Arabischer Frühling in Ägypten

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morena
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Re: Arabischer Frühling in Ägypten

Beitrag von morena » 11.07.2013, 00:45

Roseline hat geschrieben:
Bocanda hat geschrieben:
karol hat geschrieben:Das habe ich schon lange verstanden, dass ihr hier keine Muslime haben wollt, aber was hat das mit dem arabischen Frühling, bzw. mit der jetzigen Lage in Ägypten zu tun? :?:
Ich verstehe Dein Post nicht. Sie können doch gern kommen. Anpassung an unsere christlich Kultur ist gefragt und dann klappts auch mit den Nachbarn :wink: . Aber es kann nicht sein, dass wir uns hier jeden Quatsch gefallen lassen müssen und muslimische Werte unser Leben beeinflussen.

Christlich?? :shock: Sag doch lieber Aufklärung

lg Roseline
Roseline, unsere Kultur ist vom christlichen Glauben geprägt, unsere Traditionen unsere Gesetze und unsere Geschichte. Die Aufklärung (der Vormärz) ist ebenfalls eine Entwicklung gewesen, die - wie andere - ihren Ursprung in dieser 2.000 Jahre alten (Kultur-)Geschichte hat.

Roseline
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Re: Arabischer Frühling in Ägypten

Beitrag von Roseline » 11.07.2013, 00:47

Bocanda hat geschrieben:Wir feiern jedes Jahr Weihnachten und Ostern. Im Religionsunterricht in den Schulen wird der christliche Glauben erklärt und die meisten lassen sich konfirmieren.

Aber wenn Dir aufgeklärt besser gefällt, dann auch das. Aufgeklärt, informiert und frei.
Ja das tut es.

Denn die Konformation machen viele des Geldes wegen, Weihnachten und Ostern wird bei den meisten aus Traditionsgründen, weniger des Glaubens wegen gefeiert.
Wenn ich christliche Kultur gegen muslimische Werte lese, erinnert mich das an einen Glaubenskrieg 2013

lg Roseline

Bocanda
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Re: Arabischer Frühling in Ägypten

Beitrag von Bocanda » 11.07.2013, 00:53

Aus welchen Gründen sich jemand konfirmieren läßt, warum Weihnachten gefeiert wird, bleibt letztlich jedem selbst überlassen. Die Freiheit haben wir und die kann sich jeder nehmen. Vom Glaubenskrieg sind wir weit entfernt. Warum sollten wir den auch führen?
Jeder kann selbst entscheiden wieviel Glauben er zulässt und muss sich das nicht von den Eltern, der Gesellschaft, oder einem Pastor aufzwingen lassen
Liebe Grüße
Bocanda



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Roseline
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Re: Arabischer Frühling in Ägypten

Beitrag von Roseline » 11.07.2013, 01:09

Bocanda hat geschrieben:Aus welchen Gründen sich jemand konfirmieren läßt, warum Weihnachten gefeiert wird, bleibt letztlich jedem selbst überlassen. Die Freiheit haben wir und die kann sich jeder nehmen. Vom Glaubenskrieg sind wir weit entfernt. Warum sollten wir den auch führen?
Jeder kann selbst entscheiden wieviel Glauben er zulässt und muss sich das nicht von den Eltern, der Gesellschaft, oder einem Pastor aufzwingen lassen

Richtig Bocanda. Aber das hat weniger mit dem christlichen Glauben zu tun, denn der bestimmt sehr wohl, warum du Weihnachten feierst oder dich konformieren lässt. Eher dann schon christliche/abendländische Geschichte.

Genauso sollten aber auch Muslime bestimmen dürfen, wie und aus welchen Gründen sie Ramadan feiern...ohne dass die Gesellschaft mit den Finger drauf zeigt. Ramadan mit Völlerei am Abend ist für uns sinnfrei, aber eine Konformation nur wegen des Geldes zu machen im Grunde genauso...beides trifft nicht unbedingt den Sinn der Sache.Grenzen gibt es wenn die Arbeit oder andere darunter leiden.
Das mit der Glaubensfreiheit ist so eine Sache...

