Heirat in Marokko Sept.2015

Austausch über gemachte Bezness-Erfahrungen in diesem Land

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Realistin
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Re: Heirat in Marokko Sept.2015

Beitrag von Realistin » 30.07.2015, 21:15

@ Franconia

Habe ich das jetzt richtig verstanden? Heute wird nicht mehr geprüft ob Frau/Mann den einreisenden Partner finanziell tragen kann :?: :oops:
1997 wurde meine finanzielle Situation derart durchleuchtet, obwohl es erstmal nur um ein Touristenvisum ging inkl. Verpflichtungserklärung.
Schöne Worte sind nicht immer wahr und wahre Worte sind nicht immer schön.

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Re: Heirat in Marokko Sept.2015

Beitrag von Caprice3886 » 30.07.2015, 21:17

Ich habe das Gefühl sie will/ kann sich einfach nicht in die andere Kultur hinein versetzen.

Die Argumente werden einfach abgeblockt und mit eigenartigen Argumenten "widerlegt". Blind vor Liebe in einem Cybertraum gefangen. Es ist einfach nur traurig zu sehen wie starr daran festgehalten wird.

Was ich mich frage, wie bringst Du alle unter einen Hut?! Arbeiten, Amtsbesuche, Informationen sammeln, Dein Kind, obwohl Du bei Deinen Elternwohnst wird ja sicher noch was im Haushalt anfallen. Vielleicht solltest Du Dir bei all dem Stress einfach mal ein wenig Ruhe gönnen und in Dich gehen. Ich glaube Du stehst im Moment einfach zu sehr unter Strom und klare Gedanken fassen zu können.

Franconia
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Re: Heirat in Marokko Sept.2015

Beitrag von Franconia » 30.07.2015, 21:27

Realistin hat geschrieben:@ Franconia

Habe ich das jetzt richtig verstanden? Heute wird nicht mehr geprüft ob Frau/Mann den einreisenden Partner finanziell tragen kann :?: :oops:
1997 wurde meine finanzielle Situation derart durchleuchtet, obwohl es erstmal nur um ein Touristenvisum ging inkl. Verpflichtungserklärung.
Ja, das hast du richtig verstanden (gilt für D, bei anderen EU-Ländern kann es anders sein bzw. ist anders)

Bei Nachzug eines ausl. Ehepartners zu einem/einer Deutschen ist LU + Wohnungsgröße egal, es muss nur ein Dach über dem Kopf vorhanden sein (kann auch gern bei den Eltern oder Freunden auf der Luftmatratze unterm Küchentisch genächtigt werden).
Bei Nachzug eines ausl. Ehepartners zu einem Ausländer in D sieht es anders aus. Da muss der LU gesichert sein (es darf kein Anspruch (auch nur theoretisch) auf ALG2 be- oder entstehen) und es gibt eine vorgeschrieben Mindestgröße der Wohnung.

Bei einem Tourivisum wird fast mehr verlangt/durchleuchtet als bei einem Visum zur Eheschließung ( da unterschiedlicher Zweck) und es wird auch öfter gesagt, es sei schwerer ein Tourivisum für D zu bekommen (aufgrund der Auflagen) als ein Visum zur Eheschließung oder zur FZF.
Wenn die Guten nicht kämpfen, werden die Schlechten siegen. (Platon)

Dalama
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Re: Heirat in Marokko Sept.2015

Beitrag von Dalama » 30.07.2015, 21:35

Franconia hat geschrieben:
Mignon hat geschrieben: ich wäre auch dafür, dass frisch angeheiratete ausländische Ehepartner zumindest für die ersten fünf Jahre keinen Anspruch auf Sozialleistungen haben. Aber das wird schwer umzusetzen sein.
Das wäre ein politisch nicht gewollter Rückschritt.

Ich musste meinen Ex vor 25 Jahren komplett selbst finanzieren. Da war nix mit Gutschein für Sprach- und Integrationskurs, nix mit Sozialhilfe (H4 gabs damals noch nicht) oder sonstigen "Zuckerchen" vom Staat wie heute.
Zum Glück war er keiner von der faulen Sorte und hat in Bezug auf "ich will arbeiten, egal was" auch Wort gehalten.

