morena,morena hat geschrieben:Wenn ich hier lese "christliche Werte" gegen "islamische" Werte, fühle ich mich nicht mehr in 2013, sondern irgendwo in der Vergangenheit...weit züruck.
Ich habe es oben schon geschrieben, man MUSS nicht von einem extrem ins nächste stoplern. Gerade WEGEN unserer christlichen Geschichte sollten wir wissen, wozu "Wir müssen unsere christlichen Werte verteidigen" führt. Die schönste Geschichte nützt nichts, wenn man nicht daraus lernt. Ich bin weder extrem links, noch extrem rechts, noch Islam-sympatisant, noch hasse ich die Muslime. Ich distanziere mich von beiden Kategorien, weil für mich beide zu extrem sind.
Für Leute die nur noch schwarz-weiß denken KÖNNEN, mögen diese Gedankengänge wahrscheinlich unmöglich vorkommen.
Ich interessiere mich für andere Kulturen, was aber nicht heißt dass ich sie übernehme.
Und unsere Werte zeichnen sich auch dadurch aus, dass wir uns für andere Kulturen interessieren und nicht isoliert irgendwo vor uns hindümpeln. Oder nicht? Dass wir in einer Gesellschaft leben, in der viele Kulturen nebeneinander leben KÖNNEN gehört auch zu unseren Werten. Ein Unterschied noch zu der islamischen Welt.
Dann versteh ich aber nicht, warum gerade diese Werte die hier lobgepreist werden, gleichzeitig mehr oder weniger abgelehnt werden. Das heißt ja, dass man diese Werte, die uns auch von der islamischen Welt unterscheidet, eigentlich gar nicht unterstütz. Verstehst du was ich meine?
Roseline,
es geht im Islam nicht nicht um Werte nach unserem Verständnis. Er ist mit seinem allumfassenden Machtanspruch, der aber auch alles regelt, nicht
kompatibel mit unseren Werten und wird es niemals sein.Es gibt auch keinen Vergleich zu christlichen Werten, da hier Werte, wie Nächstenliebe, Vergebung
und Barmherzigkeit die Grundlagen sind, sowie die 10 Gebote. Zudem gibt es die Aufklärung, während der Islam so gültig ist wie vor 1.400 Jahren.
Nicht veränderbar.
Von welcher christlichen Geschichte sprichst Du ? Etwa den Kreuzzügen ? Dann schlage ich vor, die wahre Geschichte der Kreuzzüge zu lesen und die Gründe.
Von welchen anderen Kulturen redest Du im Zusammenhang mit Muslimen, die hier sind ? Oder meinst Du Traditionen, die hier ohne wenn und aber
gelebt werden wollen und durchgesetzt werden, ohne Rücksicht und Interesse an unserer Kultur und und unseren Werten.
Und es gehört nicht zu unseren Werten, dass viele Kulturen hier nebeneinander leben können. Das geht nur mit Kulturen, die ein ähnliches Wertesystem
haben wie wir und die gleiche Vorstellung eines demokratischen Staates haben und der Menschenrechte und Trennung von Religion und Staat.
Aussagen wie Schubladendenken und Schwarz- Weiss Denken sind Totschlagargumente, die nichts aussagen, sondern Menschen auf eine Linie bringen sollen.
Selbst die Muslime, die als integriert gelten und "eigentlich" nicht so "gläubig" erscheinen, werden sich immer dem Druck der Ummah beugen, wenn es darauf ankommt. Und wer den Koran und Islam kennt weiß, dass es gar nicht anders geht, ansonsten müssten sie den Islam leugnen.
Vielvölkerstaaten wie Jugoslawien z.B. haben und gezeigt, dass es niemals funktionieren kann und war lange klar. In einer Diktatur konnte so etwas
eine Weile gut gehen.
In islamischen Ländern werden nach und nach alle wirklichen Kulturgüter zerstört, da außer Allah, Mohammed und dem Koran /Islam nichts einen Wert hat.
ich rede unter anderem auch von der katholischen Kirche, die nicht wenig Dreck am Stecken hat. Und ich behaupte mal, dass auch die katholische Kirche schon einige Male die "Verteidigung der christlichen Werte" ausgerufen hat...gegen Hexen, Zauberer, Heiden, bis hin zu anderen Religionen.
Man darf nicht vergessen, dass es auch heute noch solche Leute gibt,...geh mal in die USA, da findest du noch hunderte von fundamentalistisch christlichen Gemeinschaften. Die werden akzeptiert, und bestimmen teilweise sogar prägend die Politik mit. Es gibt dort doch diese extreme Einteilung in Gut und Böse, mit Hilfe der Religion wird das Weltbild noch mehr vereinfacht.
Genau deshalb sträube ich mich davor, "christlich" zu sagen und bevorzuge Aufklärung...denn die erlaubt uns, die guten Werte wie Barmherzigkeit weiterzuführen, und das strikte "Du sollst keine Götter haben neben mir" (10 gebote) zu ignorieren oder zu hinterfragen.
Ich bin genauso dafür, dass der Islam so etwas wie eine Aufklärung braucht...die mehr der Glauben als Privatsache in Vordergrund stellt und sich von diesen strikten Regeln ohne Hinterfragung löst.
Und meiner Meinung nach passiert das vereinzelt schon, die Hinterfragung bzw. den Glauben mehr auf spirituelle Weise zu leben, man glaubt aber man praktiziert nicht mehr strikt. Ich beziehe das jetzt auch auf die islamischen Länder. Gründe warum sie das tun, hab ich schon geschrieben...Globalisierung usw.
Aber genau da gehen unsere Meinungen ziemlich auseinandern
lg Roseline