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morena
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Re: Arabischer Frühling in Ägypten

Beitrag von morena » 11.07.2013, 01:18

Roseline, Dir scheint der Unterschied zwischen persönlichem Glauben, Kultur, Traditionen, Werten nicht klar zu sein.
Aber es scheint Dir sehr wichtig zu sein, den Islam hier zu verteidigen, obwohl Du vom christlichen GLAUBEN nicht viel Ahnung hast. Leider sind es sehr oft die Menschen, die weder ihre eigene Kultur noch deren Grundlagen kennen, die kein Problem damit haben, andere Kulturen super toll zu finden, zu konvertieren usw., um dann festzustellen, dass es genau das ist, was Ehen, das Zusammenleben, das Verständis überhaupt so schwer machen und letztlich scheitern lässt - sollte nicht einer sich komplett unterordnen.
Wenn für Dich christliche Kultur als Ausdruck ein Schock ist und Du das gerne durch "Aufklärung" ersetzt sehen möchtest, dann fehlt Dir sehr viel Wissen über Deinen eigenen Kulturkreis. Dann muss man eine Diskussion auch beenden, weil man von zweierlei Dingen und aneinander vorbeiredet.
Zuletzt geändert von morena am 11.07.2013, 01:24, insgesamt 1-mal geändert.

Bocanda
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Re: Arabischer Frühling in Ägypten

Beitrag von Bocanda » 11.07.2013, 01:22

Genauso sollten aber auch Muslime bestimmen dürfen, wie und aus welchen Gründen sie Ramadan feiern...ohne dass die Gesellschaft mit den Finger drauf zeigt. Ramadan mit Völlerei am Abend ist für uns sinnfrei, aber eine Konformation nur wegen des Geldes zu machen im Grunde genauso...beides trifft nicht unbedingt den Sinn der Sache.Grenzen gibt es wenn die Arbeit oder andere darunter leiden.
Das mit der Glaubensfreiheit ist so eine Sache...
Liebe Roseline,

ich habe kein Problem damit, dass sie tagsüber hungern und sich abends den Bauch vollschlagen. Ich habe nur etwas dagegen wenn sie auf Grund dessen hier die Arbeitsleistung nicht erbringen und dann blau machen auf gelben Schein. Ich spreche nicht von allen, das möchte ich erneut betonen. Was sie in Ihren Heimatländern machen, können sie getrost tun, aber hier eben nicht. Wir haben kulturell bedingt andere Werte.

Wir haben Tierschutzgesetze. Ein Tier in der Badewanne zu töten oder auf dem Balkon ist gegen Hygienvorschrift und es einfach so ausbluten zu lassen ist unmenschlich.

Es ist schon merkwürdig wieviel Gläubige es zum Ramadan gibt. Aber das ganze restliche Jahr wird unverheiratet rumgev...., Gras geraucht, getrunken, und sogar der Ramadan wird mit Sex gebrochen.

Ich weiß nicht, ob Du jemals ein Schaf oder eine Ziege zum Opferfest gekauft hast. Unsummen werden für dieses Fest ausgegeben, und dann das Zuckerfest. Oftmals finanziert duch Europäische Frauen, die meinen wahnsinnig tolerant sein zu müssen.

Fazit: in den eigenen Heimatländern gern. Hier bitte nicht. Dann sollten Moslems auch auf christliche Feiertage verzichten. Aber so gläubig ist dann keiner das zu tun. :roll:
Liebe Grüße
Bocanda



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Re: Arabischer Frühling in Ägypten

Beitrag von Roseline » 11.07.2013, 02:51

Bocanda hat geschrieben:
Genauso sollten aber auch Muslime bestimmen dürfen, wie und aus welchen Gründen sie Ramadan feiern...ohne dass die Gesellschaft mit den Finger drauf zeigt. Ramadan mit Völlerei am Abend ist für uns sinnfrei, aber eine Konformation nur wegen des Geldes zu machen im Grunde genauso...beides trifft nicht unbedingt den Sinn der Sache.Grenzen gibt es wenn die Arbeit oder andere darunter leiden.
Das mit der Glaubensfreiheit ist so eine Sache...
Liebe Roseline,

ich habe kein Problem damit, dass sie tagsüber hungern und sich abends den Bauch vollschlagen. Ich habe nur etwas dagegen wenn sie auf Grund dessen hier die Arbeitsleistung nicht erbringen und dann blau machen auf gelben Schein. Ich spreche nicht von allen, das möchte ich erneut betonen. Was sie in Ihren Heimatländern machen, können sie getrost tun, aber hier eben nicht. Wir haben kulturell bedingt andere Werte.

Wir haben Tierschutzgesetze. Ein Tier in der Badewanne zu töten oder auf dem Balkon ist gegen Hygienvorschrift und es einfach so ausbluten zu lassen ist unmenschlich.