Standpunkt damals: wenn du was exotisches willst, dann musst du dir das leisten können.

Andere EU-Länder handhaben es auch heute noch so und bei uns wäre es wieder angebracht, denn es würde die Aufenthaltsehe erschweren bzw. so manche Frau würde/müsste es sich zweimal überlegen ob sie sich Habibi, Askim & Co leisten kann.
Ich wäre hier auch für Änderungen des Status quo. Eine Rückkehr zu früher geltenden Bedingungen bedeutet nicht automatisch einen Rückschritt. Man kann schließlich aus Fehlern lernen.

@TE, sorry, hat nicht unbedingt mit deiner Situation zu tun.

Belghazi
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Re: Heirat in Marokko Sept.2015

Beitrag von Belghazi » 30.07.2015, 21:38

LUNA2000...hättest du mal vorher gelesen,dann wüsstest du Bescheid.Aber nöö wozu auch.Ich gehe selbst arbeiten,nix ihr armen Steuerzahler.Ich sagte auch schon mehrmals,nur WENN alle Stricke reissen dann werden wir uns an Papa Staat wenden.hab auch schon genug Steuern gezahlt und manche faule Socke mitfinanziert,keine Sorge!Da gibt unter den Deutschen mehr als genug!
Ich hab auch schon xmal erklärt warum ich dieses Jahr nur einmal hinfliegen kann.
FRANCONIA...diese besagten Gutscheine gibt es nur für ASYLANTEN,für nichts anderes.Wir müssen selbst bezahlen.
TOFFIFEE...das ist aber wieder diese Verallgemeinerung und über einen Kamm scheren.Mein Freund hat nur seinen Vater und das Verhältnis fürn Bobbes,auch schon geschildert.Ich habe ja ihm zuliebe mich schon auf Kompromisse eingelassen auch wenn ich es nicht möchte.Zudem bin ich zwei Wochen dort :wink: Vorsicht Ironie
Thema Freundinnen besuchen etc.auch schon durch,wie er sich tatsächlich verhalten wird,wird sich zeigen.Haushalt mach ich schon immer liebend gerne alleine,da hätte jeder Mann das Paradies bei mir :lol: Danke aber für deine Meinung dazu
PONYHOF...Hatte auch schon mehrmals (!) erwähnt daß ich meinem Sohn früh englisch beigebracht hatte,deshalb verstand ich deine Argumentation als Angriff.Ein besonders intelligentes Kind kann zB auch mal ne Klasse überspringen nebenbei bemerkt zum Thema RS.Ich würde es begrüssen wenn er noch RS dranhängt,aber ich werde ihn nicht zwingen.Also wenn er nur den Quali macht,bin ich trotzdem happy drüber.
CHUI...wir heiraten wahrscheinlich in Rabat,das steht noch nicht fest
CANDY..Er IST Berber,zur Polizei wollte ihn nur sein Vater schicken und Studium wie gesagt,ich bekomme die Papiere und kanns euch dann erzählen
KKJ...die Papiere sind bereits alle soweit erledigt,also brauchst dir da deinen Kopf nicht drüber zu zerbrechen und es war bei weitem nicht so schwer wie anfangs gedacht,sprich die Formalitäten sind mir sehr wohl bekannt und auch nicht ohne,daß ist klar.Aber machbar.Die Deutschkenntnisse kommen sehr gut voran,danke ;)

Dalama
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Re: Heirat in Marokko Sept.2015

Beitrag von Dalama » 30.07.2015, 21:39

Franconia hat geschrieben: Bei einem Tourivisum wird fast mehr verlangt/durchleuchtet als bei einem Visum zur Eheschließung ( da unterschiedlicher Zweck) und es wird auch öfter gesagt, es sei schwerer ein Tourivisum für D zu bekommen (aufgrund der Auflagen) als ein Visum zur Eheschließung oder zur FZF.
Den Eindruck habe ich auch gewonnen. Aber das kann ja nicht der Sinn der Sache sein. Damit werden vorschnelle Heiraten regelrecht gefördert. :x

