen, dass wenn wir ausgehen immer die Männer bezahlen. Und das war an der Uni, unter Kommilitonen. Wenn Jungs dabei waren, haben die Jungs immer bezahlt. Ich fand das ziemlich unmöglich, vorallem weil wir ja alle Studenten waren und alle gleichwenig Geld hatten. Ich habe dann meine italienischen Freundinnen gefragt und es hiess: das ist halt so, gewöhn Dich dran.
Und ich habe mich auch daran gewöhnt....und ich ziehe das auch durch, auch in Israel ist das nicht anders. Wenn ich mit männlichen Freunden weggehe, kann ich meinen Geldbeutel zu Hause lassen (ausser es ist ein guter Freund von mir und ich sage ihm vorher dass ich heute einlade).

Also wenn ich in ein Bezzie Land reise ist es eben für mich als emanziperte Frau klar dass ich zahle und vorallem sie haben ja auch viel weniger Geld als ich...und dann ist es schon normal dass ich meinen Habibi doch einlade. STOP
Eben nicht....und deshalb müssen wir da umdenken. Was hier normal ist, ist dort nicht. Das Beispiel Italien oder Israel sollte zeigen, dass wir gar nicht weit weg müssen, denn auch in Europa (und in diesem Falle zähle ich Israel zu Europa) gelten andere Regeln.

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steckchen
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Emanzipation der Frau - Fluch oder Segen?

Beitrag von steckchen » 27.09.2008, 15:27

anna13 hat geschrieben:
Jezabel hat geschrieben:Hier wird so oft geschrieben, dass die orientalischen Frauen rein auf die Versorgung achten.
Nicht, dass ich missverstanden werde: aber die Herren Bezznesser spielen uns ja so gerne ( zumindestens anfangs) die europäische Denkweise vor. Warum nicht in gewisser Weise mal den Spiess umdrehen? Also, meine Damen: auch mal Ansprüche stellen! Wenn die Europäerinnen nämlich so weitermachen (Immer schön selber anrufen, teure Geschenke, sich wohlmöglich noch selbst verschulden, damit's Habibi gut geht... )dann wird die Abzockerei nie ein Ende nehmen. In diesem Zusammenhang können wir von den Araberinnen noch locker was lernen, und wenn's nur als "Selbstschutz" ist. ...
Angesehen davon, in Europa brauche ich niemanden, der mich "versorgt".
Aber ungefähr auf gleichem Level sollte mein Partner sich schon bewegen.
Liebe Jezabel,

Deine Idee wäre gar nicht so schlecht, aber hier spielt doch unsere Emanzipation nicht mit :twisted: Wir sind selbstständige Frauen, stehen unseren Mann (was für ein frauenfeindlicher Ausdruck :!: ), verreisen alleine, ziehen wenn es sein muss unsere Kinder allein gross, verdienen Geld etc.pp.
Hallo Anna13 und Jezabel,

genau diesen Spieß habe ich bei meinem persischen Freund umgedreht. Er war ganz schön irritiert, daß ich wußte, daß die Iranerin nie zahlt. Dann wollte er noch, daß ich bei ihm putze. Er behauptete, die deutschen Freundinnen seiner iranischen Freunde würden das auch tun und übehaupt, was sollten denn sonst seine Freunde von ihm denken? Das war mir natürlich schnurz. Eine sich selbst tragende Putze, die ihn nix kostet und, wenn er es will, die Beinchen aufklappt - das war sein Beziehungsideal, zumindest, was meinen Stellenwert anging. Die Beziehung hörte dann auch ziemlich schnell auf. Ich war ihm wohl zu teuer. Dabei kam er aus einer reichen Familie.

@Stern: Gut verdienende gebildete Frau und Forderungen an Männer, wieso schließt sich das eigentlich gegenseitig aus? Wir sollten aufhören, zuzulassen, daß die Beznesser u.a. die Emanzipation der Frau gegen uns verwenden. Gerade, wenn sich eine Frau von einem Mann abhängig macht, wird sie häufig feststellen, daß der Geschenkestrom plötzlich weniger wird, denn der Herr ist sich seiner Sache sicher. Auch die Frau, die nie gelernt hat, um Hilfe zu bitten und etwas zu fordern - übrigens mit hohem Einkommen eine fatale Kombination - hat dieses Problem. Der Mann wird denken, die ist so froh, daß sie mit ihrer Überqualifizierung mich gefunden hat, da brauche ich mich nicht zu bemühen. Schließlich wird es für Frauen mit zunehmender Qualifikation schwieriger, einen Partner zu finden, der ihr ebenbürtig ist, oder zumindest damit umzugehen weiß, daß sie mehr verdient.

