Mignon hat geschrieben: ↑28.07.2026, 12:03
„Ich gehe mal ganz locker heute Abend mit dem Hamza vom Service einen trinken und bisschen quatschen. Ich würde schon merken, wenn der eigentlich nur auf mein Geld aus ist."
Sehe ich nicht so streng, wie Du. Bevormunden würde ich eine Frau niemals, wie sie sich richtig im Urlaub in Ägypten zu verhalten hat. Wenn die Frau psychisch gesund ist und ihre Hausaufgaben im Vorfeld zu Ägypten richtig gemacht hat, wird sie schon wissen, was sie tut.
Diese Frau muss aber auch bedenken WO sie gerade im Urlaub ist. In einem mehrheitlich arabisch-islamischen Land, welches den Ruf hat das „Thailand für Frauen“ zu sein, muss sie doppelt und dreifach auf die Außenwirkung ihres Verhaltens achten. Wenn sie mit ihm abends das Hotel verlässt, der Abend nicht so verläuft, wie sie es sich erhofft hat, tja, dann hat sie ein großes Problem, denn sie wird nach orientalischen Maßstäben bewertet werden. Außerhalb des Hotels ist der Hamza an keine Hotelregeln mehr gebunden, er kann tun und lassen was er will, das Hotel haftet dafür nicht, sie ist f r e i w i l l i g mitgegangen. Wer mit diesem Gedanken spielt, sollte auch abwägen, ob sich dieses Risiko lohnt für spätere Mängelbeschwerden. Der Reiseveranstalter wird Sextourismus vermuten und ist für alles, was außerhalb des Hotels geschieht, nicht verantwortlich.
Mignon hat geschrieben: ↑28.07.2026, 12:03
Locker quatschen und einen trinken kannst du daheim mit Julian und Markus, und natürlich im Urlaub mit anderen Feriengästen. Die finden das genauso normal und harmlos wie du selbst. Und wenn ein Flirt draus wird - kein Problem.
Auch der Julian und Markus sind im Ägyptenurlaub mit Vorsicht zu genießen. Erst recht, wenn sie in einer Männergruppe unterwegs sind und eine alleinreisende, junge Frau ins Visier genommen haben, wie mich zum Beispiel. Der Julian und Markus tun sich nämlich auch mit einem NEIN, DANKE, ICH TRINKE NICHT, äußerst schwer, sodass ich ihnen mit dem Bruch des Nasenbeins drohen musste, wenn sie mich weiterhin nerven. Ein Markus und Julian können ebenso schlechte Absichten verfolgen, wie ein Hamza.
Das Hauptproblem würde ich nicht nur auf die Verhaltensweisen von Touristen schieben, sondern auf das Versagen der Autoritäten in Ägypten ihren Tourismus vernünftig zu regulieren. Es ist nicht die Aufgabe der Touristen sich über die Defizite der Hotelanlagen in Ägypten zu informieren, um nicht über den Tisch gezogen zu werden. Wenn Ägypten die einfachsten Mindeststandards nicht gewährleisten kann, wieso wird es als Urlaubsland überhaupt weiterhin angeboten? Weil es billig ist.
Ist doch super, dass wir die ersten Anzeichen in scheinbar harmlosen Gesprächen gesammelt haben, die auf betrügerische Absichten deuten könnten… Ich hoffe, dass die nächste Touristin, die dahin fliegt davon profitieren kann