Darinka
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Re: Heirat in Marokko Sept.2015

Beitrag von Darinka » 30.07.2015, 21:45

Belghazi hat geschrieben:Er lebt in der Provinz Khénifra (20Km etwa bis zu ihm)...dort sind die Arbeitsplätze nicht vorhanden,er müsste schon nach Casablanca,Rabat,Agadir etc. und das sind std.lange Fahrten also nicht einfach mit Job finden.
Das sehe ich ja erst jetzt... Wieviele Ohnmachtsanfälle vertrage ich eigentlich an einem Tag...
Provinz Khénifra...

Belghazi, merkst Du nicht an Deiner eigenen Aussage, dass es gerade deswegen ein Problem für VIELE Menschen dort ist Jobs zu finden? Das gerade deswegen eine AE dort nicht nur ein 6er im Lotto sondern einer mit Zusatzzahl ist?

Candy hat schon was zur Provinz Khénifra geschrieben, ich ergänze mal: Es gibt in dieser Provinz KEINE kulturellen Sehenswürdigkeiten. Berberfamilien sind hauptsächlich in der Landwirtschaft tätig. Fällt Dir nix auf? Keine Sehenswürdigkeiten... Na klingelst? Na ich helf mal: Da kommen vergleichsweise selten mal ein paar westliche Touristen vorbei.

Wie um Gotteswillen kommst Du zu der Aussage, dass es dort modern und europäisch sei?????? Die Menschen westlich aufgeschlossen? Ich weiß nicht was tiefstes traditionelles Marokko sein soll, wenn nicht das. Soviel zum Thema Hochzeit und Jungfräulichkeit.

Und sorry, hier kommt eine Knallerschote nach der anderen, jetzt sind wir bei Provinz Khénifra als modern/europäische Gegend... Ich fasse es nicht.
Aber man wird hier angegangen wenn man selbst als jahrelang Erfahrener (!!!) im Umgang mit Amiga/Bezness sagt, das kann doch nicht sein, dass eine einzelne Amiga all diese Dinge hinschreibt (und ernsthaft glaubt) die gar keinen Sinn machen. Die leicht nachprüfbar sind, wenn einem sowas erzählt wird.
Und nein, das ist nicht böse gemeint. Das ist blankes Entsetzen und Fassungslosigkeit.

LG Darinka
Menschen glauben fest an das, was sie wünschen. - Julius Cäsar
Am meisten fühlt man sich von der Wahrheit getroffen, die man sich selbst verheimlichen wollte. - Friedl Beutelrock

Franconia
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Re: Heirat in Marokko Sept.2015

Beitrag von Franconia » 30.07.2015, 22:01

Belghazi hat geschrieben:FRANCONIA...diese besagten Gutscheine gibt es nur für ASYLANTEN,für nichts anderes.Wir müssen selbst bezahlen.
Asylanten bekommen solche Gutscheine NICHT! Erzählt uns hier bitte keinen vom Pferd.
Erst ein anerkannter Flüchtling bekommt einen Deutschkurs bezahlt (mit viel Glück und Hartnäckigkeit), vorher bekommen sie diesbezüglich nichts.

Ein zugewanderter ausl. Ehepartner hingegen wird von der AHB "geprüft" und seine Unterlagen gesichtet und mit Ausnahme derer die ein hier anerkanntes und abgeschlossenes Hochschulstudium (am Besten noch mit konkretem Jobangebot/Arbeitsvertrag hier) vorweisen können wird so gut wie jeder angeheiratet Habibi zum Integrationskurs VERPFLICHTET. Damit trägt Vater Staat die Kosten für den Deutschkurs und den Kurs "Leben in D" und Habibis Liebste trägt mit 2,40 €/Std. nur einen Bruchteil der Kosten (und wenn Habibi brav ist, sich anstrengt), dann bekommt Habibis Frauchen vom eingesetzten Geld am Ende sogar 50% zurück erstattet.
Da spielt es keine Rolle ob der dt. Part Hartz4- Empfänger oder Multimillionär ist, diese Regelung gilt für alle und alle angeheirateten Habibis, bei denen das "Ämtchen" aufgrund der Vorbildung und/oder der Deutschkenntnisse einen Bedarf sieht bekommen somit dieses "Zuckerchen" vom Staat.
Und nicht selten werden sogar "Studierte" verpflichtet, da ihr Studium/Abschluss hier nicht zu gebrauchen ist bzw. ihre Sprachkenntnisse so grottig sind nd sie anderenfalls nicht mal Chancen auf einen Putzjob hätten.
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Realistin
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Re: Heirat in Marokko Sept.2015