Aber die Frau, die um ihre Vorzüge weiß und den Mann nicht in allzugroßer Sicherheit wiegt und ihre Selbständigkeit nie aufgibt, das ist die Frau, die die meiste Aufmerksamkeit, auch materielle von einem Mann erhält, sei es als Geliebte, wo die Hausfrauen-Ehefrau nicht annähernd Zuwendung bekommt. Oder eben alsl Partnerin, die ständig neu erobert werden muß, weil sie ja jederzeit gehen kann. Wir müssen uns einfach unseres Marktwertes mehr bewußt sein und dies auch zeigen. Dann wird man auch uns respektieren und weniger Spielchen spielen.

Einen lieben Gruß vom Steckchen
Die Liebe vernachlässigt diejenigen am meisten, die ihrer am meisten bedürfen.
(Madame de Rosemonde im Film: Gefährliche Liebschaften (Regie: Stephen Frears) 1988

Jezabel

Beitrag von Jezabel » 27.09.2008, 15:40

Anna, das kenne ich von hier in Frankreich auch . (Selber bezahlen...um Gottes Willen!)
Aber: Wenn ich in ein orientalisches Land fahre, soll ich mich ja anpassen.
Also, warum nicht auch mal in punkto Geldbeutel bei den Herren?
Ich übertreibe auch mal: wenn jemand die "Ehre hat, mich ausführen zu dürfen, darf er auch gerne meinen Drink bezahlen.... :twisted:

Und so emanzipiert ich hier in Europa bin, so hat mich noch nie ein Mann gefragt, ob ich ihm ein Handy, Labtop oder gar Bares schenke.
Und wenn derjenige gerne meine süsse Stimme hören will...na, dann ruft er eben an. :lol: (Bei guten Freunden ist das natürlich was anderes, ganz klar!)

anna13
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Beitrag von anna13 » 27.09.2008, 16:33

Jezabel hat geschrieben:Anna, das kenne ich von hier in Frankreich auch . (Selber bezahlen...um Gottes Willen!)
Aber: Wenn ich in ein orientalisches Land fahre, soll ich mich ja anpassen.
Also, warum nicht auch mal in punkto Geldbeutel bei den Herren?
Ich übertreibe auch mal: wenn jemand die "Ehre hat, mich ausführen zu dürfen, darf er auch gerne meinen Drink bezahlen.... :twisted:

Und so emanzipiert ich hier in Europa bin, so hat mich noch nie ein Mann gefragt, ob ich ihm ein Handy, Labtop oder gar Bares schenke.
Und wenn derjenige gerne meine süsse Stimme hören will...na, dann ruft er eben an. :lol: (Bei guten Freunden ist das natürlich was anderes, ganz klar!)
Ja Jezabel, auch wer meine süsse Stimme hören will muss mich anrufen, und auch meine guten Freunde rufen mich aus diesem Grunde an :lol: :lol:

Ich finde Du hast auf jeden Fall Recht mit Deiner Übertreibung....denn ich bin es mir sicher Wert dass mein "Prince Charming" mir mein Essen und meinen Drink bezahlt. Ich habe mich seit ich in Italien und in Israel gelebt habe und lebe daran gewöhnt dass Männer die mich ausführen auch für mich bezahlen. Und solche die mich erobern wollen, na die müssen auch was dafür tun :twisted: und dazu reichen Schmalzparolen nicht. Da muss auch was mehr sein als der billige Herzanhänger vom Basar seines Freundes :twisted: :twisted:

Übrigens noch was Scherzhaftes: in Süditalien nennt man getrenntes zahlen im Restaurant "pagare alla tedesca" (dh. auf deutsch zahlen....jeder für sich) :lol: :lol:

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Jezabel

Beitrag von Jezabel » 27.09.2008, 19:30

Anna und Steckchen:
Auf die Gefahr hin, dass man mich jetzt für arrogant hält ( was mir ziemlich Wurscht ist) setz' ich noch einen drauf:
Warum soll ich einen oder mehrere Abende mit einem Kellner, Animateur oder ähnlichen Bespassungsprofis verschwenden die mir in schlechtem Deutsch oder Englisch vorstottern wollen, was sie schon gefühlten zweitausend anderen vorgesäuselt haben?
Und dann noch dafür BEZAHLEN?
Never ever. So knackig kann der Popo oder tiefe Blicke gar nicht sein.
Lieber etwas faltiger und ein wirklich nettes Gespräch als sowas. :roll:

So, und jetzt fahr' ich gleich nach Nizza, eine "Ciblerin" abholen .
Darauf freue ichmich schon sehr.

