Verzweifle in meiner Beziehung

Tauschen Sie sich mit den anderen Mitgliedern über Ihre eigenen Erfahrungen über Beziehungen und Ehe mit einem orientalischen Mann aus.

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Mummelputz
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Verzweifle in meiner Beziehung

Beitrag von Mummelputz » 02.06.2017, 10:36

Ihr Lieben,

ich möchte mich kurz bei Euch vorstellen.
Mein Name ist Tina, bin 52 Jahre alt, seit 8 Jahren mit einem Palästinenser (in Syrien geboren) zusammen, davon 7 Jahre verheiratet. Als wir uns kennen lernten war mein Mann schon über 20 Jahre in Deutschland und hatte auch die deutsche Staatsbürgerschaft.

Unsere Beziehung war von Anfang an problematisch. Ich habe immer versucht das zu tun, was er von mir erwartete, weil ich ihn so abgöttisch liebte. Ich habe von Anfang an in unserer Beziehung in seinen Augen sowieso immer alles falsch gemacht (falsch gekocht, falsche Klamotten, ich mag seine Familie nicht, mache den „falschen“ Sex, mache zu wenig Sex undundund) Er bestimmt alles, trifft Entscheidungen ohne mich zu fragen bzw. ohne mich zu informieren. Das fängt damit an, dass er seine ganzen Verwandten tagelang zu uns kommen lässt und ich „darf“ mich dann als Gastgeberin vollendet um sie kümmern. Ich muss noch anmerken, dass ich voll berufstätig bin (ich bin selbständig), verdiene sehr viel Geld. Mein Mann ist Schriftsteller ohne Einnahmen. Mir ist Übernachtungsbesuch einfach zu viel. Ich kann ja verstehen, dass er seine Familie sehen will, aber warum überlegt er nicht mal, ob ich das auch alles leisten kann? Er hat mir mal gesagt, dass er niemals eine Frau um „Erlaubnis“ fragen wird, es hat das getan zu werden, was er anordnet. Ausserdem kann ich mit seinen Freunden und Verwandten (mit 2 Ausnahmen) überhaupt nichts anfangen, da diese sich für nichts interessieren. es wird immer nur zuhause rumgehockt und palavert. Zurückziehen kann ich mich auch nicht, weil er dann sonst "sein Gesicht verliert" (was immer das heissen mag).

Zweites Problem ist, dass er munter viel Geld an seine Verwandten verteilt, auch hohe Summen (bis 5000 EURO), ohne mit mir darüber zu reden. Anfangs habe ich noch kein Arabisch verstanden, jetzt allerdings höre ich, was er am Telefon sagt, wieviel Geld er verteilt. ICH bin für das Geld arbeiten gegangen, sogar als ich vor 2 Jahren schwer krank geworden bin (es wurde MS festgestellt). Ich bin wahrhaftig nicht geizig, aber ich WILL einfach nicht mehr, dass er seine Verwandten mit Geld ausstattet, zumal alle mich sowieso hassen, weil ich die einzige Europäerin in der Familie bin. Das Problem: Ich habe Angst zu sagen, dass mir das und das nicht passt, weil er auch schon handgreiflich geworden ist.

Vor gut 2 Jahren habe ich mich von ihm getrennt, er hatte was mir einer polnischen Zahnärztin angefangen. Ich bin durch Zufall dahinter gekommen. Als ich ihn zur Rede stellte hat er MICH geschlagen und gewürgt, ich hatte da echt Todesangst. Die Trennung „hielt“ 3 Wochen, dann hatte er mich wieder so lange belabert, dass ich es mit ihm noch einmal versuchen wollte. Ihr Lieben, ich bereue diesen Schritt unendlich. Die Chance auf ein freies Leben habe ich somit vertan.

Ich fühle mich nicht stark genug, noch einmal eine Trennung einzuleiten, zumal ich auch keine Freunde/Familie habe. Ich habe Angst vor seinen Reaktionen. Die einzige Chance wäre, dass die Trennung SEINE Idee wäre, aber dafür hängt er wohl zu sehr an dem bequemen Leben, das ich ihm biete. Vor ein paar Tagen habe ich ihn gefragt, was er eigentlich von mir erwartet (als er sich wieder darüber beschwert hat, dass ich keine normale Frau bin, Menschen hasse….) Er sagte, dass ich, wenn ich von der Arbeit komme (es sind übrigens 10 Stunden!) ihm fröhlich um den Hals fallen soll (weil ich ihn ja so vermisst habe), dann trällernd in die Küche gehe, um zu kochen. Dann natürlich putzen und waschen (alles immer noch fröhlich), ich ihn „motivieren soll, etwas zu unternehmen“ und – ganz wichtig – stets im Leopardenhemdchen vor ihm aufreizend zu tanzen, damit er zu allem weiteren „verführt“ wird.

