Nigeria: Reingelegt

Austausch über gemachte Bezness-Erfahrungen in diesen Ländern

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Aljazira
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Beitrag von Aljazira » 27.04.2009, 11:28

Valerian hat geschrieben: Was soll ich machen - diese Richter haben eine einstweilige
Verfügung abgelehnt, unsere Tochter nach Nigeria zu verbringen,
obwohl meine Frau beim letzten mal nach dem Unfall
(so es einer war) die medizinische Hilfe abgelehnt hat.
Hä?
Deine Tochter wurde doch behandelt, oder nicht?
War da nicht irgendwas? Die Verletzung wurde doch
behandelt. Bin ich jetzt völlig wirr?
Und was heißt "So es einer war"???!
Sind das nicht alles schon längst "erledigte"
Dinge? Ich bin nun echt etwas verwirrt... :(

T*

Valerian
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Beitrag von Valerian » 29.04.2009, 00:51

Aljazira hat geschrieben: Deine Tochter wurde doch behandelt, oder nicht?
War da nicht irgendwas? Die Verletzung wurde doch
behandelt.
Nein wurde sie nicht - erst nach Rückkehr in die Schweiz und auch nur, weil ich mit ihr zum Arzt gefahren bin.
__________________________________________________
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Arabella
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Beitrag von Arabella » 29.04.2009, 09:14

Hallo Aljazira,
da sei dir mal nicht so sicher, Tradition geht hier vor Goldesel!! Und wie bereits geschrieben, die ältere Generation entscheidet da über die Mutter hinweg. Bei diesem Thema darf man absolut nicht blauäugig sein.
Und bitte ganz allgemein : Bezzies aus Nigeria sind meist hochkriminell, scheuen vor nichts zurück und haben zu ihrer Vereinigung in Europa Verbindungen, da können wir nur mit Kopf schütteln.

Lieber Valerian,
nicht verzweifeln, das ist deine Chance das ganze nochmals aufzuwickeln und das am besten mit einem Anwalt, wie schon oft geraten.
Hier kann nun die ganze Sache aus einem anderem Blickwinkel beäugt werden.
Hole dir möglichst viel Material aus dem Inti über Beschneidungen in Nigeria. Fordere eine ärztliche Untersuchung deiner Frau an, damit man weiss ob sie Beschnitten ist.
Aufgebautes Vertrauen deiner Frau zu dir?
Hier geht die Sicherheit deiner Tochter vor.
Gib dir einen ganz mächtigen Ruck und suche dir einen Anwalt, am besten jemand, der sich bei dem Thema Beschneidung schüttelt vor Entsetzen, also am besten eine FRAU!!!
Deiner Frau erzählst du von diesem Vorhaben gar nichts!!! Sie soll keinerlei Möglichkeiten haben sich irgendwie darauf vorzubereiten.
Deine Tochter wirst du wohl nur mit genehmigung deiner Frau zum Arzt bringen dürfen, deshalb würde ich damit noch warten und diese Untersuchung ebenfalls über Anwalt fordern, also dass die gerichtlich beschlossen wird.
Hab keine Angst, und gib deiner Frau gedanklich keine Macht!!!
Wenn sie dir blöd kömmt, dann lass sie über deinen Anwalt aufklären, welche Risiken eine Beschneidung mit sich bringt und ob sie ihre tochter wirklich verstümmeln will , ihr die sexuelle Lust rauben will.
Jetzt brauchst du wirklich juristische Unterstützung, ein Einzelkampf wird dir hier nicht gelingen.
Alles Gute und denke positiv ohne Angst!
Es wird auch für Euch einen Weg geben.
LG Arabella
Ganz gleich wie beschwerlich das Gestern war-
du kannst im Heute stets neu beginnen !

Aljazira
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Beitrag von Aljazira » 29.04.2009, 11:42

Valerian, kannst Du bitte noch mal die Story des
Unfalls schildern?
Ich habe das nicht so parat, sorry.
Ich dachte es ging um eine Verbrennung,
welche auch behandelt wurde (natürlich nicht
nach krankenhausärztlichem, europäischem Standard)?

Weißt Du, als Kind hab ich mal auf eine heiße
Herdplatte gefasst, meine Mutter hat mich
nicht zum Arzt gebracht.
Hat sie mich nun misshandelt?

Liebe Arabella,
ich schrieb auch, Valerian soll wachsam sein!

