Proteste in Tunesien
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FlammendeMorgenröte
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Re: Proteste in Tunesien
@Sindbad
Nein, bei der momentan sehr aufgepeitschen Stimmung reichen Rück-, und Austritte nicht aus.
Das tunesische Volk will den alten Machtapparat mit Stumpf und Stiel aus allen Bereichen entfernt wissen - und einen kompletten Neuanfang.
Nur, woher einigermassen kompetente, unbelastete Personen hernehmen? Die Opposition saß entweder im Gefängnis (wo sie sich vermutlich zu Teilen immer noch befindet) oder im Exil in Frankreich/Europa.
Ich persönlich halte einen Übergangsregierung mit Teilen der alten Ben Ali Garde bis zu Neuwahlen für "vernünftiger" - als die Massen ohne "starke Hand" sich quasi selbst zu überlassen.
Ein komplettes "Reset" ohne alte Seilschaften wird auch in Tunesien nicht möglich sein - die Geschichte ( auch die des deutschen Volkes ) hat das immer wieder gezeigt. Gab es da wirklich Alternativen?
Viele Grüße E.
Nein, bei der momentan sehr aufgepeitschen Stimmung reichen Rück-, und Austritte nicht aus.
Das tunesische Volk will den alten Machtapparat mit Stumpf und Stiel aus allen Bereichen entfernt wissen - und einen kompletten Neuanfang.
Nur, woher einigermassen kompetente, unbelastete Personen hernehmen? Die Opposition saß entweder im Gefängnis (wo sie sich vermutlich zu Teilen immer noch befindet) oder im Exil in Frankreich/Europa.
Ich persönlich halte einen Übergangsregierung mit Teilen der alten Ben Ali Garde bis zu Neuwahlen für "vernünftiger" - als die Massen ohne "starke Hand" sich quasi selbst zu überlassen.
Ein komplettes "Reset" ohne alte Seilschaften wird auch in Tunesien nicht möglich sein - die Geschichte ( auch die des deutschen Volkes ) hat das immer wieder gezeigt. Gab es da wirklich Alternativen?
Viele Grüße E.
Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf...
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Sindbad
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Re: Proteste in Tunesien
Hallo FM,
ich bezweifel dies stark das es diese Leute nicht gibt.
Viele haben im Ausland studiert sind gebildet und es würde durchaus für Ruhe Sorgen.
Die Angst ist nunmal bei einem belassen von Mitgliedern der alten Regierung, eine wiederkehr zu bekommen höher als vermeintliche Inkompetenz.
Wichtige Posten und das sind nunmal Aussen- Innen Minister etc, dürfen meiner M. nach nicht von Ben Ali alten Mitläufern getragen werden.
Mir wäre fast jeder andere Recht.
Man überlässt sie sich auch nicht selbst, wenn man einen anderen dazu bvestimmt.
Ob welche noch in den Gefängnissen sind weiss ich nicht. Es gab eine Meldung das alle Entlassen werden.
Ich bin sicher das Familienangehörige gerade zu dieser Zeit laut aufgeschrien hätten, wenn es nicht so wäre.
Das kann sich dort im Moment niemand leisten.
Sindbad
ich bezweifel dies stark das es diese Leute nicht gibt.
Viele haben im Ausland studiert sind gebildet und es würde durchaus für Ruhe Sorgen.
Die Angst ist nunmal bei einem belassen von Mitgliedern der alten Regierung, eine wiederkehr zu bekommen höher als vermeintliche Inkompetenz.
Wichtige Posten und das sind nunmal Aussen- Innen Minister etc, dürfen meiner M. nach nicht von Ben Ali alten Mitläufern getragen werden.
Mir wäre fast jeder andere Recht.
Man überlässt sie sich auch nicht selbst, wenn man einen anderen dazu bvestimmt.
Ob welche noch in den Gefängnissen sind weiss ich nicht. Es gab eine Meldung das alle Entlassen werden.
Ich bin sicher das Familienangehörige gerade zu dieser Zeit laut aufgeschrien hätten, wenn es nicht so wäre.
Das kann sich dort im Moment niemand leisten.