Beitrag von Realistin » 30.07.2015, 22:01

Darinka, die Frage nach den Ohnmachtsanfällen stelle ich mir auch gerade. :shock:

Erst lese ich mich durch die ganzen Seiten und dann erfahre ich nebenbei das die Einreise einfacher zu haben ist als ein Tourivisum.

Riechsalz wär jetzt nicht schlecht :cry:
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Re: Heirat in Marokko Sept.2015

Beitrag von Toffifee » 30.07.2015, 22:01

Belghazi hat geschrieben: TOFFIFEE...(...) Haushalt mach ich schon immer liebend gerne alleine,da hätte jeder Mann das Paradies bei mir :lol: Danke aber für deine Meinung dazu
Super! Na, dann kann ja nix mehr schiefgehen! *Ironie auch bei mir off*

Nee, jetzt mal im Ernst, was hat dieser Mann? Du hattest schon mal ne längere Beziehung, was lief denn da gut? Und was lief nicht so gut? Was wünschst du dir von einer auf langfristige Zeit angelegten Beziehung? Und bist du dir wirklich sicher, dass er dir ALLES geben kann, was du dir wünschst? Was ist denn, wenn ihr euch zum ersten Mal trefft und du merkst, dass er bestimmte Angewohnheiten hat, die dich in den Wahnsinn treiben? In der Nase bohren, ständig mit dem Fuß wippen, anderen Frauen hinterhergucken, rücksichtslos im Bett sein, dein Kind anschreien, dich beleidigen, seine dreckigen Unterhosen auf dem Boden rumliegen lassen, mehr Geld ausgeben als er hat... nur mal so als Beispiel.

Meine Güte. Wieso, WIESO nimmst du dir nicht die Zeit, ihn richtig kennenzulernen? Vielleicht ist er tatsächlich ne Perle, aber dann wäre es doch umso schöner, wenn du dir Zeit genommen hättest, diese Perle eingehend zu bewundern. Perlen verlieren nur selten ihre Schönheit, aber vergammelte Muscheln fangen schon früh an zu riechen.

kkj
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Re: Heirat in Marokko Sept.2015

Beitrag von kkj » 30.07.2015, 22:02

Ich sehe eins meiner letzten Postings bestätigt durch die Antwort an mich und bin froh drum. Zumindest Franconia weiß ganz genau, was ich meine.

Liebe Belghazi, ich wäre in meiner Geschichte auch die Verdienerin gewesen (wenn ich den Kerl ins Land geholt hätte), die gewohnt war, den Haushalt allein zu schmeißen.

Wenn deiner dann da sitzt, vielleicht bissl Integrationskurs macht während du dich um Job, Kind und Haushalt kümmerst, IHM hinterherräumst, IHM in den Hintern treten musst, damit er morgens aus dem Bett kommt und tatsächlich zum Kurs geht, sich um Jobs kümmert, auch wenn er erst nachts vom Treffen mit den Jungs heimkommt (und die Jungs WIRD er finden, es sei denn, ihr wohnt im Kaff uffm Berg) - ja DANN reden wir beide gern noch mal über die große Verliebtheit. Ich kannte meinen halt eine Weile länger vor der geplanten Eheschließung, die nie stattfand.

