Ankunft von 200 Schwarzafrikanern

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Rubinrot
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Ankunft von 200 Schwarzafrikanern

Beitrag von Rubinrot » 04.09.2012, 16:17

Zwischenaufenthalt im Lager in Friedland

"Nach Angaben des Bundesamtes handelt es sich vor allem um männliche Einzelpersonen, die Angehörige in Deutschland haben". Aber auch einige Familien mit Kindern sind unter den Flüchtlingen. Sie werden zunächst etwa zwei Wochen im Grenzdurchgangslager Friedland (Landkreis Göttingen) verbringen, ehe sie auf die einzelnen Bundesländer verteilt werden. Knapp dreißig Personen werden nach Informationen der Landesaufnahmebehörde in Niedersachsen bleiben.

Mehr dazu unter:
http://www.ndr.de/regional/niedersachse ... ge191.html

Schöne Aussichten
Gruss
Sage nicht immer was Du weißt, aber wisse immer was du sagst!

Efendi II
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Re: Ankunft von 200 Schwarzafrikanern

Beitrag von Efendi II » 04.09.2012, 17:58

Mit inflationärer Vereinfachung wird jeder, der versucht nach Europa zu kommen, als Flüchtling bezeichnet.

Darum sei an die Definition der Genfer Flüchtlingkonvention erinnert, wonach Flüchtling ist, wer

"aus der begründeten Furcht vor Verfolgung aus Gründen der Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen seiner politischen Überzeugung sich außerhalb des Landes befindet, dessen Staatsangehörigkeit er besitzt, und den Schutz dieses Landes nicht in Anspruch nehmen kann oder wegen dieser Befürchtungen nicht in Anspruch nehmen will; oder der sich als staatenlos infolge solcher Ereignisse außerhalb des Landes befindet, in welchem er seinen gewöhnlichen Aufenthalt hatte, und nicht dorthin zurückkehren kann oder wegen der erwähnten Befürchtungen nicht dorthin zurückkehren will."

Eigenartigerweise will anscheinend niemand in die wohlhabenden Länder seiner Glaubensbrüder und -schwestern, alle wollen in die Länder der Ungläubigen, wo sie doch hier so diskriminiert werden und unter unseren Rassismus zu leiden haben.

Das verstehe ich einfach nicht ?
Aber sicher handelt es sich wohl alles um hochqualifizierte Fachkräfte, die hier diesen Mangel beseitigen werden.
Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.
- Aristoteles -

Anaba
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Re: Ankunft von 200 Schwarzafrikanern

Beitrag von Anaba » 04.09.2012, 18:12

Für mich stellt sich die Frage, warum diese Menschen nicht in ihre Heimat zurückgehen ?
Sie waren doch Gastarbeiter in Libyen. Das heißt doch nicht, dass sie in ihren Ländern gefährdet sind.
Warum also sind sie Flüchtlinge ?
Sie haben doch eine Heimat in die sie zurückkehren können.
Wenn sie der Armut entfliehen wollen, dann sind es Wirtschaftsflüchtlinge, die kein Asyl bekommen.
Oder sehe ich das falsch ?
Liebe Grüße
Anaba

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Elisa
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Re: Ankunft von 200 Schwarzafrikanern

Beitrag von Elisa » 04.09.2012, 18:33

Anaba, nein siehst Du richtig, eigentlich sind 99 % Wirtschaftsflüchtlinge, außer Menschen, die z.B. jetzt in Syrien flüchten.

Aber da ist die Türkei schon mit 80.000 überfordert, wir haben Millionen türkische Wirtschaftsflüchtlinge, wovon 44 % von Sozialhilfe leben.
Deshalb bei ihren Brüdern ist nicht so viel zu holen. Die Brüder wissen nämlich nicht, was soziales Denken ist.
Das ist ihnen total fremd.

LG Elisa

Tabiba
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Re: Ankunft von 200 Schwarzafrikanern

Beitrag von Tabiba » 04.09.2012, 21:11

Diese Menschen stammen aus sehr Armen Ländern (Somalia, Sudan, Eritrea, Äthiopien, Irak) und haben
in Libyen gearbeitet um ihre Familien zu unterstützen. Natuerlich sind sie aus wirtschaftlichen Gründen
nach Libyen gegangen, da dieses Land im Vergleich zu ihren Heimatländern reich ist.
Und natürlich sind es in der Mehrzahl Männer, Frauen gehen selten als Gastarbeiterinnen in andere Länder.