Ich habe schon wieder Horror vor dem Wochenende, ist ja diesmal sogar ein Tag länger. Er hat schon angedeutet, dass er erwartet, dass an diesen Tagen wieder "Normalität" herrscht, soll heissen, viel Sex (sorry).

Ihr Lieben – ich kann das nicht. Ich bin fertig, wenn ich von der Arbeit komme, quäle mich durch den Haushalt (kochen, putzen), habe keine Lust auf „Rausgehen“ und „erotische Turnübungen“. Derzeit schlagen auch die Wechseljahre bei mir zu, ich habe Null, wirklich Null Lust.
Ich sehne mich danach, wieder alleine zu leben und mich selbst bestimmen zu können. Ich habe für ihn alles aufgegeben - meine Freunde, meine Tiere.

Hat jemand von Euch auch so etwas erlebt? Wie komme ich aus dieser Sackgasse heraus? Wie kann ich es schaffen, meine Wünsche auch nur zu äußern, und dann noch etwas "durchsetzen"? :cry:

Ganz liebe Grüße,
Mummelputz

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Re: Verzweifle in meiner Beziehung

Beitrag von Anaba » 02.06.2017, 12:14

Hallo Mummelputz,

herzlich willkommen im Forum 1001 Geschichte.
Das Team wünscht dir einen guten Austausch.

Das ist mal wieder so eine Geschichte, die mich umhaut.
Warum nur lassen sich Frauen das gefallen?
Du hast erkannt, dass du etwas ändern musst und solltest es angehen.
Ich schreibe dir jetzt mal meine Gedanken dazu auf, so wie ich es einer Freundin in deiner Lage raten würde.

Zuerst würde ich sofort eine Haushaltshilfe einstellen, um dich zu entlasten.
Ihm sagst du deutlich, dass du aus gesundheitlichen Gründen dieses Pensum nicht mehr schaffst.
Sprich mit deinem Arzt über eine psychosomatische Kur. Die dauern oft bis zu sechs Wochen und länger.
Da kannst du Kraft und Mut tanken für weitere Schritte. Ihm sagst du, der Arzt hat dir das dringend angeraten.
Hole soviel Geld von den gemeinsamen Konten, wie es nur geht und schaffe es beiseite.
Es gehört sowieso dir. Kopiere alle wichtigen Papiere.
Gleichzeitig solltest du dir einen Anwalt an die Seite holen.
Dokumentiere dazu alles, was in den letzten Jahren so passiert ist.
Wenn es ernst wird, wirst du das brauchen.
Je nachdem wie eure Wohnsituation ist, Eigentum oder Miete kümmere dich um eine Wohnung für dich.
Wenn du dann entschlossen bist zu gehen, sprich mit deinem Hausverwalter und kündige fristgerecht.
Ebenso aus gesundheitlichen Gründen musst du klare Grenzen beim Sex setzen.
Nichts mehr was du nicht auch willst.
Das geht gar nicht.

Das würde ich mir als erste Schritte vornehmen.
Bereite dich gut vor. Da wäre eine räumliche Trennung (Kur) das Beste.
Sammele Kraft und nimm deinen Mut zusammen.
Du kannst das schaffen.


Das sind die ersten Gedanken, die mir durch den Kopf gehen.
Liebe Grüße
Anaba

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gadi
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Re: Verzweifle in meiner Beziehung

Beitrag von gadi » 02.06.2017, 12:34

Liebe Mummelputz,

weiß gar nicht was ich schreiben soll. Fühl dich willkommen bei uns, fühl dich gedrückt :!:

Du schreibst, du verzweifelst in deiner Beziehung. Das ist aber doch keine Beziehung, so wie wir das verstehen wollen.
Ich sehe eigentlich nur, wie ein Teil der Beziehung, nämlich du, vom anderen Teil ausgenutzt wird.
Ich sehe keinerlei Zuneigung, Einfühlungsvermögen oder gar Liebe seinerseits.