Ich bleibe dabei, du hast überhaupt keine Ahnung, was dich erwartet. Und ich hoffe, du wachst noch rechtzeitig auf. Oder du bist gern Dienerin eines Pascha, lässt dich wie eine Fussmatte behandeln, hauptsache, er hat seinen Spaß und du einen Ehemann. Zumindest für 3 Jahre, und ganz sicher nicht "auf Augenhöhe" als gleichberechtigte Partner in einer Beziehung zweier erwachsener Menschen.
LG
kkj

luna2000
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Re: Heirat in Marokko Sept.2015

Beitrag von luna2000 » 30.07.2015, 22:04

Belghazi hat geschrieben:LUNA2000...hättest du mal vorher gelesen,dann wüsstest du Bescheid.Aber nöö wozu auch.Ich gehe selbst arbeiten,nix ihr armen Steuerzahler.Ich sagte auch schon mehrmals,nur WENN alle Stricke reissen dann werden wir uns an Papa Staat wenden.hab auch schon genug Steuern gezahlt und manche faule Socke mitfinanziert,keine Sorge!Da gibt unter den Deutschen mehr als genug!
Ich hab auch schon xmal erklärt warum ich dieses Jahr nur einmal hinfliegen kann.
Ich habe alle Seiten gelesen und ich weis Bescheid. Ich habe Deine kryptischen (=nichtssagenden ) Äußerungen, warum Du Dir nur einmal eine Reise nach Marokko zu Deinen unbekannten Ehemann zwecks Heirat leisten kannst, gelesen.
Bei einem zukünftigen Ehemann, der in Marokko arbeitslos ist, brauchen wir über Papa-Staat in Deutschland nicht zu reden.

Davon mal abgesehen: Wieso möchtest Du Dir einen fremden Mann, den Du noch nie gesehen hast, in Dein deutsches Ehebett holen. Das ist doch der blanke Horror für jede Frau.

Toffifee
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Re: Heirat in Marokko Sept.2015

Beitrag von Toffifee » 30.07.2015, 22:09

Never hat geschrieben:Nur mal so eingeworfen: Ein Kind von 11 Jahren sollte nicht bei dieser Thematik als Gesprächspartner auf Augenhöhe missbraucht werden.
Ein Kind ist immer loyal zu seinen Eltern. Eine Mutter in dieser Situation, wird wohl auch (unbewusst) suggestive Fragen stellen, die natürlich "positiv" vom Kind beantwortet werden.
Eine Mutter bringt ihr Kind in fürchterliche Loyalitätskonflikte, falls es ein komisches Gefühl hat und sich dennoch den suggestiv vorgetragenen Wünschen der Mutter anpasst.
Auch kann ein 11jähriger niemals die Tragweite einer solchen Beziehung erfassen. Er wird letztlich ein Co-Opfer. Sehr schade!
Danke, Never! Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

heartbeat
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Re: Heirat in Marokko Sept.2015

Beitrag von heartbeat » 30.07.2015, 22:12

Nach Jahren sage ich schnell mal ein liebes "Hallo" in die Runde der Anwesenden,

um dann auch gleich wieder zu verschwinden, da ich mich wegen zu vieler anderer Aufagebn nur noch höchst selten lesend hier aufhalte.

Ich habe mich jetzt bis Seite 13 durch diesen Thread gelesen und weiß deshalb nicht, ob schon jemand geschrieben hat, was ich - zusätzlich zu allen hier oft wiederholten und sehr differenzierten Antworten und Ratschlägen - zu bedenken geben möchte:

Belghazi will es auf einen Versuch ankommen lassen, ob diese "Beziehung" klappen kann oder nicht, und für dieses Experiment, für das sie sich natürlich einen guten Ausgang erhofft, scheint es "nur" die Möglichkeit einer schnellen Heirat zu geben.

Ich habe auch eine Bezzi-Ehe hinter mir (liegt jetzt schon ein paar Jahre zurück) - mit viel Vorwissen über Bezness (!) - und möchte hier jetzt über meine unerwarteten, unangenehmen Begleitumstände keine Details erzählen. Nur soviel: ich habe ihn nicht nach D geholt, er war schon hier als Asylbewerber.