Stern
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Beitrag von Stern » 27.09.2008, 20:40

Steckchen hat Folgendes geschrieben:
Gut verdienende gebildete Frau und Forderungen an Männer, wieso schließt sich das eigentlich gegenseitig aus?
Aber nein, das schließt sich keinesfalls aus. Da hab ich mich mal wieder zu grundsätzlich ausgedrückt. Ich stimme allem, was Du auch nachfolgend in Deinem Posting geschrieben hast, vollständig zu.

Es gibt aus meiner Sicht nur eben ein Dilemma

Einerseits gehört es zu unserem Wertesystem, Menschen nicht gering zu schätzen, weil sie weniger haben und auch schon mal abzugeben, so es denn möglich ist, insbesondere aber, sich einen Mann nicht mit dem Blick auf seine Geldbörse auszusuchen.

In Bezieländern ist das genau andersherum, was die Suche nach dem Ehegatten angeht. Würde ich in einem solchen Land leben, müsste ich das wohl zwingend genau so machen, sonst wäre ich verloren. (Ich rede von religiös geprägten dörflichen Strukturen!)

Ausgangsfrage war doch hier: „Warum gerade Bezness mit Deutschen Frauen?“ Ich behaupte, eben auch aufgrund unserer Wertevorstellung. Ein großer Schutz wäre es also, diese (zumindest gegenüber Menschen aus Bezieländern) aufzugeben, dann wird die Gefahr viel kleiner.

Das ist noch einigermaßen einfach in diesen Ländern selbst, im Urlaub z.B. gegenüber dem Animateur (Kann ich Trinkgeld geben, das muss reichen, da passiert meinen schönen deutschen Werten nichts schlimmes, die nehmen da keinen Schaden). Und schon gar nicht, gehe ich im Urlaub mit dem Kellner Kaffee trinken, am besten fahre ich da gar nicht erst hin. In die Türkei wollte ich demnächst mal, aber ist ja auch zum abgewöhnen, was man hier liest.

Diese Menschen sind aber auch in Deutschland. Hier sind sie Arbeitskollegen, Freunde, Bekannte, sie sitzen in jeder Kneipe am Nachbartisch. Da sieht die Sache schon ganz anders aus.

Klar, kann sich auch gegen schon hier lebende Bezies jede Frau schützen, wenn sie jedem potentiellen Bezi jede tatsächliche und finanzielle Hilfe verwehrt und auf jeden Fall von vornherein nur eine Eheschließung akzeptiert, die nach den Regeln des Herkunftslandes abläuft. Das zumindest könnte man ja denken. Nachdem ich aber gestern Bebesternas Geschichte gelesen habe, glaube ich auch das nicht mehr.

Na bloß gut, dass ich (für mich) grundsätzlich keine Ehe als mit irgendeinem Sinn verbunden ansehe (die Funktion als Geliebte allerdings auch nicht, wer seine Ehefrau betrügt, betrügt auch mich). Schützt allerdings auch nicht 100%ig, die finden einen doch überall, selbst wenn man bzw. Frau gar nicht will.

Aber vielleicht fällt Euch noch was ein, dürfen wir vielleicht mal Menschen bleiben, die ihren deutschen Pass und die drei Groschen nicht ständig verstecken müssen und nicht immer und überall darauf achten müssen, dass wir ja niemandem nützlich sind. Neeeee, so will ich nicht werden, :( aber bald isses so weit.

Ich war gestern nacht mit Freunden weg und hab den (südländischen) Typen vom Nachbartisch angebrüllt, (VON MIR GIBT’S ÜBERHAUPT NIX MEHR!!!) weil er nach ner Zigarette gefragt hat (dabei war das für seinen Kumpel, in der Kneipe gab`s keine Zigaretten und der Kumpel war schon halb auf dem Weg zur nächsten Tankstelle, um welche zu holen). :oops: Da wird man ja meschugge (wenn man`s nicht schon ist).

Ach mensch, mir ist heut so nach schreiben (hättet ihr gar nicht gemerkt, gelle :wink: ), aber ich muss weg. Ich wünsche allen erstmal einen erholsamen Samstagabend.