Ich möchte die Problematik keinesfalls verharmlosen!!!!

Aber von unnötiger Panik und Kurzschlussreaktionen
halte ich auch nichts! Dieser Punkt ist eindeutig!
Valerian hat die beste Ausgangslage!
Der Verdacht, dass eine Beschneidung passieren könnte,
ist ja mit der Beschneidung seiner Frau bewiesen!
Durch einen Anwalt kann so erwirkt werden,
dass das Kind eben nicht mehr nach Nigeria "darf".
Es besteht ja ein begründeter Verdacht!
Eine Beschneidung ist nachweisbar, auch wenn es
sich um eine "kleine" Klitoridektomie handelt!

Ich persönlich glaube, in diesem speziellen Fall,
hat die Frau zu große Angst, diesen Eingriff in Europa
durchführen zu lassen. Da erstens strafbar und zweitens
nicht zu verheimlichen!
Das Risiko ist zu groß, dass es aus dem "inneren Kreis"
nach außen dringen kann. Und vor Gefängnis hat jeder
in der Community schiss!

Natürlich muss man dieses Thema im Auge behalten!
Aber nicht nur das, Valerian muss etwas dagegen
TUN (Anwalt, evtl. Tocher zu sich holen!)!!!
Ganz wichtig: Anwältin nehmen und das gut vorbereiten!
Weibliche Beschneidung ist in Europa ein Thema.
Eventuell Beratung bei einem Verein, der sich mit
der Problematik beschäftigt!
ALLES tun, damit das bei seiner Tocher nicht passiert!!!

Das Problem, welches ich sehe, ist einfach dass Valerian
seitens der Behörden nicht mehr ernst genommen
wird. Wenn er nun mit der "Beschneidungsstory" ankommt,
glauben die ihm kein Wort. Daher ist es wahrscheinlich klüger,
über eine neue Anwältin ersteinmal seine Glaubwürdigkeit
wiederherzustellen. Dann kann man diese Thematik in
aller Ruhe angehen!

Ich weiß, ihr werdet nun auf mich einschlagen, aber mir
kommt es echt so vor, als kommt immer ein neues Problem.
Erst misshandelt sie das Kind, jetzt will sie es beschneiden,
die Anwältin steckt von Anfang an mit drin, die Behörden sind
größtenteils parteiisch und unfähig usw. usw.
Es tut mir sehr leid, aber Valerian hat bei mir persönlich
einfach auch schon ein Stück Glaubwürdigkeit verloren!
Damit möchte ich keinesfalls die "Bedrohung" herunterspielen,
aber jedes Ding hat nun mal seine zwei Seiten!
Dass Valerian sich nicht sofort an eine Beratungsstelle
oder einen neuen Anwalt gewandt hat nach der Information
über die Beschneidung will mir eben einfach nicht in den
Kopf (oder habe ich es "überlesen"? Dann sorry :) ).
Daher vielleicht auch einfach meine Unsicherheit
in Bezug auf das Vertrauen in die geschriebenen Worte.

Dazu noch ein Wort an Valerian:
Ich versuche wirklich mir eine Meinung
über Deinen Fall zu bilden. Nur fällt es mir einfach schwer
und ich teile meine Bedenken mit.
Damit möchte ich nicht die Machenschaften Deiner Ex
in Frage stellen oder rechtfertigen.
Gegen Bezness - immer!
Dein ganzer Fall rückt für mich persönlich aber immer
mehr von der Thematik ab.

Ich finde es auch wichtig, dass nicht nur ein
"Armer Mann"-Feedback kommt.
Es ist immer gut, auch entgegengesetzte Meinungen
und Sichtweisen im Fokus zu haben!
Und noch wichtiger ist es, sich eine
eigene Meinung zu bilden, auch wenn diese niemals
alle hier konform gehen werden :)

Beste Grüße
T*

P.S. Mein Lieblingsverschreiber ist "Valerina"
sollte der doch noch im Text zu finden sein....
Ihr wisst ja wen ich meine und Sorry an Valerian ;)

Arabella
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Beitrag von Arabella » 29.04.2009, 18:10