Muss man immer gleich an Bezness denken? Glaubt ihr, dass es ein Vergnügen ist, in einem deutschen
Asylantenheim zu leben? Was sind 200 Flüchtlinge gegen 80 000 syrische Flüchtlinge ? Auch wenn es
"Wirtschaftsflüchtlinge" sind?

Was würdet ihr sagen, wenn Deutschland Tausende syrische Flüchtlinge aufnehmen würde?
Und immer gleich der Spruch von den "Armen Steuerzahlern"...

Tabiba

Anaba
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Re: Ankunft von 200 Schwarzafrikanern

Beitrag von Anaba » 04.09.2012, 21:32

Muss man immer gleich an Bezness denken? Glaubt ihr, dass es ein Vergnügen ist, in einem deutschen
Asylantenheim zu leben?
Ich denke da erst mal garnicht an Bezness.
Obwohl wir alle wissen, dass viele Asylbewerber die Chance, zu heiraten oder ein Kind von einer Deutschen, nutzen.
Aber diese Menschen haben eine Heimat, in der sie nicht verfolgt werden.
Da stellt sich die Frage schon, warum nach Deutschland ?
Fakt ist, wir können nicht die Welt retten.
Auch wenn es
"Wirtschaftsflüchtlinge" sind?
Dann bekommen sie auch kein Asyl.
Liebe Grüße
Anaba

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Re: Ankunft von 200 Schwarzafrikanern

Beitrag von Anaba » 04.09.2012, 21:37

Deltasharm22 hat geschrieben:Es geht einigen Leuten hier immer noch zu gut um sich in die Lage (armer schutzlosen Flüchtlinge) hinein zuversetzen.

Delta
Muss ich mich schämen, dass es mir besser geht, als den Menschen in Afrika ?

Hier geht es aber um Menschen, die eine Heimat haben, in die sie zurück könnten.
Es sind eben keine schutzlosen Flüchtlinge, die nicht in die Heimat können oder die dort verfolgt sind.
Liebe Grüße
Anaba

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Re: Ankunft von 200 Schwarzafrikanern

Beitrag von Tabiba » 04.09.2012, 21:49

Natürlich können wir nicht die Welt retten. Aber vielleicht einen kleinen Teil .
Wenn es für diese Menschen so einfach wäre, in ihre Heimatländer zurueckzukehren,
Hätten sie das sicher getan.
Das Leben in tunesischen oder anderen nordafrikanischen Flüchtlingslagern war sicher
oft unerträglich.

Tabiba

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Re: Ankunft von 200 Schwarzafrikanern

Beitrag von Anaba » 04.09.2012, 21:52

Deltasharm22 hat geschrieben:Ich sehe es halt anders, es gibt Flüchtlinge die wirklich einiges durchgemacht haben, Folterungen etc.. die aus Ländern kommen von denen ihr sagen würdet das sind Wirtschaftsflüchtlinge und es kommen natürlich auch die anderen welche kriminelle Absichten haben, dies ist aber nur ein kleiner Prozentsatz.
Delta
Du vermischt hier einiges. Diese Menschen, über die hier geschrieben wird, kommen aus Tunesien.
Würden die in ihrer Heimat gefoltert, wenn sie dorthin zurückgehen würden ?
Wohl eher nicht.
Liebe Grüße
Anaba

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Re: Ankunft von 200 Schwarzafrikanern

Beitrag von Anaba » 04.09.2012, 21:55

Wenn es für diese Menschen so einfach wäre, in ihre Heimatländer zurueckzukehren,
Hätten sie das sicher getan.
Das wissen wir doch nicht.
Fakt ist aber, hier wird ihr Leben auch nicht leicht werden.
Ein fremdes Land, dessen Sprache sie nicht sprechen, in dem sie wahrscheinlich nie eine Arbeit haben werden, die sie ernährt und vieles mehr.
Liebe Grüße
Anaba

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Re: Ankunft von 200 Schwarzafrikanern

Beitrag von Tabiba » 04.09.2012, 22:09

Wenn man ein bisschen "googelt" findet man einiges an Informationen über diese Flüchtlinge.
In Somalia herrscht Bürgerkrieg, Sudan ist politisch auch sehr instabil, ebenso Eritrea .
Viele Kriegsflüchtlinge sind ja auch in ihre Heimatländer zurückgekehrt, viele wurden aber auch
getötet, viele wurden verdächtigt, auf der Seite Gaddafis gestanden zu haben. Das machte es
Für sie auch nicht einfacher.
Und es sind eben keine Tunesier, Marokkaner oder Aegypter, sie haben nur dort in Flüchtlingslagern
gelebt.