Sindbad
I refuse to engage in a battle of wits with an unarmed person./ Ich würde mich gerne geistig mit dir duellieren, aber ich sehe du bist unbewaffnet
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FlammendeMorgenröte
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Re: Proteste in Tunesien
Hallo Sinbad,
ich bezweifle keineswegs, dass es gut ausgebildete Tunesier gibt, die sehr wohl bereit sind, politische Verantwortung zu übernehmen.
Aber haben diese "Aussenseiter" Gewicht gegenüber der Polizei und dem Militär? Die Gefahr eines Bürgerkrieges ist - in meinen Augen - noch nicht gebannt.
Die größte Gefahr die ich zur Zeit sehe ist, dass sich das tunesiche Volk Hoffnungen macht, die sich nicht (sofort - und auch weiterhin) realisieren lassen. Nur mit dem Sturz des verhassten Führeres ist es eben nicht getan.
"Landestypisch"
ist man sehr, sehr euphorisch - menschlich absolut verständlich - aber Veränderungen werden nicht über Nacht kommen können - egal wer zukünftig regieren wird.
Nach dem Motto: Ich will ALLES - und zwar SOFORT werden die Massen noch unzufriedenenr - als sie es jetzt schon sind - und die Enttäuschung wird sich in Gewalt Luft machen - da kann so manch ein hoffnungsvoller Politiker der Opposition verbrannt werden.
Viele Grüße E.
ich bezweifle keineswegs, dass es gut ausgebildete Tunesier gibt, die sehr wohl bereit sind, politische Verantwortung zu übernehmen.
Aber haben diese "Aussenseiter" Gewicht gegenüber der Polizei und dem Militär? Die Gefahr eines Bürgerkrieges ist - in meinen Augen - noch nicht gebannt.
Die größte Gefahr die ich zur Zeit sehe ist, dass sich das tunesiche Volk Hoffnungen macht, die sich nicht (sofort - und auch weiterhin) realisieren lassen. Nur mit dem Sturz des verhassten Führeres ist es eben nicht getan.
"Landestypisch"
Nach dem Motto: Ich will ALLES - und zwar SOFORT werden die Massen noch unzufriedenenr - als sie es jetzt schon sind - und die Enttäuschung wird sich in Gewalt Luft machen - da kann so manch ein hoffnungsvoller Politiker der Opposition verbrannt werden.
Viele Grüße E.
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Tatiana
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Re: Proteste in Tunesien
Das wundert mich überhaupt nicht. Hoffentlich gelingt es dem lybischen Volk irgendwann diesen Wahnsinnigen ins Meer zu treiben.ocean12 hat geschrieben:Es gab mehrere ausführliche und gut erklärte Beiträge in den Nachrichten von z.B. ZDF und Schweizer Fernsehen.
Dort wurde u.a. gesagt, dass die Regierungen der Nachbarländer absolut kein Interesse daran haben, dass die Jasmin-Revolution gelingt. So soll (laut SF DRS) lybiens Staatschef Gadhafi Unmengen an Geld an die tunesische Polizei senden, damit die weiterhin Chaos stiften!
Ich bin entsetzt und zweifle keinen Moment an dieser Meldung.
LG
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Sindbad
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Re: Proteste in Tunesien
Hallo FM,
ich glaube wir sind da einfach geteilter Meinung.
Ein Verbot der gesamten Partei RCD wäre mir auch Recht.
Das Volk soll entscheiden und dabei sollte es keine Rolle spielen womit die Polizei oder das Militär einverstanden sind, den Aussenseiter wird alleine durch die
Zustimmung des Volkes Gewicht gegeben werden.
Du schreibst:
@Ocean
Das war mir nicht bekannt. Aber kann deren Einfluss so gross sein?
Nunja das andere hier gerne OT sind und provozieren ist doch nichts neues, zumindest für mich. Das es langsam nervt auch. Whatever ich habs einfach ignoriert.
Sindbad
ich glaube wir sind da einfach geteilter Meinung.
Ein Verbot der gesamten Partei RCD wäre mir auch Recht.
Das Volk soll entscheiden und dabei sollte es keine Rolle spielen womit die Polizei oder das Militär einverstanden sind, den Aussenseiter wird alleine durch die
Zustimmung des Volkes Gewicht gegeben werden.
Du schreibst:
Genau deshlab kann ich das gut nachvollziehen das man alle nicht mehr will, jedoch sehe ich auch die gleichen Gefajren die theoretisch eintreten könen.Nur mit dem Sturz des verhassten Führeres ist es eben nicht getan.