Hallo Aljazira,
Misshandlung würde ich das nicht nennen, wenn man eine Hilfestellung für eine ärztl. Versorgung unterlässt. Es kommt immer auf die Stärke der Verletztungsart an. Gerade bei einer Verbrennung kann man den Grad der Verbrennung evtl nicht sofort einschätzen, also ich sehe es als eine Unterlassung an. Eine Verbrennung an den Händen kann eben zu starken Verwachsungen der Haut führen. Unter Umständen können Nerven oder andere Teile mitbetroffen sein.Ich hatte mir als Kind beide Hände am Ofen verbrannt und wenn meine Mutter dies nicht täglich behandeln hätte lassen, würden meine Hände anders aussehen, so hat die Verbrennung nur kleine Narben hinterlassen.
Natürlich kennen wir nur Valerians Standpunkt, doch kennen wir hier im Forum fast immer nur einen Standpunkt.
LG Arabella
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Aljazira
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Beitrag von Aljazira » 29.04.2009, 18:49

Hi Arabella :)

Im Grunde gebe ich Dir natürlich recht,
und wir können uns unsere Argumente
immer gegenseitig zuwerfen :)
Da wird es kein richtig oder falsch geben.

Nur wenn so eine starke Schädigung,
wie Du Sie beispielsweise beschreibst,
vorgelegen hätte, dann bin ich mir doch
sehr sicher, dass das von den Behörden
durchaus ernstgenommen und nicht
ignoriert werden würde.
Und Valerian wirft seiner Ex in dem
Punkt eben Misshandlung vor!

Aber "hätte, könnte, würde"...

Ich habe einfach das ganz subjektive
Gefühl, dass Valerian schnell in Panik gerät,
seine "Wahrnehmung" dadurch darunter
teilweise leidet (damit meine ich beispielsweise
nicht objektiv sehen oder sich ein wenig reinsteigern,
tausend emotionale Baustellen) und in seinem
Ziel nicht förderliche Verhaltensmuster
verfällt (Beispiel: Briefe ans Amt, immer wieder
mit Dingen kommen die vor Gericht bereits
erledigt sind, also Uneinsicht).
Emotional verständlich - aber NICHT ZIELFÜHREND.

Natürlich total wilde Spekulation meinerseits,
aber wenn das bei mir schon so ankommt
(in einem Forum, in dem alle im Grunde auf
"seiner Seite" stehen!) und meiner Meinung nach
auch bei einem anderen Teil der Mitleser
bzw. -schreiber, dann sollte man sich fragen, wie
das dann bei Behörden ankommt, oder ob man selbst
vielleicht wirklich etwas panisch und unkontrolliert
reagiert!

Ich bin immer noch der Meinung,
dass Valerian sich in eine selbstgezimmerte
Opferecke stellt. Das hat für mich hintergründig
nichts mit Bezness zu tun, sondern (und nun spekuliere
ich wieder ganz schrecklich) mit Macht.
Die Macht (über das Leben mit lieber Frau und Kind),
die er nicht mehr hat. Ist vielleicht ein Männerding
und ich meine das auch nicht abwertend oder so.

Wiegesagt, wilde Spekulationen, ist einfach meine
persönliche Erklärung für einige Verhaltensweisen.
Weil ich mir Gedanken mache und überlege,
wie man wieder auf die Basis kommen kann,
dass das Kindeswohl wirklich an erster Stelle steht!
Und das obwohl ich letztendlich überhaupt nix
damit am Hut hab.
Ich will damit nicht die Frau verteidigen oder
Bezness schönreden. Das sind Tatsachen und
mit Sicherheit gehört seine Exfrau auch zu
den Betrügern.
Aber ich empfinde bei diesem Fall mittlerweile
"nur" noch einen fiesen Scheidungskrieg.


Sorry, das ist nun ausgeartet und fast schon
eine völlig unqualifizierte Psychoanalyse ;)

Aber vielleicht hilft Valerian auf dem Gebiet
ja wirklich eine psychologische Betreuung?

Entscheiden und handeln kann nur er.