Liebe Grüße, Stern.

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Soziale Schutzmechanismen - Innere Stimme

Beitrag von steckchen » 27.09.2008, 22:25

Stern hat geschrieben:Steckchen hat Folgendes geschrieben:
Gut verdienende gebildete Frau und Forderungen an Männer, wieso schließt sich das eigentlich gegenseitig aus?
Aber nein, das schließt sich keinesfalls aus. ...
Es gibt aus meiner Sicht nur eben ein Dilemma

Einerseits gehört es zu unserem Wertesystem, Menschen nicht gering zu schätzen, weil sie weniger haben und auch schon mal abzugeben, so es denn möglich ist, insbesondere aber, sich einen Mann nicht mit dem Blick auf seine Geldbörse auszusuchen.
Hallo Stern,

Da wären wir eigentlich bei meinen anfänglichen Vermutungen in meinem 1. Posting dieses Threads. Ich glaube, das ist eine Folge der 68er-Bewegung, das ganze kapitalistische System umzukrempeln und eine Pseudogleichheit zu propagieren, die es so nicht gibt. In keinem anderen westlichen Land hat das solche Spuren hinterlassen wie in Deutschland. In den anderen europäischen Ländern nicht und in den USA schon gar nicht. Natürlich habe ich als Verkäuferin die Pflicht, alle Kunden gleich zu behandeln, nicht nur, damit es mir nicht so ergeht wie der Boutique-Verkäuferin in "Pretty Woman" Aber das tut mir ja auch nicht weh, die Kunden kaufen ja entweder oder eben nicht und irgendwann gehen sie von selbst. Etwas anderes ist es, wenn ich mein persönliches Leben mit jemandem teilen will, der einen ganz anderen sozialen Hintergrund und ganz anderes finanzielles Niveau hat als ich. Das führt auch in deutsch-deutschen Ehen zu Problemen, aber ich habe dort nicht das Problem, daß ich vom Partner aufgrund meiner nationalen Herkunft oder Religion verachtet werde, so wie es viele Orientalen leider tun. Und von dieser Verachtung kann man sich nicht freikaufen. Wer das tun will, zahlt eher eine Art Schutzgeld, was die ungläubigen Schutzbefohlenen (Dhimmis - Menschen zweiter Klasse) sowieso an die Muslime zahlen müssen - eine moderne Variante halt. Der Mensch hat bestimmte psychologische Schutzmechanismen, die ihn vor Unheil bewahren. Dazu gehört das Bestreben, sich einen Partner auf ähnlichem Niveau zu suchen. Wird dieser Schutzmechanismus nun durch eine Ideologie außer Kraft gesetzt, bekommen viele Frauen hierzulande ein schlechtes Gewissen, jemanden aufgrund seiner Herkunft abzulehnen. Sie vergewaltigen sich damit selbst und werden später unglücklich. Man bekommt so viel erzählt, was man sollte und was nicht. Aber auf die innere Stimme zu hören, das verlernen viele schon als Kleinkind - leider.

Versteht mich nicht falsch, niemand kann etwas für seine Herkunft. Keine Leute sind interessanter als die, die es geschafft haben, das Schichtendenken zu überwinden und die von oben herab auf alle Schichten gleichermaßen blicken können. Solche Aufsteiger sind emotional meist sehr intelligent und können sich wahrlich anpassen und weiterentwickeln. Aber die meisten Leute verharren im Denken der Schicht, wo sie herstammen. Sie blicken von unten nach oben oder scheel von der Seite auf andere soziale Schichten, aber sie bleiben stets ihrem Stallgeruch verhaftet. Sie wollen sich wohl hochschlafen, aber sie gleichen ihr Denken und Handeln nie der Schicht an, wo sie hinwollen. Du wirst also einen ewigen Fremden haben, der sich in Gesellschaft deiner Freunde unwohl fühlt. Wenn es sich in der Welt nun herumspricht, daß die deutschen Frauen gerne arme hübsche Kerle aus dem Süden durchfüttern wollen, weil ihr soziales Warnsystem von wohlmeinenden linken Idealisten lahmgelegt wurde, dann werden sie eben auch überall auf niedrigstem Niveau von Heiratsschwindlern angequatscht.
stern hat geschrieben:Aber vielleicht fällt Euch noch was ein, dürfen wir vielleicht mal Menschen bleiben, die ihren deutschen Pass und die drei Groschen nicht ständig verstecken müssen und nicht immer und überall darauf achten müssen, dass wir ja niemandem nützlich sind. Neeeee, so will ich nicht werden, :( aber bald isses so weit.
Das ist genauso, wie mit den deutschen Geiseln, deren immer mehr werden, gerade im Orient - was glaubt ihr wohl, warum? Weil die deutsche Regierung für jeden Abenteurer viel Lösegeld bezahlt und sich scheut, politische Konsequenzen aus den ständigen Entführungen zu ziehen. Genau deswegen ist es wirklich besser, den Groschen und den dt. Paß zu verstecken. Ich habe es in Kuwait so oft erlebt - ich habe mich mit Leuten ganz normal unterhalten. Sobald sie mitbekommen haben, daß ich Deutsche bin, da merkte ich plötzlich, wie es in ihrem Kopf gerattert hat. Sie wurden so merkwürdig still. Und plötzlich haben sie angefangen, umzuschwenken und wollten Einladungen oder einfach auf Teufel komm raus näheren Kontakt. Das hat mich schon genervt. Deshalb kann ich deinen Ausraster auch so gut nachvollziehen.