WICHTIG ist mir zu sagen, dass ich nach meiner Scheidung vor 6 Jahren bis zum Lebensende VERSORGUNGSAUSGLEICH für den Mann zahlen muss (der seit 2009 wieder in seiner Heimat lebt), weil er nur wenig verdient hat in den Jobs, die er hier nur kriegen konnte (trotz nachgewiesenem Unistudium und 5jähriger Gymnasial-Lehrtätigkeit mit guten Zeugnissen). Da er in den Jobs in D im Verhältnis zu mir viel weniger verdiente (er war sehr fleißig, aber es waren nur Tätigkeiten im Niedriglohnsektor, Zeitarbeit usw.) und auch mit seiner Qualifikation hierzulande nichts Entsprechendes arbeiten und verdienen konnte, war er schnell frustriert, weil ja kein Geld für die Familie in der Heimat dabei rüberkam und er auch für sich keine Aufstiegschancen sah.

(Nebenbei:
Dazu musste er erleben, dass seine Ehefrau mehr verdiente in einem angesehenen Beruf.
Das war sicher auch nicht leicht zu ertragen für einen Mann, bei dem in der Herkunftsgesellschaft so etwas ein Unding ist. Jedenfalls führten bei ihm Frust und Ungeduld dazu, dass er bald anfing, Geschäfte abseits der Legalität zu versuchen - mit entsprechenden Konsequenzen.

ER hatte die Situation, die hier auf ihn wartete, auch völlig falsch eingeschätzt und war ihr nicht gewachsen! Er hatte wohl auch, wie so viele, ein Land erwartet, in dem Milch und Honig fließt (tut es ja auch im Vergleich, aber es reichte trotzdem nie, um auch noch alle Daheimgebliebenen zu alimentieren), zumindest, was Arbeitsmöglichkeit und -verdienst anbelangt.
Zu meinem Glück lebte er seinen Frust nicht gegen mich aus, wie man es leider oft erlebt - denn spätestens da werden dann neben der Ehefrau, auch schon vorhandene Kinder zu schwer Leidtragenden!)

Was ich aber sagen wollte:
Macht man mal das "Experimentchen" einer solchen Heirat und es geht schief, hat man durch die Eheschließung u. U. etwas davon bis zum Lebensende, denn Versorgungsausgleich kann man nicht durch Ehevertrag umgehen. Ohne dass das geregelt ist, wird in D keine Scheidung ausgesprochen. Mit anderen Worten: Es kann einen auch in finanzieller Hinsicht teuer zu stehen kommen - lebenslänglich.

Ich hätte das Geld jetzt gerne meinen Kindern oder Enkeln zukommen lassen, denn es ist schon nach 4,5 Jahren Ehe, wie bei mir, nicht ganz unerheblich, was mir abgezogen wird zum Aufbau einer Rente für meinen Bezzi-Exmann.

Damit ziehe ich mich wieder zurück und wünsche Belghazi und allen Mitlesenden, die es sonst betrifft, Licht im Nebel der Verliebtheit und klaren Verstand für ihre Entscheidungen und Schritte!

heartbeat
Bedenke: Nicht zu bekommen, was man will, ist manchmal ein großer Glücksfall! Dalai Lama

Caprice3886
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Re: Heirat in Marokko Sept.2015

Beitrag von Caprice3886 » 30.07.2015, 22:13

Hat sie doch bereits erwähnt das wären zu teuer ständig hin zu reisen :roll:

Das sie hier umso mehr in ihn erstmal investieren muss wird ausgeblenet.
Schließlich hat sie doch die Einstellung entweder klappt es oder nicht.

Unbeachtet dessen, das Habibi schnell zum mit Wasser bespritzten Gremmlin mutieren wird, sofern er seinen Aufenthalt gefährdet sieht.

Natürlich wird er das nicht erfassen können, aber Mama malt das Leben mit dem neuen Papa bunt. Vermutlich wird er sich tierisch freuen, da jedes Kind sich nach einer Familie bestehend aus Mama und Papa sehnt.