Und lieber Valerian, ich hoffe stark, Du missverstehst
mein Post nicht. Mitnichten behaupte ich, Du
musst zum Psycho-Doc oder dass Du spinnst.
Es sind einfach Gedankengänge, die ich zu
Deinem Fall habe.
Aber letztendlich ist Dir ja mit wilden Vermutungen
auch nicht geholfen.
Also mal wieder ein ganz praktischer Tipp:
Nimm die ne Anwältin :)

Lieber Gruß
T*

Valerian
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Beitrag von Valerian » 29.04.2009, 21:47

Ich habe heute mit der Frau von der Vormundschaftsbehörde telefoniert. Die hat sich das angehört und will nochmal mit der Beiständin sprechen. In Punkto Beschneidung bin ich mir nicht 100%ig sicher, ob meine Frau unserer Tochter das wirklich antun würde, auch wenn sie selbst beschnitten wurde. Aber die Gefahr besteht. Ich könnte mir vorstellen, dass die es einfach drauf ankommen lassen, in der berechtigten Hoffnung, dass das keine Konsequenzen hat.

Für mich persönlich stellt sich langsam die Frage, wo der ganze Mist hinführt. Mein Leben besteht nur noch aus Arbeit, die Tantiemen dafür muss ich abgeben und gleichzeitig noch Schulden machen. Von meiner Tochter habe ich nur bedingt etwas - jedenfalls werde ich den Kontakt verlieren, wenn meine Frau sich einen neuen Typen zugelegt hat. Schlimmstenfalls werde ich vorher schon entfremdet und kann aus der Entfernung zusehen, wie sie mir immer fremder wird. Vermutlich muss ich mich irgendwann einfach fürs eigene Überleben entscheiden und mich innerlich von meiner Tochter verabschieden.

Irgendwie ist es erstaunlich mit welch krimineller Energie eine Mafia aus schweizerischen Justiziaren gegen den Vater eine Kindes vorgeht, nur weil er Mann und nicht Frau ist - ich warte noch ab, was vom Obergericht und vom EUGMR zurückkommt. Manchmal passieren ja Wunder.
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Aljazira
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Beitrag von Aljazira » 29.04.2009, 22:15

Valerian,

bitte zieh Dich nicht so runter!
Wenn Du dranbleibst, wird sich Deine Tochter
nicht entfremden. Du musst dranbleiben.
Sie wird auch älter und da wird die Zeit
für Dich arbeiten!
Sieh es nicht allzu schwarz in Bezug auf Deine
Tochter! Sei einfach für Sie da und versuche im
Rahmen der derzeitigen Möglichkeiten ihr ein
guter Papa zu sein! Es ist bestimmt schwer und
es zieht Dich runter, aber schließe nicht ab damit!
Dafür ist es noch zu früh!

Und wenn der Unterhalt zu hoch ist, so
dass Du Schulden machst, reiche Deine
neue Einkommenssituation bei Gericht
(oder wer auch immer da zuständig ist)
ein! Es kann ja nicht sein, dass die Dir immer noch
zu viel berechnen!!!!!!! Auch das wäre ein Fall für den
Anwalt!
Valerian hat geschrieben: Irgendwie ist es erstaunlich mit welch krimineller Energie eine Mafia aus schweizerischen Justiziaren gegen den Vater eine Kindes vorgeht, nur weil er Mann und nicht Frau ist - ich warte noch ab, was vom Obergericht und vom EUGMR zurückkommt. Manchmal passieren ja Wunder.
Entschuldige meine klaren Worte aber:
Das ist echt schon wieder BULLSHIT was Du da
von Dir gibts....
Welche Mafia bitte?
Und vom EUGMR wird mit Sicherheit nicht das
zurückkommen, was Du Dir wünscht!
Ist das denn auch wieder Mafia?
Du unterstellst den schweizer Behörden kriminelle
Machenschaften! Wenn das auch nur ansatzweise bei
denen so rüberkommt, wirst niemals auf Gesprächs-
bereitschaft oder ein Entgegenkommen stoßen!!!

Bitte lies Dir doch nochmal die vielen praktischen Ratschläge
durch, die Dir wirklich viele User hier bereits gegeben haben!
Vielleicht ist ja doch etwas dran, auch wenn es gegen
Deine Verschwörungstheorie spricht und Dir gegen
den Strich geht!

Sorry, wenn ich grad so aufgewühlt schreibe.
Aber mich regt das echt auf, ich mach
mir wirklich Gedanken um Dich!!!!

Beste Grüße
T*

luna2000
Beiträge: 1037
Registriert: 08.11.2008, 01:26

Beitrag von luna2000 » 30.04.2009, 02:58

Valerian hat geschrieben:

"Vermutlich muss ich mich irgendwann einfach fürs eigene Überleben entscheiden und mich innerlich von meiner Tochter verabschieden."