Einen lieben Gruß vom Steckchen
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anna13
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Beitrag von anna13 » 29.09.2008, 11:37

Jezabel hat geschrieben:Anna und Steckchen:
Auf die Gefahr hin, dass man mich jetzt für arrogant hält ( was mir ziemlich Wurscht ist) setz' ich noch einen drauf:
Warum soll ich einen oder mehrere Abende mit einem Kellner, Animateur oder ähnlichen Bespassungsprofis verschwenden die mir in schlechtem Deutsch oder Englisch vorstottern wollen, was sie schon gefühlten zweitausend anderen vorgesäuselt haben?
Und dann noch dafür BEZAHLEN?
Never ever. So knackig kann der Popo oder tiefe Blicke gar nicht sein.
Lieber etwas faltiger und ein wirklich nettes Gespräch als sowas. :roll:

So, und jetzt fahr' ich gleich nach Nizza, eine "Ciblerin" abholen .
Darauf freue ichmich schon sehr.
Liebe Jezabel,

ich meinte mit "Prince Charming" auch nicht unbedingt den Kellner, Animateur oder ähnliches. Meine Aussage bezog sich im allgemeinen auf Männer, die mit mir ausgehen wollen.
Und ich unterschreib was Du sagst...ich persönlich gebe mich auch nicht mit Kellnern etc. ab :evil:

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Beitrag von anna13 » 29.09.2008, 11:46

Hallo Stern,
Das ist noch einigermaßen einfach in diesen Ländern selbst, im Urlaub z.B. gegenüber dem Animateur (Kann ich Trinkgeld geben, das muss reichen, da passiert meinen schönen deutschen Werten nichts schlimmes, die nehmen da keinen Schaden). Und schon gar nicht, gehe ich im Urlaub mit dem Kellner Kaffee trinken, am besten fahre ich da gar nicht erst hin. In die Türkei wollte ich demnächst mal, aber ist ja auch zum abgewöhnen, was man hier liest.
Da musst Du eben Deinen Urlaub in meinem Hotel buchen, da wirst Du höchstens von mir angemacht :lol: :lol:

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Amely
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Beitrag von Amely » 29.09.2008, 18:13

karol hat geschrieben:
"raus aus unserem land!"

:shock: :shock: :shock:
Ob die sich das in Österreich nach gestern auch noch trauen würden ?
Liebe Grüße Amely

Amely
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Beitrag von Amely » 29.09.2008, 19:29

karol hat geschrieben:
die freundin meiner tochter ging am sonntag wählen.
ihr kommentar zu dem erlebnis im park: eigentlich bin ich ja grün-wähler, aber ein bisschen so wie npd wäre nicht schlecht. :?
Genau das ist es doch, was denen die Wähler zutreibt.
Die etablierten Parteien müssten sich dem Problem stellen und zu ihrem
Thema machen.
Liebe Grüße Amely

Wolf

Beitrag von Wolf » 02.10.2008, 09:13

Stern hat geschrieben:Ich fände es schrecklich, wenn die schlimmen Erfahrungen dazu führen würden, dass in Europa auch so eine „Mein Mann muss mich ernähren können“ Mentalität einkehren würde (nicht, dass ich Dir eine solche etwa unterstellen will).
Wir aber sprechen hier von Tunesien, nicht von Europa - richtig? Es wird doch stets so ein großer Wert darauf gelegt, daß sich Personen aus dem Ausland an die deutschen Gesetze und Gesellschaft anpassen müssen und viele Reisende sind stol, wenn sie das ihrerseits im Ausland auch tun.