Das Wichtigste ist erst einmal, dass du hierher gefunden hast. Bleib bei uns und wir bekommen das gemeinsam hin!
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Nina Sunshine
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Re: Verzweifle in meiner Beziehung

Beitrag von Nina Sunshine » 02.06.2017, 12:38

Hallo liebe Tina, ich habe deinen Post gelesen.. und es tut mir sehr leid, was dir passiert.. Es hört sich ersteinmal unglaublich an, dass du als selbständige Frau, die auch noch den Großteil des Geldes verdient (so wie ich es verstehe), so etwas erdulden muss.

Wer aber einmal in einer solchen "Beziehung" war, weiß, mit welch perfiden Methoden die Partner in der Beziehung gehalten werden. Ich glaube dir auf jeden Fall alles, was du schreibst und auch, dass du überhaupt keinen Ausweg findest aus dieser Misere.
Solche Leute werden natürlich auch gewalttätig, wenn sich die Partner trennen wollen.

Und genau das ist es, was einem jede Kraft raubt, auszusteigen, denn das Alltagsleben muss ja auch noch bewerkstelligt werden. Durch die bereits erlittene Gewalt hast du einen Vorgeschmack darauf bekommen, was passieren könnte...

Der zweite entscheidende Punkt hier ist meiner Meinung nach, dass du mit "Sex" unter Kontrolle gehalten wirst- auch das raubt dir jegliche Kraft.

Jeder Schritt rückwärts ("Ich will keinen Sex mehr", "Ich will dir kein Geld mehr geben", "Ich will nicht mehr dein Sklave sein" usw.) ist ein harter Kampf- denn solche Leute sind es ja "gewöhnt", alle diese Leistungen zu erhalten.
Und zwar- aus ihrer Sicht- selbstverständlich und kostenlos. Alleine schon, weil jemand "die Frau" ist.
Und da du mit ihm verheiratet bist, ist sein Anspruchsdenken wohl grenzenlos. Dankbarkeit gibt es nicht- und wird es niemals geben!!!

Dein Ausstieg muss also schrittweise erfolgen und am Besten, ohne dass er es richtig "merkt". Alles erscheint für ihn vorerst noch "normal", doch du schaffst dir Luft zum Atmen.

Mein allererster Ratschlag für Dich wäre nun, dich auf dieses Thema zu konzentrieren. Erfinde Gründe, warum du keinen Sex mehr willst, haben kannst. Sage, du hast Schmerzen, gehe zum Arzt und belüge deinen "Mann", dass der "Arzt" gesagt hätte, du solltest jetzt erstmal keinen Sex mehr haben.
Notlügen sind in solchen Situationen mehr als angebracht. und dem Arzt wird immer geglaubt! Da kann er auch nicht mit und Ärzte haben eine Schweigepflicht! Wenn es um Deine Gesundheit geht, kann er nichts sagen und ausserdem ist er ja daran interessiert, dass du Geld beschaffst und funktioniert..

Viele dieser "Sexsüchtigen" sind oft noch pornographiesüchtig im Hintergrund- sie "nähren" also ihre "Fantasien" mit ekelhaften, frauenverachtenden "Filmen" und verlangen dann, sich abreagieren zu dürfen an ihren Frauen. Ist dir schon so etwas in eurer Beziehung aufgefallen? Pornos auf seinem COmputer o.ä.?

Solche Beziehungen lassen sich nur mit absolut starkem Willen und Schritt für Schritt beenden. Einerseits musst du den Mann umgewöhnen (z.B. es gibt ab jetzt keinen Sex mehr) was alleine schon zu Wut, Aggression und oft auch Gewalttätigkeit führen kann.
Andererseits musst du deinen Ausstieg im Geheimen planen. D.h. zuerst einmal langsam aber stetig die Finanzen "regeln", ihm hier langsam das Wasser abgraben und Deine Unabhängigkeit zurückerobern. Ich betone: ALLE (NOT) LÜGEN sind erlaubt! wie z.B.- ich muss einem Verwandten/entfernter Freundin ("die ich von früher kenne") mit Geld helfen, ich muss für meine Rente ein Konto anlegen usw.- Am besten "konstruierst" du auch Szenarien, die ihn auf den ersten Blick profitieren lassen- z.B. indem er (angeblich) eingebunden wird in ein profitables Geschäft etc etc. Du musst ihm vorgaukeln, du tätest Dinge für Euch gemeinsam, während du selbst DEIN Geld und deine Zukunft absicherst und Geld beiseite schaffst.


Solche Leute verstehen kein Bitten, Betteln, Flehen, Fragen, Weinen... Nein!
- Es nährt sie nur in ihrer Perversion und ihrem Sadismus. Und ich denke du hast das alles schon hinter dir und bist zu kraftlos, noch irgendetwas zu unternehmen.