Es ist schon merkwürdig wieviel Gläubige es zum Ramadan gibt. Aber das ganze restliche Jahr wird unverheiratet rumgev...., Gras geraucht, getrunken, und sogar der Ramadan wird mit Sex gebrochen.

Ich weiß nicht, ob Du jemals ein Schaf oder eine Ziege zum Opferfest gekauft hast. Unsummen werden für dieses Fest ausgegeben, und dann das Zuckerfest. Oftmals finanziert duch Europäische Frauen, die meinen wahnsinnig tolerant sein zu müssen.

Fazit: in den eigenen Heimatländern gern. Hier bitte nicht. Dann sollten Moslems auch auf christliche Feiertage verzichten. Aber so gläubig ist dann keiner das zu tun. :roll:
Hallo Bocanda,
bei der Arbeit stimme ich dir zu, das würde zu weit gehen.,..genauso bei der Schule, wenn sie denken sie hätten das Recht während Ramadan zu schwänzen.

An Tierschutzgesetze müssen sich auch Muslime halten, wobei ich mich frage, warum dann die Massentierhaltung nicht angesprochen wird. Denn das ist ein Teil von "unserer" Kultur. Tiere leben oft zusammengepfercht im engsten Raum und werden mit irgendwelchen komischen Futtermitteln zugestopft. Essen wird weggeschmissen, und das manchmal in solchen Mengen und in wahnsinnig guter Qualität, dass man denkt wir hätten zuviel von allem. Auch in "unserer" Kultur mit "unseren" Werten gibts noch genug unmenschliches, das findet sich nicht nur bei den "muslimischen" Werten.
Alles andere wäre Heuchelei..nicht besser als die "Pseudo-Gläubigen"

Ich hab schon geschrieben, dass ich diese Doppelmoral auch nicht versteh..und erst Recht nicht so leben könnte! Aber wie du schon gesagt hast, es ist jedem selber überlassen, wie sie ihren glauben leben...niemand wird gezwungen.
Deshalb haben auch Muslime das Recht, solange sie andere nicht schaden.
Als Heuchelei könnte es auch bezeichnet werden, wenn man Weihnachten nur wegen der Geschenke feiert...oder nicht?
Oder Ostern. In der Schule hat man Pfingstferien, aber frag mal die Leute hier warum man Pfingsten feiert und was das überhaupt ist. Du wirst eine eindeutige Antwort bekommen. Den meisten wird es wurscht sein, und sie werden es auch nicht feiern.Aber darauf verzichten will man dann auch nicht, denn dann hätte man ja keinen Urlaub.
Und dann nennt man das ganze "christlich"..naja :wink:

Europäische Frauen auszunutzen steht auf nem anderen Blatt, das ist so oder so widerlich! Aber nicht jedes Zuckerfest wird von europäischen Frauen finanziert. Und sieh es mal so, in der arabischen Welt wird auch einiges für Hochzeiten ausgegeben, aber im Grunde schneiden sie sich damit ins eigene Fleisch. Denn in einem armen Land können sich die wenigsten das leisten, und Liebe wird immer vom materiellen/sozialen Status abhängen.
DAS ist zum Beispiel ein Punkt, in denen " unsere " Werte sehr wohl überlegen sind..sind wir doch froh drum! :wink:

Lg Roseline

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Re: Arabischer Frühling in Ägypten

Beitrag von Anaba » 11.07.2013, 07:05

Roseline hat geschrieben:
Als Heuchelei könnte es auch bezeichnet werden, wenn man Weihnachten nur wegen der Geschenke feiert...oder nicht?
Oder Ostern. In der Schule hat man Pfingstferien, aber frag mal die Leute hier warum man Pfingsten feiert und was das überhaupt ist. Du wirst eine eindeutige Antwort bekommen. Den meisten wird es wurscht sein, und sie werden es auch nicht feiern.Aber darauf verzichten will man dann auch nicht, denn dann hätte man ja keinen Urlaub.
Und dann nennt man das ganze "christlich"..naja :wink:

Lg Roseline
Was du Heuchelei nennst ist für mich Freiheit.
Denn hier ist es völlig egal, ob du diese Feiertage aus Glaubensgründen feierst oder einfach weil es auch eine schöne Tradition ist, die du weiterführen möchtest.
Keiner erwartet von dir in die Kirche zu gehen oder anderen etwas vorzuspielen.
Das ist aber beim Ramadan völlig anders. Da stehen die Menschen unter Druck und müssen mitmachen.
Es kann einem Moslem, der am Tage einen Kaffee trinkt, passieren, dass ihn anderen Muslime anpöbeln und darauf hinweisen, das er eine Schande für alle ist.
Sie müssen sich der Community anpassen, weil einer auf den anderen achtet und sich nur wenige wagen, sich dagegenzustellen.
Allein deshalb hinkt dein Vergleich mit den Christen.
Sie haben die Freiheit ihre Religion so zu leben, wie sie mögen oder eben auch nicht.
Sie sind im Gegensatz zu Muslimen keinem Druck ausgesetzt.
Liebe Grüße
Anaba