@Ocean
Das war mir nicht bekannt. Aber kann deren Einfluss so gross sein?
Nunja das andere hier gerne OT sind und provozieren ist doch nichts neues, zumindest für mich. Das es langsam nervt auch. Whatever ich habs einfach ignoriert.
Sindbad
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flense
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Sindbad
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Re: Proteste in Tunesien
Hallo,
danke für den Link, naja mehr als abwarten wird nicht übrig bleibe. Würde mich ja selber politisch engagieren, hab aber keine Ahnung davon und zuviele andere Verplichtungen
Schade das der westen nicht interveniert und dieser Unterstützung verhindert.
@Heidi
Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.
Oscar Wilde
Sindbad
danke für den Link, naja mehr als abwarten wird nicht übrig bleibe. Würde mich ja selber politisch engagieren, hab aber keine Ahnung davon und zuviele andere Verplichtungen
Schade das der westen nicht interveniert und dieser Unterstützung verhindert.
@Heidi
Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.
Oscar Wilde
Sindbad
Zuletzt geändert von Sindbad am 19.01.2011, 10:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Katinka
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Re: Proteste in Tunesien
http://www.zeit.de/reisen/2011-01/tunesien-tourismus
Hier ein interessanter Artikel mit Daten und Fakten über den Tourismus in Tunesien, und welche Auswirkungen die jüngsten Ereignisse haben (könnten).
Hier ein interessanter Artikel mit Daten und Fakten über den Tourismus in Tunesien, und welche Auswirkungen die jüngsten Ereignisse haben (könnten).
In der Mitte von Schwierigkeiten, liegen die Möglichkeiten.
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Imene
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Re: Proteste in Tunesien
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0 ... 83,00.html
Zur Rolle der Franzosen in Tunesien und im Maghreb.
Zur Rolle der Franzosen in Tunesien und im Maghreb.
"Dass so viel Ungezogenheit gut durch die Welt kommt, daran ist die Wohlerzogenheit schuld "
Marie v. Ebner-Eschenbach
Marie v. Ebner-Eschenbach
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Micky1244
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Re: Proteste in Tunesien
OT
Tut mir Leid, auf diesen neuen Photos von Ben Ali sieht er wie eine lachende Ratte aus.
Tut mir Leid, auf diesen neuen Photos von Ben Ali sieht er wie eine lachende Ratte aus.
Liebe Grüße, Micky
"Lass uns angeln gehen", sagte der Haken zum Wurm.
Isaiah Berlin: Die Freiheit der Wölfe ist der Tod der Lämmer.
"Lass uns angeln gehen", sagte der Haken zum Wurm.
Isaiah Berlin: Die Freiheit der Wölfe ist der Tod der Lämmer.
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Jakobs_Weg
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Re: Proteste in Tunesien
LG, Jakobs_Weg
Nein, nicht alle Orientalen sind Beznesser!
Nein, nicht alle Orientalen sind Beznesser!
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Micky1244
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Re: Proteste in Tunesien
Über Jahre wurden die Bilder von Ben Ali zensiert, die gfernzte (danke, ich finde die österreichischen Ausdrücke überaus lebendig und liebenswert, danke für den Link )Jakobs_Weg hat geschrieben:Liebe Micky,
hierorts würde man sagen, er schaut so richtig"gfernzt" und
"hinterfotzig" drein.
Variante war mir neu. Ich kenne ihn nur als ewig jungen würdigen Staatsmann.
Liebe Grüße, Micky
"Lass uns angeln gehen", sagte der Haken zum Wurm.
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Jakobs_Weg
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Re: Proteste in Tunesien
„Sind für gemäßigten Islam“
Beobachter sind sich einig: Das Schreckgespenst des Islamismus hat Tunesiens gestürzten Machthaber Zine el Abidine Ben Ali jahrelang an der Macht gehalten. Doch auch wenn beim Volksaufstand der letzten Wochen radikalislamische Parolen weitgehend fehlten, sehen auch Tunesiens Islamisten im Umbruch des Landes nun ihre Chance auf ein Comeback.