Tabiba
Zuletzt geändert von Tabiba am 04.09.2012, 22:13, insgesamt 1-mal geändert.

Anaba
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Re: Ankunft von 200 Schwarzafrikanern

Beitrag von Anaba » 04.09.2012, 22:21

In Deutschland erhalten auch nur wenige Asylbewerber Asyl.
Das ist bekannt und deshalb haben viele plötzlich keinen Pass mehr und können so nicht abgeschoben werden.
Liebe Grüße
Anaba

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Rubinrot
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Re: Ankunft von 200 Schwarzafrikanern

Beitrag von Rubinrot » 04.09.2012, 22:30

Tabiba hat geschrieben: Muss man immer gleich an Bezness denken? Glaubt ihr, dass es ein Vergnügen ist, in einem deutschen
Asylantenheim zu leben?
Hallo Tabiba ich antworte dir auf deinen Beitrag spät, aber ich wollte meine Worte wohl wählen, obwohl so ähnlich schon geantwortet wurde!

nein schön ist es sicher nicht im Asylantenheim. Das ist es schon gemütlicher in einem Zuhause.
D-Frau denkt auch noch nicht an Bezness...

Ich hoffe und wünsche dass jeder junge alleinstehende Mann aus Schwarzafrika hier auf deutschem
Boden Fuß fassen kann und zu einem Mitglied unserer Gesellschaft wird und er selber zu seinem Weiterkommen beiträgt.

Aber spinnen wir doch nur mal in die "Zukunft" weiter - Aufenthaltsrecht und Arbeitserlaubnis erhalten sie
vermutlich gemäß (§ 25 Abs. 2 AufenthG) wie hier bereits beschrieben wurde.

Wie groß aber sind die Chancen den Beruf ihrer Qualifikation entsprechend (in naher Zukunft) ausüben zu können?
Ohne Sprachkenntnisse. Es wird vermutlich so sein, dass sie dann eher einer gering bezahlten Beschäftigung nachgehen
werden müssen - da bleibt zur Unterstützung "der Familie" in ihren Heimatländern wohl nicht viel übrig.

Der nächste Schritt um den "Forderungen" der Familien Genüge zu tun und sie stehen tatsächlich unter ständigem Druck.
Leider werden dann doch oft Geschäftchen getätigt wie wir hier im Forum schon oft beschrieben

Oder aber und das wird sicherlich noch eher der Fall sein - wird hier eine Frau ausgeguckt die als Sponsorin
in Frage kommt - und geheiratet.

Dokumente/Papiere aus diesen Ländern sind ja fälschungssicher und jederzeit durch
unsere staatlichen Stellen nachprüfbar...! Ist die Frau jung folgen sicher ebenfalls Kinder.

Wie darf ich eigentlich den Satz verstehen; "ihr Heimatland verlassen, in Libyen als Gastarbeiter gearbeitet
"um ihre Familien zu unterstützen"?

Ich habe hier auch schon zur Genüge lesen können dass gerade Männer aus diesem Kulturkreis
entweder bereits im Heimatland verheiratet ist (traditionell) und Kinder hat - oder beim nächsten Heimaturlaub die
einheimische Frau heiratet der er schon lange versprochen war?

Wie sieht's mit den Zahlen aus wieviele Frauen+Kinder um Rahmen des Familiennachzuges durften dann ebenfalls einreisen?
Ein Fall für's Sozialamt? Nein, der Mann kann seine Familie allein ernähren und schickt noch Geld an seine
Familien im Heimatland. Das wäre schön aber die Realität sieht leider anders aus. Meist kann/will der Vater nicht mal seine
deutsche Familie von seinem Lohn ernähren.

Ich fürchte aber dass viele Frauen an Liebe glauben und bitter enttäuscht werden.
Sage nicht immer was Du weißt, aber wisse immer was du sagst!