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Re: Arabischer Frühling in Ägypten

Beitrag von Bocanda » 11.07.2013, 07:21

Liebe Roseline,

selbstverständlich gibt es auch in unserem Land Dinge, die geändert werden müssen. Ich finde auch, dass es die Aufgabe eines jeden Bürgers ist, Ungerechtigkeiten und Mängel aufzuweisen und nach den eigenen Möglichkeiten zu ändern. Aber sie passieren eben hier.

Ich möchte ganz deutlich machen, dass sich Muslime hier in Deutschland an uns anpassen müssen. Genauso wie ich mich in Ägypten an die Lebensumstände dort anpassen müsste. Daher würde ich auch nie einen Fuß in dieses Land setzen. Aber Muslime kommen nach Europa, um hier Ihre Wertvorstellungen auszuweiten. Dagegen wehre ich mich und kotzt mich an. Diese Vollverschleierten, die mit Deutschland so wenig zu tun haben wie ich mit Ägypten. Sie leben hier, also runter mit dem Zeugs. Sie wollen Fleisch, dann bitte im Supermarkt um die Ecke und kaufen. Weil hier Deutschland/Europa ist.

Ich kann auch die Aufregung, die am Anfang des Stranges herrschte überhaupt nicht nachvollziehen. Jeder wünscht doch den Menschen in Ägypten ein freies, friedliches und zufriedenes Leben. Nur sehe ich es eben auch wie die meisten hier, dass den Ägyptern die Religion im Weg steht und sie es daher einfach nicht schaffen. Sie stehen darauf ihre Frauen zu unterdrücken, um ihre eigene kleine Machtposition innerhalb der Familie zu sichern. Und genau da fängt es doch an. Die selbsternannten Könige in den Familien, die Verlierer im echten Leben. Was in den Familien im Kleinen passiert, wird momentan im großen Stil ausgelebt. Macht!!!!!!!! darum geht es doch in erster Linie. Diese Vergwaltigungen am Tahir Platz (und auch sonstwo) sprechen doch Bände.

Auch wenn es mir hier niemand glaubt, da hier meine Einstellung zu Ägypten hinlänglich bekannt ist....ich wünsche diesem Land ein unblutiges und gewaltfreiens Ende der Unruhen und ein miteinander Sprechen und aneinander annähern.....trotzdem, ich glaube nicht daran. :)
Liebe Grüße
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Re: Arabischer Frühling in Ägypten

Beitrag von Zwoelfe » 11.07.2013, 07:30

Nachdem ich mich hier tapfer durch den gesamten Thread geackert habe , sehe ich dass das hier genau so läuft wie in jeder anderen Plattform auch : von zwei , drei Leuten wird der Islam verteidigt , der Rest sieht das anders , traut sich aber nicht , konkret was zu sagen . Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel , denn auch hier gibt es Menschen , die sich ihre klare Meinungsäußerung nicht verbieten lassen , obwohl sie dann als "rächts" gelten könnten ... allein diese verballhornte Schreibweise zeigt doch auf , wo wir in puncto Meinungsfreiheit stehen . Ich würde mich als konservativ bezeichnen , also eher rechts . Punkt . Bei mir stimmt dieser "dämliche" Satz : wer lange genug nach links geht , kommt irgendwann nach rechts .

Über den Denkansatz , dass viele Menschen - besonders Frauen - von anderen Kulturen und anderen Glauben faszieniert sind , habe ich den einen oder anderen geistigen Klimmzug gemacht . Ja , ich denke auch , dass das viel damit zu tun hat , dass sie die traditionelle Lebensweise (gern Kultur genannt) die echte Kultur wie Theater , Kunst oder Literatur kaum noch nahe gebracht bekommen . Ganz klare Ansage : sie sollen darum wissen - um selbst zu entscheiden , wo und wie sie leben .