Im Mittelpunkt steht die 1991 von Ben Ali verbotene Ennahdha (Wiedererweckung), die größte islamistische Organisation des Landes. Geleitet wird die Partei von dem in Tunesien in Abwesenheit zu lebenslanger Haft verurteilten Rached el Ghannouchi geleitet, der bereits die Rückkehr aus seinem Londoner Exil ankündigte.
Von Muslimbrüdern ispiriert
Inspiriert von der ägyptischen Muslimbruderschaft im Jahr 1981 von einigen Intellektuellen gegründet, wurde Ennahdha in Tunesien zunächst toleriert. Mit der Wahl 1989, bei der die Islamisten mit einer „unabhängigen Liste“ 17 Prozent der Stimmen auf sich vereinen konnten, begann die Verfolgung der Parteimitglieder. 1991 wurde die Partei verboten.
(...)
Fehlende Akzeptanz?
Mouhieddine Cherbib vom Komitee für den Respekt der Freiheiten und Menschenrechte in Tunesien bezweifelt unterdessen, dass die Islamisten schon bald zu einer gewichtigen Macht im Land werden könnten. „Sie haben hier keinen Nährboden und sind der jungen Bevölkerung kaum bekannt“, so Cherbib gegenüber AFP. Die Islamisten seien keine geeinte Bewegung, und die Bevölkerung sei ihnen gegenüber gespalten. „Einige betrachten sie als gemäßigt, andere sehen in ihnen den islamistischen Wolf, der umherstreunt“, so Cherbib. In den Protesten hätten die Menschen zudem nicht nach mehr Islamismus verlangt, „sondern nach Demokratie und Freiheit“.
Der Politologe Larbi Chaouikha teilt diese Einschätzung. „Sobald wir die Demokratie ausgerufen haben, spricht nichts gegen Ennahdha als anerkannte politische Partei. Aber als weltliche Aktivisten? Da habe ich so meine Zweifel“, sagte Chaouikha im Gespräch mit AFP. „Ist Ennahdha bereit, die Rechte der Frauen zu respektieren, die Trennung zwischen Religion und Politik, kurz: die allgemeingültigen Menschenrechte?“
Zum Artikel
Islamisten wollen mitreden
© ORF.at
Beobachter sind sich einig: Das Schreckgespenst des Islamismus hat Tunesiens gestürzten Machthaber Zine el Abidine Ben Ali jahrelang an der Macht gehalten. Doch auch wenn beim Volksaufstand der letzten Wochen radikalislamische Parolen weitgehend fehlten, sehen auch Tunesiens Islamisten im Umbruch des Landes nun ihre Chance auf ein Comeback.
Im Mittelpunkt steht die 1991 von Ben Ali verbotene Ennahdha (Wiedererweckung), die größte islamistische Organisation des Landes. Geleitet wird die Partei von dem in Tunesien in Abwesenheit zu lebenslanger Haft verurteilten Rached el Ghannouchi geleitet, der bereits die Rückkehr aus seinem Londoner Exil ankündigte.
Von Muslimbrüdern ispiriert
Inspiriert von der ägyptischen Muslimbruderschaft im Jahr 1981 von einigen Intellektuellen gegründet, wurde Ennahdha in Tunesien zunächst toleriert. Mit der Wahl 1989, bei der die Islamisten mit einer „unabhängigen Liste“ 17 Prozent der Stimmen auf sich vereinen konnten, begann die Verfolgung der Parteimitglieder. 1991 wurde die Partei verboten.
(...)
Fehlende Akzeptanz?
Mouhieddine Cherbib vom Komitee für den Respekt der Freiheiten und Menschenrechte in Tunesien bezweifelt unterdessen, dass die Islamisten schon bald zu einer gewichtigen Macht im Land werden könnten. „Sie haben hier keinen Nährboden und sind der jungen Bevölkerung kaum bekannt“, so Cherbib gegenüber AFP. Die Islamisten seien keine geeinte Bewegung, und die Bevölkerung sei ihnen gegenüber gespalten. „Einige betrachten sie als gemäßigt, andere sehen in ihnen den islamistischen Wolf, der umherstreunt“, so Cherbib. In den Protesten hätten die Menschen zudem nicht nach mehr Islamismus verlangt, „sondern nach Demokratie und Freiheit“.