Nun denn, dann schauen wir doch einfach mal nach Tunesien:

"In der nach tunesischem Recht geschlossenen Ehe gilt für Eheleute, die in Tunesien leben:
Der Mann ist der Haushaltsvorstand und hat, unabhängig von den finanziellen Verhältnissen seiner Frau, diese zu unterhalten (Nafqa).
Nafqa ist wie folgt definiert (§50 Personenstatut):
Der Unterhalt umfaßt Essen, Kleidung, Wohnung, Ausbildung und alles, was für die Existenz auf der Basis des Brauches und der Sitte notwendig ist.
Allerdings: Die Frau muß zum Unterhalt der Familie beisteuern, wenn sie es kann (z.B. Vermögen hat)."


(aus dem TunisPro-Forum)

Wolf

Beitrag von Wolf » 02.10.2008, 09:22

Stern hat geschrieben:Ich fände es schrecklich, wenn die schlimmen Erfahrungen dazu führen würden, dass in Europa auch so eine „Mein Mann muss mich ernähren können“ Mentalität einkehren würde (nicht, dass ich Dir eine solche etwa unterstellen will).
Wir aber sprechen hier von Tunesien, nicht von Europa - richtig? Es wird doch stets so ein großer Wert darauf gelegt, daß sich Personen aus dem Ausland an die deutschen Gesetze und Gesellschaft anpassen müssen und viele Reisende sind stol, wenn sie das ihrerseits im Ausland auch tun.

Nun denn, dann schauen wir doch einfach mal nach Tunesien:

"In der nach tunesischem Recht geschlossenen Ehe gilt für Eheleute, die in Tunesien leben:
Der Mann ist der Haushaltsvorstand und hat, unabhängig von den finanziellen Verhältnissen seiner Frau, diese zu unterhalten (Nafqa).
Nafqa ist wie folgt definiert (§50 Personenstatut):
Der Unterhalt umfaßt Essen, Kleidung, Wohnung, Ausbildung und alles, was für die Existenz auf der Basis des Brauches und der Sitte notwendig ist.
Allerdings: Die Frau muß zum Unterhalt der Familie beisteuern, wenn sie es kann (z.B. Vermögen hat)."


(aus dem TunisPro-Forum)

Ergebnis: Die tunesischen Frauen verhalten sich bei ihrer Partnerwahl weder moralisch unangemessen, noch verlangen sie mehr als ihnen zusteht, sie verhalten sich vielmehr genau im Einklang mit dem Gesetz, wenn sie sicherstellen, daß ihr zukünftiger Ehemann in der Lage sein wird, seinen GESETZLICHEN Pflichten nachzukommen - von Sitte und Brauch ganz zu schweigen, die beide zum Teil über das Gesetz noch hinausgehen.

Und - wollen wir jetzt noch einmal überlegen, warum es für einen tunesischen Mann so viel erstrebenswerter ist, eine europäische Frau zu heiraten? :-)

Stern
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Beitrag von Stern » 24.10.2008, 00:04

Och, der böööse Wolf. Ob wir gemeinsam überlegen wollen, warum tunesische Männer es für erstrebenswert halten, europäische Frauen zu heiraten? Nööö, nicht an dieser Stelle, außerdem wissen wir das ja schon.

Steckchen hat mit ihrem Thread ja folgende Frage aufgeworfen:
„Kann es vielleicht sein, daß gerade deutsche Frauen so anfällig für Bezness sind, weil sie es gewöhnt sind, aufgrund der jüngeren deutschen Geschichte ein schlechtes Gewissen wegen deutschem Rechtsradikalismus oder der zwei Weltkriege zu haben?“
Die Interessen der Beznesser sind recht eindeutig zu definieren. Warum aber sind deutsche Frauen so anfällig dafür und stimmt das überhaupt.

Sicher hängt die Anzahl der „Opfer“ (Ich hasse dieses Wort) zunächst einmal davon ab, wo die Täter nach Ihnen suchen. Da mögen Deutsche bevorzugt ins Schema passen und sind ja in den Urlaubsländern besonders häufig anzutreffen. Wie in den Posts der Vorschreiberinnen zu lesen ist, trifft dies jedoch auch auf andere Europäerinnen zu. Im Übrigen sind wir uns doch sicher einig, dass Bezness schon lange nicht mehr nur eine Gefahr außerhalb Europas darstellt.