Aus einem christlich - atheistischen Haushalt stammend , hat mich Religion schon immer interessiert . Zweimal mit einem Muslim verheiratet - die sich beide nicht besonders für die Religion interessierten und nienich auf die Idee gekommen wären,. für Ramadan auf die Teilhabe am Arbeitsleben zu verzichten - habe ich den Koran schon vor 40 Jahren gelesen . Na klar habe ganz schnell die Stelle vom Schlagen der Frauen gefunden mit der Fußnote , dass die Schläge mit einem Strohhalm ausgeführt werden sollen . Ich las aber auch mehrfach die Bibel - AT und NT - und informierte mich weitmöglichst über nordischen Glauben. Viele unserer heutigen - auch christlichen Traditionen bishin zur Politik - fußen auf diesem alten Glauben . Ich habe mich ganz ernsthaft mit bekenneden Heiden über das Runenalphabet unterhalten : Kommt Fehu wirklich an den Anfang oder könnte das auch eine andere Rune sein ... Später habe ich einen einjährigen Lehrgang in Theologie gemacht - Fernziel Horniss- ähm Diakonisse zu werden - habe aber ab einem bestimmten Punkt das Projekt "inne Tonne getreten" . Der Punkt war erreicht , als ich begriff , warum der Papst das gemeinschaftliche Abendmahl von Evangelen und Katholen gar nicht erlauben kann : das Brot ist bei den Evangelen nur so lange heilig (der Leib Christi) wie es in den Händen des Pastors ist , danach kann es an Hungrige weiter gegeben werden zum Essen - während bei den Katholen das Brot durchgehend heilig ist und niemandes Hunger stillen wird ... ohmannohmann ... das ist bestenfalls gut für eine Quizshow als "Jokerwissen" , sollte aber im realen Leben doch nicht bestimmend sein !

Fehu , Ramadan , Ökomene ... meiner Ansicht nach war es ein Fehler , dem Islam Rechte einzuräumen . Man hat hier die Gelegenheit verpaßt , die Christlichen Kirchen zurecht zu stutzen . Im privaten Bereich soll jeder glauben was er möchte . Ich bin immer noch davon überzeugt , dass der Glaube grade in Krisensituationen eine große Hilfe ist - aber im offiziellen Raum nichts zu suchen hat - auch bekleidungsmäßig nicht . Interessant dazu ist , wie globale Konzerne das Auftreten der Mitarbeiter festlegen wie zB. keine Gespräche über Religion und keine Witze machen , weil man ja nicht wissen kann , ob man einen anderen dadurch beleidigt .

Wie soll denn die Arbeitswelt aussehen ? Alle Katholiken kommen sonntags nicht zum Dienst , da es ein heiliger Tag ist ? Muslime können freitags keine Spätschicht machen ? Der Chinese arbeitet zum chinesischen Neujahrsfest nicht ? Wer den Verdacht hat , da kein frei/Urlaub zu bekommen , holt vorsichtshalber den "Gelben" und fragt erst gar nicht den AG ?

Aber ich denke , so wenig wie sich der Arbeitgeben für Muslime und Ramadan interssiert , tut er selbiges auch nicht bei Mutter Normalverdienerin - soll die doch sehen , wie sie die Kinderbetreuung geregelt kriegt . Ausnahmen bestätigten auch hier die Regel , denn Firmen die versuchen , mit "Artenvielfalt" - neudeutsch Diversity Management - höhere Umsätze zu erzielen , werden anders handeln . Das wird aber die meisten AN nicht betreffen .

So , jetzt versuche ich mal , zum eigentlichen Thema zurück zu kehren :
karol hat geschrieben:Zwoelfe schreibt:
"Wäre das Arbeitsverhalten während des Ramadan für Muslime nicht mal ein Thema für den Zentralrat der Muslime ?
Vielleicht wüßten dann alle endlich mal , woran sie sind ."

Wenn man die vielen Fragen junger Muslime im Internet zu dem Thema betrachtet, auf jeden Fall! :!:
Wenn sich das viele junge! Muslime - am besten noch hier geboren oder aufgewachsen - fragen , dann habe wir als Aufnahmegesellschaft versagt , denn ihnen ist nicht bewußt , was die Natur der deutschen (Arbeits)gesellschaft ist .

Wenn hier schon der Islam sich dermaßen einengend und das Tagesgeschehen bestimmend auswirkt , wie soll dann in einem muslimischen Land wie Ägypten das Leben gestalten - zumal die MB und die Salafisten jetzt garantiert keine Ruhe geben werden ... und man staune : auch das Militär ist muslimischen Glaubens ... Der "Frühling" in den arabischen Ländern sollte für den Einzelnen etwas mehr Freiheit und zu essen bringen - wurde aber - meiner Meinung nach - aus Glaubensgründen voll vergeigt ... und Bildung dauert eben .