Er wäre nicht nur Co Opfer sondern am meisten betroffen. Welches Kind kann es verkraften mit zu erleben wie die Mutter emotional zu Grunde geht (für den Fall ds es nicht klappt). Zumal Mama die Tragödie dann erstmal selber verarbeiten muss und dann wohl eher nicht in der Lage ist ihn mit aufzufangen.

nabila
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Re: Heirat in Marokko Sept.2015

Beitrag von nabila » 30.07.2015, 22:20

hallo,

und überhaut ist Marokko speziell in Dörfern voll von entsprechenden Ämtern zur Eheschließung, und amtlich bestellte (vereidigte)

Übersetzer sitzen auch an jeder Ecke, das ist an einem Tag leicht mal zwischendurch getan. --- Witz komm raus --- Du bist umzingelt !

Anderen vorwerfen sie lesen nicht richtig ..... und es selbst nicht tun --- kommt extrem gut.


Liebe Grüße ♥
لا يزال بإمكانك الذهاب ببطء. لأنه في النهاية سوف نعود إلى نفسك فقط.
Du kannst ruhig langsam gehen. Denn am Ende findest Du nur wieder zu Dir selbst zurück.

Farasha
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Re: Heirat in Marokko Sept.2015

Beitrag von Farasha » 30.07.2015, 22:25

Hallo Belghazi,
eigentlich habe ich mir geschworen, nie wieder in einem Forum zu schreiben. Nun juckt es mir in den Fingern.
Dein Vorhaben ist der reine Wahnsinn, der irgendwann sehr real werden wird.
Fliege hin, lerne ihn kennen-aber heirate ihn nicht.

Lerne die Kultur und Mentalität erst kennen.
Erfahrungen mit Bezness habe ich nicht. Ich war auch noch nie in Marokko.
Erfahrungen mit unterschiedlichen Kulturen schon. Wir, mein deutscher Mann und ich, holen uns gerne die unterschiedlichen Nationalitäten ins Haus-als Gasteltern für max. 10 Monate. Und genau diese Erfahrung würde ich Dir empfehlen. Davon profitiert auch Dein Sohn ungemein.

Du bekommst einen 16-jährigen aus der Oberschicht, wohlhabend und gebildet. Er wurde über lange Zeit auf sein Austauschjahr vorbereitet und der Kulturschock kommt meist trotzdem. Du lernst Dein Land, Deine Familie und Dein Umfeld aus seiner Sicht neu kennen. Ein aufregenderes und erlebnisreicheres Jahr gibt es fast nicht und ihr lernt die muslimische Kultur und Denkweise richtig kennen. Heiraten könnt ihr auch noch im September 2016.

Während ich so schreibe werde ich schon traurig. Es wird unser erstes Jahr ohne Austauschschüler. Gasteltern werden immer händeringend gesucht. Es gibt viele Organisationen. AFS und YFU gehören zu den größten gemeinnützigen Orgas. Man muss sich auch nicht auf 10 Monate festlegen, auch nur wenige Wochen werden gerne angenommen. Gerade muslimische Jugendliche finden nur schwer eine Gastfamilie, ein amerikanisches, neuseeländisches, kanadisches oder australisches Gastkind ist für viele leider interessanter.

Ich kenne auch gut funktionierende Bina-Ehen. Allerdings (nur meine Erfahrung, nicht offiziell belegt), die besten Bina -Ehen führen ältere Menschen. Damit meine ich Muslime, die in den 70er Jahren nach Deutschland gekommen sind.
Ich selber bin in der Jugendarbeit tätig und stelle auch immer wieder fest, die jungen Muslime sind längst nicht so modern und weltoffen wie sie sich darstellen. Daraus habe ich für mich folgende Schlussfolgerung getroffen: durch die politischen und sozialen Umstände wurde die Religion wieder viel wichtiger und wird bedeutend intensiver gelebt.

Nimm dir die Ratschläge hier bitte zu Herzen!

Und falls sich jemand Gedanken zu meinem Namen macht: so nennt mich die Mutter meines arabischen Lieblingsgastsohnes.