Efendi II
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Re: Ankunft von 200 Schwarzafrikanern

Beitrag von Efendi II » 04.09.2012, 23:17

Tabiba hat geschrieben:
Was würdet ihr sagen, wenn Deutschland Tausende syrische Flüchtlinge aufnehmen würde?
Darauf werden wir wohl nicht mehr lange warten müssen.
Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.
- Aristoteles -

Tabiba
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Re: Ankunft von 200 Schwarzafrikanern

Beitrag von Tabiba » 04.09.2012, 23:49

Liebe Rubinrot, viele Nordafrikaner arbeiten in den reicheren Nachbarstaaten (nicht nur Libyen, natürlich
Auch in Saudiarabien, Kuweit, Bahrein , Emirate usw.)
Der Grund ist doch, dass sie in ihren Heimatländern keine Arbeit finden oder wenn dann nur schlecht
bezahlte. Und mit dem verdienten Geld wird die Familie in den Heimatländern versorgt, denn Frauen und
Kinder werden nur selten mitgenommen. Das meinte ich mit Unterstützung der Familie.
Die wirtschaftliche Situation in den Ländern aus denen gerade diese Flüchtlinge kommen, ist für die
Meisten so schlecht und da kann Deutschland auch nicht mal eben "Hilfe zur Selbsthilfe" leisten, da die politische
Lage viel zu instabil und unsicher ist.

Natürlich ist es schwer, für solche Menschen, hier in Deutschland zu leben. Sie sprechen kein Deutsch und haben
Wohl in den meisten Fällen keine Berufsausbildung, das heißt sie können nur schlecht bezahlte Jobs, Hilfsarbeiten
ausüben, die ein Deutscher nicht machen möchte. Dafür müssen sie aber einen Aufenthaltsstatus haben, der es ihnen
Erlaubt, eine Arbeit auszuüben. Sonst bleibt ihnen nur der Ausweg in die Schwarzarbeit, ohne Versicherung und mit
der Abhängigkeit von ihrem Arbeitgeber. Oder der Weg in die Kriminalität oder eben die Sicherung des Aufenthaltes
Durch Heirat einer deutschen Frau bzw. Ein Kind mit einer deutschen Frau.

Ich wage mal zu behaupten, dass es sicher weniger Bezness in Deutschland gäbe, wenn es den vielen Asylbewerbern erlaubt wuerde, einer geregelten Arbeit nachzugehen und ihr Aufenthaltsstatus gesicherter waere.
Aber dann kommt wahrscheinlich wieder das Argument, dass dann Deutschland von Asylbewerbern überschwemmt

Tabiba
wuerde. Ich sehe das etwas anders, aber das ist eben nur meine Meinung.

Tabiba
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Re: Ankunft von 200 Schwarzafrikanern

Beitrag von Tabiba » 04.09.2012, 23:57

Ich denke auch Effendi, es wird ja schon darüber gesprochen. Aber sicher keine 80 000.
Und auch keine Wirtschaftsflüchtlinge.

Efendi II
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Re: Ankunft von 200 Schwarzafrikanern

Beitrag von Efendi II » 05.09.2012, 00:41

Tabiba hat geschrieben: Ich wage mal zu behaupten, dass es sicher weniger Bezness in Deutschland gäbe, wenn es den vielen Asylbewerbern erlaubt wuerde, einer geregelten Arbeit nachzugehen und ihr Aufenthaltsstatus gesicherter waere.
Aber dann kommt wahrscheinlich wieder das Argument, dass dann Deutschland von Asylbewerbern überschwemmt
Einerseits ist es nicht allen Asylbewerbern verboten zu arbeiten und welche Arbeiten stellst Du Dir den so für diese Asylbewerber denn so vor ?
Ungelernte und unqualifizierte Arbeitskräfte haben wir doch selber schon genug, wo sollten diese kaum oder garnicht deutschsprechenden Menschen Deiner Meinung nach denn arbeiten ? Arbeitslose haben wir doch auch schon jede Menge.

Und natürlich wäre das für weitere Menschen ein Anreiz nach Deutschland zu kommen. Es ist doch jetzt schon so, daß man im Ausland der Meinung ist, daß hier das Geld auf den Bäumen wächst. Das erfahre ich bei meinen Auslandsaufenthalten immer wieder.
Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.
- Aristoteles -

Elisa
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Re: Ankunft von 200 Schwarzafrikanern

Beitrag von Elisa » 05.09.2012, 07:50

Tabiba, ich verstehe Dich zu 100 %, aber ich denke inzwischen anders.

Wenn diese Leute in Tunesien waren, hätten die sie ja auch aufnehmen können.

Aber die Tunesier schicken ihre Kinder allein nach Spanien, weil Spanien Kinder nicht ausweist. Dann schicken die dann ihr Taschengeld nach Tunesien und leider wird auch oft auf kriminelle Art Geld beschafft.

Und noch mal wir haben Millionen von Türken hier aus wirtschaftlichen Gründen (so sagt man). Wenn davon 44 % von Sozialhilfe leben, werden in Deutschland doch bereits Millionen Türken als Wirtschaftsflüchtlinge unterstützt. Oder siehst Du das anders ?
Und das, obwohl es in der Türkei einen wirtschaftlichen Aufschwung gibt.