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Re: Arabischer Frühling in Ägypten

Beitrag von Elisa » 11.07.2013, 07:40

Rosaline, Du machst es Dir zu einfach.

Ramadan und Konfirmation kann man nicht vergleichen. Ramadan betrifft alle und Konfirmation ist ein ganz privates Fest.

Du könntest eine Konfirmation noch mit einem türkischen Beschneidungsfest (ich kenne die anderen nicht) vergleichen.
Bei letzterem werden die Geschenke jedes einzelnen Gastes am Mikrofon verlesen. Und das ist Tradition.

Ramadan kannst Du mit der Fastenzeit vergleichen. Aber ich persönlich habe in meinen 42 Jahren Berufsleben noch nie erlebt, dass jemand in der Fastenzeit frei gemacht hat.

Weihnachten kannst Du mit dem Zuckerfest vergleichen. Da schenkt man sich Lämmer, die aber keine mehr sind. Meine Bekannten schmeissen das Fleisch weg, weil es von zu alten Tieren stammt und entsprechend schmeckt, das aber nur weil es eben 'halal' geschlachtet wurde und das Fett nicht fachmännisch entfernt wurde.
Es ist ein Muss, am Zuckerfest andere zu beschenken. An Weihnachten kann man noch schenken, denn meine Freunde und ich haben beschlossen, uns nichts mehr zu schenken, da es keinen Sinn macht.

Ich denke, man kann erst mit Verachtung auf die eigene Kultur schauen, wenn man sie kennt. Und dass es materialistische Menschen gibt, wissen wir. Aber das ist eben halt keine Tradition, sondern ganz privater Egoismus.

Massentierhaltung ist auch nicht unsere Kultur. Die großen Bauern, die ich kenne, und aufgrund einer meiner Arbeitsstellen kenne ich viele, haben keine Massentierhaltung. Massentierhaltung, das sind meist Betriebe, die sich in den letzten Jahrzehnten gebildet haben, um die Supermarktketten zu beliefern, weil es Verbraucher gibt, die nur das billigste kaufen, und weil sie selbst gierig sind.
Wie lange gibt es Supermarktketten ? Dann weisst Du, wie alt diese 'Kultur' ist.

Und dann vergleichst Du mal die Massentierhaltung mit der Behandlung der Tier in islamischen Ländern.

Sie müssen sich an die Tierschutzgesetze halten, dass ich nicht lache. Fast niemand hält daran. Und dann kannst Du ja mal Dir die Freude machen, einmal bei so einer Halal - Schlachtung dabei zu sein.

Oder rede besser noch mit einer Tierschutzorganisation.

Ich kaufe halt fast nie Fleisch im Supermarkt, denn ich weiss dort nicht, wie die Tiere gehalten werden. Der Metzger ist auch nicht viel teurer.
Nur die meisten Käufer wissen vielleicht nicht mal, wie das Tier aussieht, das sie essen. Ich habe mit einem Schaf bei einem Umzug mitgemacht. Da wurde ich gefragt, um welche Hunderasse es sich handelt.

Und wenn ich sage, dass Ramadan nicht in unser Land gehört, so meine ich ganz einfach, dass ich nicht will, dass zukünftige Generation in einem so verarmten Land leben wie bis auf die Ölstaaten verarmten islamischen Länder, denn das ist die logische Konsequenz. Schau Dir die Stadtteile oder Städte an mit dieser Bevölkerung und Du kannst Dir ein Bild davon machen.
Ich weiss, dass es in unserer Demokratie auch nach Nachteile gibt, weil es Menschen gibt die Freiheit nur dazu benutzen, ihre abartigen Neigungen auszuleben, oder ganz einfach mit Freiheit nicht umgehen können. Aber dennoch möchte ich in einem Land leben, wo es keine Individuen gibt. Lieber Ertrage ich den Anblick von manchen doch arg fragwürdig Gekleideten als dass alle in einer Einheitskutte rumlaufen.

Also befasse Dich mal mit Deiner Kultur, ob christlich oder was auch immer.

Und dann wirst Du vielleicht auch merken, dass bestimmte Kulturen einfach nicht zusammenpassen und auch nicht zusammengeführt werden können, weil die Wertevorstellung einfach zu konträr ist.

Man kann eigentlich auch privat nur mit Menschen zusammenleben, die gleichen Grundwerte haben. Ein Bescheidener und ein Großkotz werden auf Dauer nicht zusammenleben können.

