betreuter Umgang - und dann?

Gibt es Probleme in der Erziehung? Droht Kindesentzug oder -entführung? Wie kann man sich davor schützen? Hier könnt Ihr Euch austauschen!

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Anaba
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Re: betreuter Umgang - und dann?

Beitrag von Anaba » 02.09.2022, 20:24

chavah hat geschrieben:
02.09.2022, 19:11
Meine Güte, bei dem Alter des Kindes ist das gemeinsame Sorgerecht doch nur noch zwei oder drei Unterschriften bis zur Volljährigkeit, mehr nicht. Alles andere sind Alltagsentscheidungen des täglichen Lebens. Die fällt das Elternteil, bei dem sich das Kind gerade aufhält. Wo ist das Problem?
Sicher hast du Utes Geschichte nicht gelesen, sonst hättest du dich nicht so unsensibel geäußert.
Ute kämpft seit Jahren, sie musste ihren Sohn gegen seinen Willen jahrelang zu Treffen mit dem verhassten Vater schleppen.
Dieser Mann hat sie belogen, betrogen und Schlimmeres.
Wer wird da nicht verstehen, dass sie kein gemeinsames Sorgerecht mit diesem Mann möchte?
Einige Frauen im Forum kennen Ute persönlich, sie werden verstehen, dass mich deine Antwort ärgert.
Liebe Grüße
Anaba

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chavah
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Re: betreuter Umgang - und dann?

Beitrag von chavah » 03.09.2022, 08:47

Ich bin nicht nur in der Lage zu lesen, ich habe es auch hier getan. Nur, das Sorgerecht wird mit zunehmendem Alter des Kindes immer uninteressanter. Denn jetzt hängt sie auf den Gerichtskosten und den Anwaltskosten der Gegenseite. Das Kind ist mit 14 religionsmündig, da haben sich die Eltern schon mal raus zu halten. Die schulischen Weichen sind gestellt. Was bleibt also noch bis zur Volljährigkeit? Die Unterschrift unter einen Ausbildungsvertrag, sofern das Kind nicht bis zur Volljährigkeit zur Schule geht. Die Eröffnung eines eigenen Schüler-Giro-Kontos (kann man umgehen, indem man auf den eigenen Namen ein weiteres Konto eröffnet und dem Kind die Verfügungsbefugnis gibt), Abenteuerurlaube ins Nicht-EU-Land, also, im Prinzip nichts.

Ich hätte dem Vater den Triumph, ein Verfahren zu gewinnen, nicht eingeräumt. Und bitte, nie vergessen, auch wenn es manchmal schwer fällt, Sorgerecht ist kein Instrument, böse Väter oder Mütter abzustrafen. Diese Ansicht scheint das OLG ja zu teilen.

karima66
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Re: betreuter Umgang - und dann?

Beitrag von karima66 » 03.09.2022, 09:21

Mir gehts wie Anaba, nicht das erste Mal fällt mir auf wie unsensibel du manchen Menschen hier schreibst, ja die Fakten mögen so sein, aber das ist doch nicht alles und wenn kann man es anders rüberbringen.
Wenn es um dich geht, deine Lebensgeschichte als Jüdin, dann forderst du Sensibilität, Verstehen ein für dich, deine Religion, aber wenns ums Andere geht dann sind deine Zeilen so wenig mitfühlend.

Das funktioniert nicht, für sich mehr Achtung einfordern, anderen gegenüber diese nicht zum Ausdruck bringen, sorry, läuft für mich nicht, das musste ich mal so anbringen, geht mir schon lange so auch wenn ich normal sowas nicht mehr so nah an mich ranlasse.

chavah
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Re: betreuter Umgang - und dann?

Beitrag von chavah » 03.09.2022, 09:29

Ich wollte darauf hinweisen, dass die Funktion des Sorgerechts in dem Alter minimal ist, das wird nämlich in 99% aller Fälle maßlos überschätzt. Ich lass so Typen lieber am ausgestreckten Arm verhungern. Das funktioniert allerdings nur, wenn man genau weiß, was man alles nicht muss. Das ist ganz wichtig.

Cimmone
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Re: betreuter Umgang - und dann?

Beitrag von Cimmone » 03.09.2022, 09:52

Das betrifft jetzt leider nicht Ute, ich kann Dir nachempfinden wie es Dir gehen muss , so viel Kampf und so wenig Erfolg.

Aber an chavah:
karima66 hat geschrieben:
03.09.2022, 09:21
Wenn es um dich geht, deine Lebensgeschichte als Jüdin, dann forderst du Sensibilität, Verstehen ein für dich, deine Religion, aber wenns ums Andere geht dann sind deine Zeilen so wenig mitfühlend.
Dem kann ich mich 100% anschließen.
Mitgefühl ist eine Zwei - Bahn - Straße.
"Im übrigen gilt ja hier derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als der, der den Schmutz macht." Kurt Tucholsky

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