Dass diese ausgesuchten Frauen dann so selbstständig sind, scheint den Bezies eher Probleme zu bereiten, denn plötzlich reicht es nicht mehr, männlichen Geschlechts zu sein, 5 Stunden zu arbeiten und 10 Stunden Kaffee zu trinken und zu labern, um mit großen Augen bewundert zu werden.

@ steckchen
Ob allerdings unsere jüngere Vergangenheit uns Deutsche besonders anfällig macht, das wage ich zu bezweifeln. Ich stimme Dir insofern zu als die 68 Bewegung sicherlich sehr viel dazu beigetragen hat, uns überhaupt in die Lage zu versetzen, selbstständige Versorger zu sein. Ein schlechtes Gewissen wegen meiner Vorfahren hab ich allerdings nicht, ich denke auch nicht, dass in der Regel auch nur ein Gedanke an die Problematik Rechtsradikalismus oder Weltkriege verschwndet wird, wenn es ums Verlieben geht. Allerdings sind wir die Summe unserer Erfahrungen, wohl eingeschlossen, die Erfahrungen unserer Vorfahren, so gesehen, spielt auch unsere Geschichte eine Rolle, denke ich.

Du hast geschrieben:
„Der Mensch hat bestimmte psychologische Schutzmechanismen, die ihn vor Unheil bewahren. Dazu gehört das Bestreben, sich einen Partner auf ähnlichem Niveau zu suchen.“
Steckchen, ich bezweifle das. Wie lange ist es gerade mal her, dass Verbindungen ER Anwalt - SIE Reno, ER Arzt –SIE Krankenschwester usw. das allein Anerkannte auch in Deutschland waren? Wo waren (sind) da die Schutzmechanismen der Männer?

Es ist schon klar, die Beziegefahr wird umso geringer, je größer der Anteil der Menschen, die auf ähnliches Niveau insbesondere in finanzieller Hinsicht achten. Diese Seite der Medallie allein macht aber nicht das Bezness aus. Bezness wird doch erst dann daraus, wenn zur Absicht, sich ernähren zu lassen, die Aufenthaltserlaubnis oder einen finanziellen Vorteil z.B. über ein Ehe zu erlangen, die weitere Absicht hinzukommt, nach Erreichen des Zieles die Verbindung zu lösen weil diese von der Bezieseite von vornherein unter Vortäuschung von Gefühlen eingegangen wurde.

Ach steckchen, ich empfinde es in gewisser Weise als dramatisch, dass ich Dir im Prinzip recht geben muss, auch wenn ich Einzelteile Deiner Posts in Frage stelle. Ich stimme Dir ja zu, wenn Du schreibst:
„die meisten Leute verharren im Denken der Schicht, wo sie herstammen. Sie blicken von unten nach oben oder scheel von der Seite auf andere soziale Schichten, aber sie bleiben stets ihrem Stallgeruch verhaftet. Sie wollen sich wohl hochschlafen, aber sie gleichen ihr Denken und Handeln nie der Schicht an, wo sie hinwollen. Du wirst also einen ewigen Fremden haben, der sich in Gesellschaft deiner Freunde unwohl fühlt. Wenn es sich in der Welt nun herumspricht, daß die deutschen Frauen gerne arme hübsche Kerle aus dem Süden durchfüttern wollen, weil ihr soziales Warnsystem von wohlmeinenden linken Idealisten lahmgelegt wurde, dann werden sie eben auch überall auf niedrigstem Niveau von Heiratsschwindlern angequatscht. „
Da scheint mir eben genau dass, worauf wir so stolz sind, eben unsere Unabhängigkeit, die Tatsache, dass nicht darauf geschaut wird, ob ein Mann uns ernähren kann, die Anfälligkeit für Bezness zu unterstützen.

Genau dies macht allerdings einen guten Teil unserer Werteentwicklung aus und ich bin unter absolut keinen Umständen bereit, gerade diese Werte aufzugeben oder auch nur einzuschränken.