LG Elisa

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Re: Arabischer Frühling in Ägypten

Beitrag von Zwoelfe » 11.07.2013, 07:58

Elisa hat geschrieben:Rosaline, Du machst es Dir zu einfach.

Also befasse Dich mal mit Deiner Kultur, ob christlich oder was auch immer.

Und dann wirst Du vielleicht auch merken, dass bestimmte Kulturen einfach nicht zusammenpassen und auch nicht zusammengeführt werden können, weil die Wertevorstellung einfach zu konträr ist.

Man kann eigentlich auch privat nur mit Menschen zusammenleben, die gleichen Grundwerte haben. Ein Bescheidener und ein Großkotz werden auf Dauer nicht zusammenleben können.

LG Elisa
genau das wäre auch mein Fazit - allen anderen Versuchen zum Trotz . Im privaten Bereich ist die Entscheidungsfreiheit nocj am größten ... und die Segration geschieht in aller Stille .

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Re: Arabischer Frühling in Ägypten

Beitrag von Anaba » 11.07.2013, 08:25

karol hat geschrieben:Wie schon gesagt, hier in meinem Umfeld gibt es Ramadan-bezogen keine Probleme, da dies die Arbeitnehmer untereinander regeln. Der Chef wird damit gar nicht belästigt. Auch sind die Muslime hier sehr darauf bedacht, ihren Ruf beim "einheimischen Volk" nicht zu verlieren.:
Wie kann man den Ruf verlieren, weil man seinen religiösen Pflichten nachkommt?
Religion sollte privat bleiben und weder Arbeitgeber, noch Kollegen sollten damit behelligt werden.
Dann wird es auch keine Probleme geben.
Wenn allerdings diese Pflichten so schwer für den Einzelnen sind, dass er es nicht durchhält ohne Hilfe oder nur mit Tricks, dann stimmt doch was an den Regeln nicht.
Liebe Grüße
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Re: Arabischer Frühling in Ägypten

Beitrag von Efendi II » 11.07.2013, 08:34

Never hat geschrieben:Starte bitte den Eigenversuch in einem islamischen Land und stelle dich mit einem Plakat gegen islamische Regeln auf die Straße.

Dann erübrigt sich eine Diskussion mit Roseline. Die kann dann vermutlich nicht mehr hier schreiben.
Ich glaube dazu müßte sie nicht unbedingt extra in ein islamisches Land reisen.

Auch hier bei uns würde sie sofort die grünen Islamversteher gegen sich aufbringen, die ansonsten so viel von Natur- und Tierschutz faseln.

Schon aus Rücksicht auf ihr eigenes gesundheitliches Wohlbefinden und ihrer körperlichen Unversehrtheir würde ich von einer solchen Aktion dringend abraten.
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Re: Arabischer Frühling in Ägypten

Beitrag von Anaba » 11.07.2013, 08:34

karol hat geschrieben:Nachtrag zu meinen Worten:
"Die Muslime, die hier leben, kann man nicht einfach wieder zurück schicken, also muss ein Zusammenleben(oder zumindest ein Nebeneinanderleben) möglich sein, ohne dem anderen zu schaden. Dafür muss noch viel getan werden..."

Meine Meinung: Muslime müssen sich den Gesetzen und den Gepflogenheiten des Landes anpassen, in dem sie leben. Das sollte ja wohl jeder Mensch tun!
Hast du mal darüber nachgedacht, dass das Zusammenleben vor zwanzig Jahren viel besser geklappt hat, als heute?
Mach dir mal Gedanken, warum das so ist und woran das liegt.
Liebe Grüße
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Re: Arabischer Frühling in Ägypten

Beitrag von Efendi II » 11.07.2013, 08:39

karol hat geschrieben:Auch sind die Muslime hier sehr darauf bedacht, ihren Ruf beim "einheimischen Volk" nicht zu verlieren.
Ihren schlechten Ruf haben sich die Mohammedaner in den letzten Jahrzehnten doch selbst mühsam erarbeitet. Den haben sie schließlich nicht nur in Deutschland und Europa, sondern weltweit.

"Man kann Menschen aller Hautfarben, Rassen, Sprachen und Religionen in einen Staat integrieren – mit Ausnahme von Moslems."

“Ich würde heute sagen, wir können alle … Religionen und Rassen integrieren, außer dem Islam.”