Thelmalouis
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Re: Heirat in Marokko Sept.2015

Beitrag von Thelmalouis » 30.07.2015, 22:26

Toffifee hat geschrieben:
Never hat geschrieben:Nur mal so eingeworfen: Ein Kind von 11 Jahren sollte nicht bei dieser Thematik als Gesprächspartner auf Augenhöhe missbraucht werden.
Ein Kind ist immer loyal zu seinen Eltern. Eine Mutter in dieser Situation, wird wohl auch (unbewusst) suggestive Fragen stellen, die natürlich "positiv" vom Kind beantwortet werden.
Eine Mutter bringt ihr Kind in fürchterliche Loyalitätskonflikte, falls es ein komisches Gefühl hat und sich dennoch den suggestiv vorgetragenen Wünschen der Mutter anpasst.
Auch kann ein 11jähriger niemals die Tragweite einer solchen Beziehung erfassen. Er wird letztlich ein Co-Opfer. Sehr schade!
Danke, Never! Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.
Auch von mir ein dickes Dankeschön.
Dies ging mir heute Abend auch schon durch den Kopf. Never, du hast es super auf den Punkt gebracht.

Ehrlich, ich lese fassungslos mit und ich weiß gar nicht was ich sagen soll, noch wie man zu der TE durchdringen könnte.

Auf der einen Seite möchte ich die TE schütteln, damit sie endlich erfasst auf was sie sich da einlässt und ihr klar wird, dass sie auch ihr Umfeld mit reinzieht. Besonders ihr Sohn ist ihrem Vorgehen schutzlos ausgeliefert und auf der anderen Seite tut mir die TE leid. Ist sie doch nur eine Frau, die einfach nur glücklich sein will, die sich den passenden Partner wünscht und doch nur einem Cybertraum oder sonst einer Vorstellung von Glück, Liebe nachjagt.

Ich finde es super hier, wie sich die User und Userinnen, um die TE bemühen. IHR MACHT DAS GROßARTIG :!: Auch wenn es zeitweise zum Verzweifeln ist, macht um des Kindes willen weiter. Vielleicht wird die TE doch noch einsichtig.
Zuletzt geändert von Thelmalouis am 30.07.2015, 22:28, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß Thelmalouis


_____________________________________________________________________________
Es gibt Berge über die man hinüber muss, sonst geht der Weg nicht weiter. (Ludwig Thoma)

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Re: Heirat in Marokko Sept.2015

Beitrag von luna2000 » 30.07.2015, 22:27

Never hat geschrieben:Nur mal so eingeworfen: Ein Kind von 11 Jahren sollte nicht bei dieser Thematik als Gesprächspartner auf Augenhöhe missbraucht werden.
Ein Kind ist immer loyal zu seinen Eltern. Eine Mutter in dieser Situation, wird wohl auch (unbewusst) suggestive Fragen stellen, die natürlich "positiv" vom Kind beantwortet werden.
Eine Mutter bringt ihr Kind in fürchterliche Loyalitätskonflikte, falls es ein komisches Gefühl hat und sich dennoch den suggestiv vorgetragenen Wünschen der Mutter anpasst.
Auch kann ein 11jähriger niemals die Tragweite einer solchen Beziehung erfassen. Er wird letztlich ein Co-Opfer. Sehr schade!
Wenn die TE aber doch glaubt, ihr 11 jähriger Sohn könne sehr gut Englisch sprechen (wobei normale Kinder gerade mal die deutsche Grammatik lernen), dann glaubt sie natürlich auch, mit dem kleinen Spargel lebensentscheidende Gespräche führen zu können.

Ich möchte die TE von garnichts überzeugen. Ich möchte nur noch die Absurdität dieses Threads zum Ausdruck bringen.

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Re: Heirat in Marokko Sept.2015

Beitrag von Candy » 30.07.2015, 22:30

Hallo Farasha,

herzlich Willkommen im Forum von 1001Geschichte!
Das Team wünscht dir einen guten und informativen Austausch.
Liebe Grüsse
Candy
Candy@1001Geschichte.de



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