Ja, entscheide Du Dich einfach für Dein Überleben.
Da Du als westlicher aufgeklärter Mann es nicht einmal gemerkt hast, daß Deine Ehefrau sexuell verstümmelt ist, kann es ja für Deine Tochter auch nicht so schlimm werden.

Und da Du ja auch nur noch "bedingt" etwas von Deiner Tochter hast, und von Deiner Ehefrau garnichts mehr, und beide Dich nur noch Geld kosten ist Deine obige Aussage durchaus konsequent.

Also Tschüß, außer Spesen nix gewesen - als Mann sollte man schon ökonomisch denken und handeln können.

Canim
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Registriert: 12.03.2008, 16:41

Beitrag von Canim » 30.04.2009, 08:12

Hallo Luna,
ich finde deine Aussage ziemlich daneben. Auch wenn Valerians Vorgehensweise sicher für in selbst nicht gerade vorteilhaft ist, so kann man durchaus erkennen, dass er kämpft.

Und ja, manchmal muss man sich auch verabschieden können, denn sonst kann eine solche Geschichte für alle zur Qual werden.

Es gibt dafür einen schönen Satz: WEnn man liebt, muss man loslassen können.

In manchen Situationen sichert das nicht nur das eigene Überleben.

Ich glaube in Valerian's Fall nicht, dass es ihm ausschließlich um's Überleben geht. Aber manchmal ist man an einem Punkt angekommen, da weiß man nicht mehr weiter und da kann man nicht mehr weiter. Und da ist es nur konsequent, sich herunterzufahren und zur Ruhe zu kommen.

Und je nach Beschneidung kann ich mir durchaus vorstellen ,dass Mann das nicht unbedingt merkt, und ein dt. Mann, der von Verstümmelung durch Frauenbeschneidung sein ganzes voriges Leben wohl kaum etwas gesehen oder gehört hat, erst recht nicht.

Gruß
Canim
Gemeinsam sind wir stark!

Renate
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Beitrag von Renate » 30.04.2009, 09:48

luna2000 hat geschrieben:Valerian hat geschrieben:

"Vermutlich muss ich mich irgendwann einfach fürs eigene Überleben entscheiden und mich innerlich von meiner Tochter verabschieden."

Ja, entscheide Du Dich einfach für Dein Überleben.
Da Du als westlicher aufgeklärter Mann es nicht einmal gemerkt hast, daß Deine Ehefrau sexuell verstümmelt ist, kann es ja für Deine Tochter auch nicht so schlimm werden.

Und da Du ja auch nur noch "bedingt" etwas von Deiner Tochter hast, und von Deiner Ehefrau garnichts mehr, und beide Dich nur noch Geld kosten ist Deine obige Aussage durchaus konsequent.

Also Tschüß, außer Spesen nix gewesen - als Mann sollte man schon ökonomisch denken und handeln können.

Bitte - wir wollen doch jetzt nicht auf der Beschimpfungsschiene fahren - oder?

Damit wird keinem - auch Valerian nicht geholfen.

Bitte die Netiquette weiter beachten - Danke.



Renate
Nein - ich gebe niemals auf, auch wenn es noch härter kommt!

Tabiba
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Beitrag von Tabiba » 30.04.2009, 18:45

Hallo Valerian, was möchtest Du mit der Bedrohung deiner Tochter wegen eventueller Beschneidung erreichen? Das alleinige Sorgerecht oder dass deine Tochter nicht mehr nach Nigeria reisen darf?
Du weißt doch sicher, dass Beschneidungen auch in Europa (Deutschland, Schweiz usw.) durchgeführt werden. Entweder macht es ein Arzt und dann
mit Narkose oder die "Beschneiderin" wird eingeflogen.
Wenn dieser Eingriff dann wirklich und dann in Narkose durchgeführt wird, kann es sein, dass Du das gar nicht bemerkst.
Allerdings denke ich, dass deine Tochter noch zu klein für eine Beschneidung ist, das wird ja meist erst ab 5 oder 6 Jahren durchgeführt.
Deshalb können sich die Betroffenen auch so gut daran erinnern.

Was ich nicht so ganz verstehe: Warum ist es für Dich so schwierig regelmäßig Umgang mit deiner Tochter zu haben. Eigentlich müßtest Du doch alle 2 Wochen das Wochenende mit ihr verbringen dürfen und auch
einen Teil deines Urlaubes.