Ich hätte gar nichts dagegen, dass Syrer hier aufgenommen werden, wenn sie dann auch wieder gehen, wenn der Bürgerkrieg vorbei ist. Es gibt hier immer noch Kosovo-Albaner, die rein von Sozialhilfe leben, obwohl der Krieg längst vorbei ist.
Aber ich bin dagegen, dass wir Familien von syrischen Terroristen aufnehmen, denn damit gefährden wir unsere Sicherheit noch mehr.
Und es ist sehr schwer inzwischen zu entscheiden, wer aus wirtschaftlichen Gründen mit Betrugsabsichten hierher flüchtet und wer nicht.

Die finanzielle Seite ist eins, aber was ich viel, viel problematischer finde, ist die steigende Anzahl der Kinder, die damit leben müssen, dass sie nur aus AE-Gründen eines Kriminellen gezeugt wurden. Das ist eine schwere Belastung für ein Leben.
Hinzu kommen dann die ganzen finanziellen Probleme für die Frauen.

Im übrigen löst die Aufnahme von Wirtschaftsflüchtlingen kein einziges Problem in deren Heimat, es schafft hier nur neue.

Und wenn Du Dir die Milliarden anschaust, die in manche Länder fliessen, hilft das auch nichts. Ist leider so. Nur die Menschen in diesen Ländern können wirklich etwas verändern.

Und hinzu kommt, Deutschland leistet Hilfe mit Geld, das nicht vorhanden ist, sondern mit Krediten. Wir leben ja nur auf Pump. In Echtzeit würde das überhaupt nicht funktionieren. Ich persönlich kann mein Konto nur einmal überziehen.

Und noch was, eigentlich müsste Saudi-Arabien die syrischen Flüchtlinge aufnehmen, weil sie für diesen Bürgerkrieg verantwortlich sind und finanzieren. Aber soweit geht dann ihre Gläubigkeit doch nicht, dass man Brüdern gutes tut, und Aleviten würde man schon gar nicht aufnehmen, die bekämpft man ja.

Wir haben schon soviele Staatsfeinde hier im Land aufgepeppelt, dass es an Dummheit grenzt.

LG Elisa

brighterstar007

Re: Ankunft von 200 Schwarzafrikanern

Beitrag von brighterstar007 » 05.09.2012, 12:35

Hallo Anaba,

ab und zu gibt es auch den umgekehrten Fall : ein Ausländer kam in Abschiebehaft (Niedersachsen)
und sollte in-ein-ihm-völlig-unbekanntes Land abgeschoben werden. Niemand glaubte ihm, dass er
dessen Nationalität nicht besaß. Er verübte Selbstmord und hinterlässt seine Familie in D. (wenn ich
mich richtig entsinne).

Liebe Grüße

Brighterstar

Anaba
Beiträge: 18440
Registriert: 12.03.2008, 16:36

Re: Ankunft von 200 Schwarzafrikanern

Beitrag von Anaba » 05.09.2012, 13:59

brighterstar007 hat geschrieben:Hallo Anaba,

ab und zu gibt es auch den umgekehrten Fall : ein Ausländer kam in Abschiebehaft (Niedersachsen)
und sollte in-ein-ihm-völlig-unbekanntes Land abgeschoben werden. Niemand glaubte ihm, dass er
dessen Nationalität nicht besaß. Er verübte Selbstmord und hinterlässt seine Familie in D. (wenn ich
mich richtig entsinne).

Liebe Grüße

Brighterstar
Das mit der Identität ist so eine Sache.
Ich habe vor längerer Zeit einen Bericht aus Hamburg gesehen.
Dort sind viele Schwarzafrikaner geduldet, obwohl ihr Asylantrag abgelehnt wurde.
Keiner weiß wohin diese Menschen abgeschoben werden können,
weil sie alle mit falschen Papieren, bzw Geschichen hier aufgeschlagen sind.
In dem Film sind Beamte der ABH von einem Konsulat zum anderen gefahren, in der Hoffnung, dort würde man den Mann am Dialekt/ Sprache erkennen. Die Konsulate waren nicht sehr hilfreich und keiner hat ihn identifiziert.
Wo also hin mit diesen Menschen ?
Da kam auch zur Sprache, dass fast alle der afrikanischen Asylbwerber keine oder falsche Pässe haben.
Liebe Grüße
Anaba

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