@ karol, die geschrieben hat,
meine älteste tochter (17) war am samstag mit einer freundin und einem kumpel unterwegs. sie saßen auf einer bank in einem park, als fünf junge türken herankahmen(der älteste ca. 12) . sie pöbelten die drei jugendlichen an, sich zu "schleichen". als diese verblüfft und verärgert verneinten, geben die türkischen kids zur antwort:

"raus aus unserem land!"
Das ist ein perfektes unschönes Beispiel. Da kommt ein Idiot des Weges, sondert Müll ab, verschwendet 5 Minuten später keinen Gedanken mehr daran und unsereins wirft umgehend die eigene Wertewelt über Bord und spielt zumindest einen Moment lang mit dem Gedanken, eine Partei zu wählen (NPD- wie Du kurz danach ja geschrieben hast), deren Mitglieder man unter normalen Umständen nicht mal als Putzfrau oder –mann einstellen würde. Wie viele Jahre Deines Lebens hast Du darauf verwandt, Deine Tochter zu einem freien, denkenden, toleranten Menschen zu erziehen? Da kommen so`n paar Pupser und wollen das alles mit wenigen Worten in den Dreck treten?

He Karol, schöne Grüße an Deine Tochter, mein Sohn (inzwischen fast 30 – ich war ne junge Mutter, geh`jetzt auf die fuffzig zu) würde sagen: Da haben mal wieder die, die sonst nix auf die Reihe kriegen, die Chance genutzt, sich aufzuspielen. Ich bin nicht immer mit meinem Sohn einer Meinung, in diesem Punkt aber schon. Da hat jemand, der über diese Wertewelt nicht verfügt, etwas Wertvolles getroffen und versucht, das klein zu machen, damit er selber in seiner Erbärmlichkeit einen Moment größer wirken kann.

Ist vielleicht auch etwas, was die Bezies veranstalten, wenn sie merken, wie klein sie sind, gemessen an denen, die sie ausnutzen.

Ich mach jetzt mal Schluss, muss Euch aber noch sagen, dass ich Euch vermisst habe, weil ich in den letzten Wochen nicht reinschauen konnte (war mir einfach zuviel- hab Abstand gebraucht- geht sicher vielen am Anfang so und bitte nicht wundern, wer so viele Monate mitliest, bevor er/sie sich mal zu Wort meldet, hat das Gefühl, Euch alle zu kennen, bevor das erste Wort geschrieben ist, so entsteht eine Verbundenheit mit Menschen, von denen Ihr alle gar nichts wisst. Ich bin sehr froh, Euch gefunden zu haben).

Und Anna, woll`n wir wetten, das ich auf Dein Angebot zurückkomme? Wenn Du mich anmachen willst, zieh`ich doch extra für Dich nen super kurzen Rock an, ich hab zwar ein paar Falten (bin ja nicht mehr ganz die Jüngste, aber meine Beine…..) Putzt Du dann auch Dein Nasenpiercing für mich? :D Hab irgendwo im Forum gelesen, Du hast eins.

Liebe Grüße an Euch alle, Stern

Elisa
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Registriert: 29.03.2008, 12:59

Beitrag von Elisa » 24.10.2008, 08:16

Stern und die anderen, ist ja früher morgen und meinen Zellen funktionieren noch. Ich habe Eure Beiträge aufmerksam durchgelesen.

Und da stellt sich mir eine Frage: Kann es sein, dass Frauen sich nur in Bezug auf Job usw. emanzipiert haben ? Aber dabei das Gefühl, dass sie was wert sind, auf der Strecke blieb.

In meiner Kindheit war eine Frau, die ihre Kinder ordentlich erzog, ihren Haushalt gut versorgte, angesehen (ob richtig oder nicht, lasse ich mal aussen vor). Dann kam meine Generation : Erfolg im Job war erstrebenswert, Heirat nicht unbedingt notwendig.

Heute stelle ich fest, dass doch relativ viele junge Frauen zuhause bleiben.

Ich kenne nicht alle europäischen Länder, aber von denen, die ich kenne, ist Deutschland das Land, wo für es Frauen am schwierigsten ist, Job und Familie unter einen Hut zu bekommen.

Hinzu kommt so dieses Denken von aussen, dass Kinder nicht richtig versorgt sind, wenn Mutter arbeitet. In Deutschland ist auch die Unterbezahlung von Frauen für den gleichen Job am höchsten.

Also ist die Emanzipation nicht wirklich angekommen, vor allem nicht in den Köpfen.

Deutsche Frauen reisen zwar überall hin, aber sind sie wirklich so selbstbewusst ? Sind sie sich ihres Wertes bewusst ? Denke nicht, so wären sie nicht so oft Bezness-Opfer.

Es ist nur eine Gedanke von mir, dass dieses mangelnde Selbstbewusstsein ein Teil des ganzen ist.

LG Elisa

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