Warum hast Du Angst, dass sich deine Tochter noch mehr entfremdet, wenn deine Frau einen neuen Mann kennenlernt? Du hast doch dann weiter das Besuchsrecht und vielleicht wird es ja auch irgendwann auch etwas lockerer. Zum Beispiel wenn deine Tochter älter wird hat sie vielleicht den Wunsch, öfter bei Dir zu sein. Und als Mutter ist man über ein paar kinderfreie Tage immer sehr froh.

Verringert sich nicht der Unterhalt für deine Frau wenn sie mit einem Mann zusammenlebt, der arbeitet und Geld verdient??

LG Tabiba

barbara
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Beitrag von barbara » 30.04.2009, 19:04

Tabiba hat geschrieben: Was ich nicht so ganz verstehe: Warum ist es für Dich so schwierig regelmäßig Umgang mit deiner Tochter zu haben. Eigentlich müßtest Du doch alle 2 Wochen das Wochenende mit ihr verbringen dürfen und auch
einen Teil deines Urlaubes.

Warum hast Du Angst, dass sich deine Tochter noch mehr entfremdet, wenn deine Frau einen neuen Mann kennenlernt? Du hast doch dann weiter das Besuchsrecht und vielleicht wird es ja auch irgendwann auch etwas lockerer. Zum Beispiel wenn deine Tochter älter wird hat sie vielleicht den Wunsch, öfter bei Dir zu sein. Und als Mutter ist man über ein paar kinderfreie Tage immer sehr froh.


LG Tabiba

Hi Tabiba,

was aber, wenn die Mutter den regelmässigen Umgang des Kindes mit dem Vater umgeht?
Kind krank,ect.
Wie eben in Valerians Fall.

Unter normalen Umständen wird sich kein Kind vom Vater entfremden.
Aber eben nur unter normalen.
Genau dann, wenn die Mutter den Umgang nicht fördert,
wird der Vater irgendwann ein irgendwie Fremder.
Zwar der Vater, aber die Kinder haben keinen wirklichen Bezug mehr.
Und wenn dann noch ein neuer Mann ins Leben der Mutter tritt.
Besonders dann, wenn die Kinder noch klein sind.

Barbara

Tabiba
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Beitrag von Tabiba » 30.04.2009, 19:17

Hallo Barbara, das Kind kann doch nicht immer dann krank sein, wenn
die Besuchszeit ansteht. Außerdem ist es doch Valerians Recht, sein Kind zu sehen, oder etwa nicht?
Kann eine Mutter sich wirklich weigern (wenn keine besonderen Gründe vorliegen), dem Vater das Kind zu geben? Außerdem sind die Beiden doch noch nicht geschieden und ich nehme doch an, dass Valerian auch das Sorgerecht für seine Tochter hat.
Wenn ich Valerin wäre, würde ich keinen Unterhalt mehr zahlen, wenn ich mein Kind nicht regelmäßig sehen darf.

LG Tabiba

barbara
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Registriert: 29.03.2008, 21:43

Beitrag von barbara » 30.04.2009, 19:29

Hi Tabiba,

nicht immer nur krank,deswegen schrieb ich ja ect.
Wird immer etwas geben, was Mutter vorschieben kann.
Tabiba, Recht hin und her,
wenn keine wirkungsvolle Zusammenarbeit zwischen den Parteien besteht,
sprich dem Vater und dem Jugendamt usw.
wie will Mann da zu seinem Recht kommen?

Umgang und Unterhalt haben nichts miteinander zutun.
Was ich da eben halt noch immer nicht nachvollziehen kann, ist die Höhe des Unterhalts und das belegbare Einkommensnachweise nicht berücksichtigt werden.
Allerdings gehe ich davon aus, das wenn die AE der Mutter in der Schweiz ausläuft , sie dann mit der Kleinen nach D kommt,
sich vieles ändern wird zu Valerians Gunsten.


Barbara

Valerian
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Registriert: 29.04.2008, 10:37

Beitrag von Valerian » 30.04.2009, 20:45

Hallo zusammen,

die ganze Situation ist derzeit ziemlich verfahren. Ich habe jetzt wieder besseren Kontakt zu meiner Frau - allerdings ist die Gefühlslage da ziemlich ambivalent - auf beiden Seiten. Das sieht man wohl auch an meinen Beiträgen.