Der Politologe Larbi Chaouikha teilt diese Einschätzung. „Sobald wir die Demokratie ausgerufen haben, spricht nichts gegen Ennahdha als anerkannte politische Partei. Aber als weltliche Aktivisten? Da habe ich so meine Zweifel“, sagte Chaouikha im Gespräch mit AFP. „Ist Ennahdha bereit, die Rechte der Frauen zu respektieren, die Trennung zwischen Religion und Politik, kurz: die allgemeingültigen Menschenrechte?“
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LG, Jakobs_Weg
Nein, nicht alle Orientalen sind Beznesser!
Nein, nicht alle Orientalen sind Beznesser!
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furiosa
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- Registriert: 02.04.2008, 16:18
Re: Proteste in Tunesien
Ähm, für Konzessionen Schmiergeld zu verlangen, ist aber auch Unrecht.Heidi hat geschrieben:berberblut hat geschrieben:
...
keine Konzession = Unrecht
auch in Tunesien müssen Gesetze befolgt werden und das mit den Polizisten ist reine Vermutung von dir
LG Heidi
Dann ist ja die Variante ohne Bewilligung zu vekaufen eigentlich die bessere. Wenigstens gibt es dann nur eine strafbare Handlung, bei Bestechung sind es gleich zwei...
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luna2000
- Beiträge: 1037
- Registriert: 08.11.2008, 01:26
Re: Proteste in Tunesien
Die Frage ist doch vielmehr: Ist das tunesische Volk mehrheitlich bereit, die Rechte der Frauen zu respektieren?Jakobs_Weg hat geschrieben:„Sind für gemäßigten Islam“
Beobachter sind sich einig: Das Schreckgespenst des Islamismus hat Tunesiens gestürzten Machthaber Zine el Abidine Ben Ali jahrelang an der Macht gehalten. Doch auch wenn beim Volksaufstand der letzten Wochen radikalislamische Parolen weitgehend fehlten, sehen auch Tunesiens Islamisten im Umbruch des Landes nun ihre Chance auf ein Comeback.
Im Mittelpunkt steht die 1991 von Ben Ali verbotene Ennahdha (Wiedererweckung), die größte islamistische Organisation des Landes. Geleitet wird die Partei von dem in Tunesien in Abwesenheit zu lebenslanger Haft verurteilten Rached el Ghannouchi geleitet, der bereits die Rückkehr aus seinem Londoner Exil ankündigte.
Von Muslimbrüdern ispiriert
Inspiriert von der ägyptischen Muslimbruderschaft im Jahr 1981 von einigen Intellektuellen gegründet, wurde Ennahdha in Tunesien zunächst toleriert. Mit der Wahl 1989, bei der die Islamisten mit einer „unabhängigen Liste“ 17 Prozent der Stimmen auf sich vereinen konnten, begann die Verfolgung der Parteimitglieder. 1991 wurde die Partei verboten.
(...)
Fehlende Akzeptanz?
Mouhieddine Cherbib vom Komitee für den Respekt der Freiheiten und Menschenrechte in Tunesien bezweifelt unterdessen, dass die Islamisten schon bald zu einer gewichtigen Macht im Land werden könnten. „Sie haben hier keinen Nährboden und sind der jungen Bevölkerung kaum bekannt“, so Cherbib gegenüber AFP. Die Islamisten seien keine geeinte Bewegung, und die Bevölkerung sei ihnen gegenüber gespalten. „Einige betrachten sie als gemäßigt, andere sehen in ihnen den islamistischen Wolf, der umherstreunt“, so Cherbib. In den Protesten hätten die Menschen zudem nicht nach mehr Islamismus verlangt, „sondern nach Demokratie und Freiheit“.
Der Politologe Larbi Chaouikha teilt diese Einschätzung. „Sobald wir die Demokratie ausgerufen haben, spricht nichts gegen Ennahdha als anerkannte politische Partei. Aber als weltliche Aktivisten? Da habe ich so meine Zweifel“, sagte Chaouikha im Gespräch mit AFP. „Ist Ennahdha bereit, die Rechte der Frauen zu respektieren, die Trennung zwischen Religion und Politik, kurz: die allgemeingültigen Menschenrechte?“
Zum ArtikelIslamisten wollen mitreden
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Tatiana
- Beiträge: 481
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Re: Proteste in Tunesien
Warums stellst du diese Frage , Luna, wenn DU die Antwort für dich schon kennst?