(Regierungschef von Singapur Lee Kuan Yew)
Zuletzt geändert von Efendi II am 11.07.2013, 08:43, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Arabischer Frühling in Ägypten

Beitrag von Efendi II » 11.07.2013, 08:55

karol hat geschrieben:Efendi, was schlägst du dann vor? :?:
Wie sollte, deiner Meinung nach, mit den Muslimen umgegangen werden?
Den konsequenten Integrationsverweigerern sollte man nachdrücklich klarmachen, daß sie wieder in ihre Herkunftsländer zurückgehen müssen, wenn sie mit unserer Lebensweise nicht klar kommen und unsere Gesetze nicht akzeptieren können.

Religiöse Befindlichkeiten sind Privatsache und haben im öffentlichen Leben nichts zu suchen.
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Re: Arabischer Frühling in Ägypten

Beitrag von Anaba » 11.07.2013, 09:00

karol hat geschrieben:Anaba, ein dämlicher "Gutmensch" bin ich nicht!
Ja, die Politik hat in den letzten 20 Jahren geschlafen, was die Imigranten betrifft.
Ich weiß, dass Kaffeekränzchen zwischen Muslimen-und Nichtmuslimen gar nichts bringen und ich würde als Arbeitgeber keinen vom Hausarzt ausgestellten Krankenschein während Ramadan akzeptieren!
Auch würde ich den Martinsumzug nicht in Lichterumzug umtaufen, usw...
Trotzdem bin ich absoluter Gegner von P.I.!

Von "dämlich" oder "Gutmensch" wurde hie r nichts geschrieben.
"PI" ständig zu erwähnen, die reine Provokation.
Was willst du eigentlich, außer mal wieder frischen Wind reinzubringen?
In der letzten Zeit hast du dich für das Thema der Seite nicht interessiert.
Wenn es nicht um Ägypten geht interessiert dich unsere Seite doch schon längst nicht mehr.
Liebe Grüße
Anaba

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Re: Arabischer Frühling in Ägypten

Beitrag von Anaba » 11.07.2013, 09:04

Wie ich schon gesagt hatte, der Islam hat nur eine Chance, wenn die Religion zur Privatsache erklärt würde!
Ich würde es anders ausdrücken.
"Islam" durch "Zusammenleben" ersetzen.
Liebe Grüße
Anaba

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Re: Arabischer Frühling in Ägypten

Beitrag von Geena » 11.07.2013, 10:55

"Den konsequenten Integrationsverweigerern sollte man nachdrücklich klarmachen, daß sie wieder in ihre Herkunftsländer zurückgehen müssen, wenn sie mit unserer Lebensweise nicht klar kommen und unsere Gesetze nicht akzeptieren können.

An sich ein vernünftiger Vorschlag. Wobei zwischen "mit unserer Lebensweise nicht klar kommen " und " unsere Gesetze nicht akzeptieren" für mich ein großer Unterschied besteht. Unsere Gesetze sind eindeutig, da gibt es nichts zu deuteln.
Aber was ist mit "unserer Lebensweise"? Deine Lebensweise? Meine Lebensweise? Woran machen wir das fest? Nicht falsch verstehen, aber es wird kein Gesetz geben welches besagt, dass man einen Muslim wegen einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung während des Ramadan des Landes verweisen kann.
Vor allem: Was sind "konsequente Integrationsverweigerer" genau? Ich bin sicher, dass da schon hier im Forum die Meinungen sehr weit auseinandergehen.

Und wäre das nicht Diskussionszündstoff genug, gibt es da noch das AGG ( Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz), welches auf Druck der EU auch in Deutschland gilt. . Dieses besagt, dass niemand aufgrund seiner Religion , Kultur, seines Geschlechts..... benachteiligt werden darf.
Mit diesem Gesetz im Hintergrund ist eine o.g. Forderung nur schwerlich durchsetzbar.

Auch wenn ich die Mißstände hier durchaus erkenne, halte ich solche Diskussionen für müßig. Keine Partei, keine Bundesregierung wird sich aufgrund unserer geschichtlichen Vergangenheit dazu durchringen, hier härter durchzugreifen und in großem Stil Ausländer in ihre jeweiligen Heimatländer zurück schicken.
Viel besser sollte man sich mit Alternativen auseinandersetzen. Was kann man für eine bessere Integrationswilligkeit tun? Möglicherweise muss man an der einen oder anderen Stelle mit finanziellen Einbußen/Strafen agieren? Nur ein Ansatz, natürlich ist auch das nicht anders.

MfG
Geena
If your religion requires you to hate someone - YOU NEED A NEW RELIGION!!!

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