Mein Ziel ist, meiner Tochter ein schönes Leben zu geben und nicht den Kontakt zu ihr zu verlieren. Und ich muss selber auch noch etwas vom Leben haben, was bei dem jetzigen Unterhalt eben nicht mehr gegeben ist.

Die Sache mit der Beschneidung wäre für mich der absolute Supergau - keine Ahnung, was ich dann machen würde. Ich weiss aber nicht, ob das wirklich bevorsteht - meine Frau redet nur davon, dass sie Söhne beschneiden lassen würde. Jedenfalls möchte ich das nicht "nur aus taktischen" Gründen eskalieren lassen - vielleicht ist sie ja auch vernünftig. Ich habe die Vormundschaftsbehörde informiert und denen gleich ein Update zur Situation gegeben, was erstmal reichen muss.

Der Umgang ist möglich, wo sich sowieso alles etwas entspannt hat, solange ich nicht mit Tochter zu meinen Eltern fliegen will und meine Frau nicht gerade etwas anderes vor hat. Aber der Umgang mit den Grosseltern muss sein, weil sie sonst niemals meine Seite ihrer Familie als normale Verwandte akzeptieren wird. Meine Eltern hingen auch ziemlich ihrer Enkeltochter und jetzt leiden sie natürlich.

Ich finde dass es nicht soo schwierig sein sollte, den Unterhalt anzupassen und die Besuchsregelung zu normalisieren. Es steht aber noch das Urteil vom Obergericht aus und - auch wenn es lächerlich klingt - der EUGMR hat einen Antrag von mir betreffend Beschwerderecht und faires Verfahren vorliegen.

Frohen 1.Mai
Valerian
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Arabella
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Beitrag von Arabella » 30.04.2009, 22:45

Hallo Tabiba,
wenn Valerian seinen Unterhalt nicht zahlt macht er sich strafbar, sowas kann im schlimmsten Fall mit Pfändung oder sogar Knast enden.
Der Unterhalt muss immer gezahlt werden, egal ob Umgang statt findet oder nicht, auch egal aus welchen Gründen kein Umgang statt findet.
Natürlich kann die Mutter bei jedem Umgangstermim Krankheit vorschieben, doch normalerweise müsste sie dann Valerian erlauben das kranke Kind zu besuchen, dies darf sie nicht verweigern, außer es besteht ein Beschluss dass Valerian dort nicht mehr in Wohnung darf.
Aber dem ist ja hier nicht so.
Das Kind kann sich natürlich entfremden. Mein Ex hat es damals sogar geschafft mein Kind an den 2 wöchentlichen Umgangstagen so zu beeinflussen, dass mein Sohn eine Zeit lang sich von mir distanziert hat ,obwohl bei mir lebend. Er wurde heftigst einer Gehirnwäsche unterzogen. Oft musste ich mich zusammenreissen dass ich nicht auch diese Schiene fahre. Letztendlich hat dann mein Sohn selbst erkannt, dass ihm oft vom Vater Mist erzählt wurde, aber das hat lange gedauert.
Also alles nicht ganz so einfach wie man manchmal denkt.
Ganz gleich wie beschwerlich das Gestern war-
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luna2000
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Beitrag von luna2000 » 01.05.2009, 00:21

Hallo Valerian,

ich war in meinem letzten Beitrag nicht nett zu Dir und ich wollte es auch nicht sein.

Meiner Meinung nach, hängst Du emotional mehr an Deiner Frau, als an Deiner Tochter. Du kannst aber Deine Frau nicht "zähmen" sondern sie nur in ihre Schranken weisen. Wenn Dir an Deiner Tochter wirklich etwas liegt, mußt Du Deine Frau abschreiben - das ist meine Meinung und ich glaube, daß genau dies Dein Problem ist.

quote="Valerian"]Hallo zusammen,

die ganze Situation ist derzeit ziemlich verfahren. Ich habe jetzt wieder besseren Kontakt zu meiner Frau - allerdings ist die Gefühlslage da ziemlich ambivalent - auf beiden Seiten. Das sieht man wohl auch an meinen Beiträgen.

Mein Ziel ist, meiner Tochter ein schönes Leben zu geben und nicht den Kontakt zu ihr zu verlieren. Und ich muss selber auch noch etwas vom Leben haben, was bei dem jetzigen Unterhalt eben nicht mehr gegeben ist.