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Moppel
- Beiträge: 1959
- Registriert: 12.06.2009, 13:12
Re: Proteste in Tunesien
Hallo
Alles was da aufgezählt wurde, widerspricht islamischen Prinzipien und Ennahdha ist angetreten diese zu vertreten. Tunesien wird in den nächsten Jahren sehr islamisch werden.
Gruss
Rene
Nein, das ist er nicht......
Der Politologe Larbi Chaouikha teilt diese Einschätzung. „Sobald wir die Demokratie ausgerufen haben, spricht nichts gegen Ennahdha als anerkannte politische Partei. Aber als weltliche Aktivisten? Da habe ich so meine Zweifel“, sagte Chaouikha im Gespräch mit AFP. „Ist Ennahdha bereit, die Rechte der Frauen zu respektieren, die Trennung zwischen Religion und Politik, kurz: die allgemeingültigen Menschenrechte?“
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Alles was da aufgezählt wurde, widerspricht islamischen Prinzipien und Ennahdha ist angetreten diese zu vertreten. Tunesien wird in den nächsten Jahren sehr islamisch werden.
Gruss
Rene
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Sindbad
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- Registriert: 17.06.2010, 15:33
Re: Proteste in Tunesien
Hallo Tatiana,
geh doch einfach nicht darauf ein, Sie hatte wohl lange niemanden enttarnt.
Auch Moppels Behauptung in Zukunft wird Tunesien sehr islamistisch werden, bleibt nur eine Behauptung, auch wenn er einen Arbeitskollegen gefragt hat der alles wieder weiß.
Tunesien war noch nie radikal schon vor Ben Ali nicht. Eine Gefahr besteht zwar, aber das Volk wird entscheiden, vorher bleibt alles eine Spekulation nicht mehr und nicht weniger.
Abwarten...
Sindbad
geh doch einfach nicht darauf ein, Sie hatte wohl lange niemanden enttarnt.
Auch Moppels Behauptung in Zukunft wird Tunesien sehr islamistisch werden, bleibt nur eine Behauptung, auch wenn er einen Arbeitskollegen gefragt hat der alles wieder weiß.
Tunesien war noch nie radikal schon vor Ben Ali nicht. Eine Gefahr besteht zwar, aber das Volk wird entscheiden, vorher bleibt alles eine Spekulation nicht mehr und nicht weniger.
Abwarten...
Sindbad
I refuse to engage in a battle of wits with an unarmed person./ Ich würde mich gerne geistig mit dir duellieren, aber ich sehe du bist unbewaffnet
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Anaba
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Re: Proteste in Tunesien
Weitere Proteste in Tunesien
Tausende trauen der Übergangsregierung nicht
Die tunesische Übergangsregierung um Ministerpräsident Mohammed Ghannouchi hat trotz weiterer Reformversprechen bei vielen Bürgern noch kein Vertrauen gewonnen. Tausende Menschen protestierten am Samstag erneut gegen die derzeitige Staatsführung.......
http://www.tagesschau.de/ausland/tunesien330.html
Tausende trauen der Übergangsregierung nicht
Die tunesische Übergangsregierung um Ministerpräsident Mohammed Ghannouchi hat trotz weiterer Reformversprechen bei vielen Bürgern noch kein Vertrauen gewonnen. Tausende Menschen protestierten am Samstag erneut gegen die derzeitige Staatsführung.......
http://www.tagesschau.de/ausland/tunesien330.html
Liebe Grüße
Anaba
Administratorin
anaba@1001Geschichte.de
“Am Ende wird die Wahrheit siegen, über Ängste und gut getarnte Lügen.
Am Ende wird sich alles fügen und was jetzt am Boden liegt, wird schließlich lächelnd fliegen...“
Hans Kupka, hingerichtet 1942
Anaba
Administratorin
anaba@1001Geschichte.de
“Am Ende wird die Wahrheit siegen, über Ängste und gut getarnte Lügen.
Am Ende wird sich alles fügen und was jetzt am Boden liegt, wird schließlich lächelnd fliegen...“
Hans Kupka, hingerichtet 1942
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Sindbad
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- Registriert: 17.06.2010, 15:33
Re: Proteste in Tunesien
Hallo,
das ist interessant, das ausgerechnet die Polizei demonstriert
Sindbad
das ist interessant, das ausgerechnet die Polizei demonstriert
Sindbad
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