Die Sache mit der Beschneidung wäre für mich der absolute Supergau - keine Ahnung, was ich dann machen würde. Ich weiss aber nicht, ob das wirklich bevorsteht - meine Frau redet nur davon, dass sie Söhne beschneiden lassen würde. Jedenfalls möchte ich das nicht "nur aus taktischen" Gründen eskalieren lassen - vielleicht ist sie ja auch vernünftig. Ich habe die Vormundschaftsbehörde informiert und denen gleich ein Update zur Situation gegeben, was erstmal reichen muss.

Der Umgang ist möglich, wo sich sowieso alles etwas entspannt hat, solange ich nicht mit Tochter zu meinen Eltern fliegen will und meine Frau nicht gerade etwas anderes vor hat. Aber der Umgang mit den Grosseltern muss sein, weil sie sonst niemals meine Seite ihrer Familie als normale Verwandte akzeptieren wird. Meine Eltern hingen auch ziemlich ihrer Enkeltochter und jetzt leiden sie natürlich.

Ich finde dass es nicht soo schwierig sein sollte, den Unterhalt anzupassen und die Besuchsregelung zu normalisieren. Es steht aber noch das Urteil vom Obergericht aus und - auch wenn es lächerlich klingt - der EUGMR hat einen Antrag von mir betreffend Beschwerderecht und faires Verfahren vorliegen.

Frohen 1.Mai
Valerian[/quote]

Ich habe einen Cousin, der lebt geschieden in einer privat- Insolvenz mit 180 € im Monat. Er hat sich 3 Matrazen und 3 Bettdecken + Kopfkissen vom Sperrmüll besorgt, um seinen 3 Kindern die Möglichkeit zu schaffen, ihn mit Genehmigung des Jugendamtes jedes zweite Wochenende besuchen zu dürfen. Ihm geht es auch nicht um den Kontakt zu dem Großvater (seinem Vater, der die Kinder niemals betreuen würde aber gerne mit ihnen angeln geht). Dieser Mann hat für die nächsten sechs Jahre definitiv nichts zu lachen aber er würde niemals seine Kinder aufgeben.

Das schreibe ich Dir jetzt als Feministin - bitte denk darüber nach.
Geld ist nicht alles.
Macht über Frauen ist auch nicht alles.
Deine Tochter ist ein Kind. Sie wird sich freuen, wenn Du sie mit einem Fahrrad abholst und ihr abends zum Einschlafen eine Geschichte erzählst.

Alles Gute
Luna2000

Aljazira
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Beitrag von Aljazira » 01.05.2009, 10:38

Valerian hat geschrieben: Die Sache mit der Beschneidung ...
Valerian hat geschrieben:Ich habe die Vormundschaftsbehörde informiert
und denen gleich ein Update zur Situation gegeben,
was erstmal reichen muss.
Dann wird eventuell die Vormundschaftsbehörde bei
Deiner Ex bzw. derern Anwältin nachfragen.
Wahrscheinlich kommt von der Seite dann
"Hat sie nie gesagt, ist sie nicht".
Valerian, das war also eigentlich völlig umsonst.
Wieso bereitest Du das nicht anders vor und
nimmst Dir endlich eine Anwältin?
Is doch völlig schnurz ob es mit Deiner Ex grad
besser läuft. Du hast doch Angst vor einer evtl.
Verstümmelung Deiner Tochter?!

Im letzten Beitrag von Luna hat sie glaub ich recht
damit, dass Du Deine Frau abschreiben solltest!
Verweigert Sie Dir dann den vereinbarten Umgang,
und Du führst darüber sone Art Tagebuch oder so,
kannst Du dagegen angehen!

Also worum geht es Dir überhaupt?

Arabella
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Beitrag von Arabella » 03.05.2009, 16:32

Hallo Luna,
ich denke auch Valerian wird seine Tochter trotz schwieriger Situation nicht aufgeben wollen. Auch dein Cousin wird sich nach mehr Lebensqualität sehnen. Es ist auch immer wichtig, ,dass man auf sich selbst achtet, wenn auch die Kinder die Nr. 1 sind, uns selbst dürfen wir nicht vergessen.
Viele haben nun Valerian zu einem Anwalt geraten, es liegt an ihm wie oder was er jetzt macht.
LG Arabella
Ganz gleich wie beschwerlich das Gestern war-
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