Nochmal: Deine "Wünsche" werden niemals Gehör finden- egal wieviel du ihm "gibst". Du musst diesen Traum und diese Hoffnung ein für Allemal innerlich ablegen. Die Wahrheit haben dir sieben Jahre und sein tägliche Verhalten gezeigt.

Erst wenn er bemerkt, dass es Ernst wird, wird er dich wieder mit "belabern", Mitleidstour, auf "Eure Liebe" pochen usw. versuchen, einzuwickeln! Auch darauf musst du vorbereitet sein und deinen ureigensten Weg und Plan in die Freiheit trotzdem weiter durchziehen.

Hierzu gehört auch, die Scheidung erst einzureichen, wenn alle Vorkehrungen (Finanzentrennung etc) getroffen sind und du "in Sicherheit" bist- z.B. auch mit einer neuen Wohnung...deren Adresse er nicht kennt und von der er nichts weiß! Du kennst ihn am Besten- aber unterschätze nicht die Gewalt und Wut, die dir begegen können, wenn er merkt, dass es wirklich vorbei ist und er mit "Laberei" nicht mehr weiterkommt...Für solche Männer bist du ihr "Besitz" der einzig und allein darauf gründet, dass du mit ihm verheiratet bist!!! Unglaublich aber wahr.

Ich rate dir daher wie oben beschrieben, dich Schritt für Schritt (und im Geheimen) "abzukoppeln". Mit deinem ureigensten Plan des Aussstiegs- und zwar graduell... Zuerst beim Thema Sex. Dies lenkt ihn einerseits von anderen Dingen ab und andererseits ist er mit Gedanken hierüber beschäftigt. Und du bekommst auch mentalen Abstand und hast zuerst einmal deinen Körper wieder für Dich!
Das Thema Sex raubt dir zusätzlich zu allen anderen Belastungen noch den letzten Funken an Energie- möglicherweise sogar einen großen Teil! Und genau das ist eines seiner Geheimrezepte von Kontrolle, Macht und Manipulation...Sex ist ein sehr sehr starkes Mittel, um Leute unter Kontrolle zu halten.

Hier habe ich noch ein paar Artikel für dich, die dir helfen könnten..https://energievampire.wordpress.com/20 ... massnahme/

Ich hoffe, dass du hier von den Anderen Usern noch viele gute und auch helfende Ratschläge erhalten wirst.

Den ersten Schritt- den WILLEN und das WOLLEN- dich zu lösen, hast du getan- wohl weil du merkst, wie du gerade endgültig Zugrunde gehst und auch weißt, dass dein "Mann" der letzte ist, der dir helfen wird, wenn du einmal ganz zusammengebrochen bist.

Du wirst es schaffen- es wird ein langer Weg werden, und die Gegenwehr wird massiv sein- daher- nochmal- am Besten alles im Geheimen tun und planen- auf keinen Fall mit ihm offen "Reden", keine Hoffnung mehr auf sein "Verständnis" verschwenden, sondern alle deine Energie sparen und deinen geheimen Ausstieg planen! Auch wenn du dich noch so einsam fühlst und Alleine! Du bist ein starker Mensch und du wirst es schaffen, wenn Du nur ganz fest an DICH SELBST GLAUBST und vorallem DICH SELBER WIEDER SO LIEBST, wie DU es VERDIENST! Niemand wird dir helfen, ausser Du selber! Und das wirst du auch schaffen!

Glg,
Nina Sunshine

gadi
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Re: Verzweifle in meiner Beziehung

Beitrag von gadi » 02.06.2017, 12:45

Nina Sunshine hat geschrieben: Du bist ein starker Mensch und du wirst es schaffen, wenn Du nur ganz fest an DICH SELBST GLAUBST und vorallem DICH SELBER WIEDER SO LIEBST, wie DU es VERDIENST! Niemand wird dir helfen, ausser Du selber! Und das wirst du auch schaffen! Glg, Nina Sunshine
Wir hier helfen dir schon, wir sind "immer da". :wink:
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karima66
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Re: Verzweifle in meiner Beziehung

Beitrag von karima66 » 02.06.2017, 12:53

Hallo Mummelputz,

eigentlich wollte ich jetzt rausgehen, aber wenn ich dann so eine Geschichte lese dann muss ich doch antworten.
Mir ging es beim lesen wie @Anaba und ihre Vorschläge was du tun kannst bzw. musst und das möglichst sofort/heute kann ich nur unterstützen.
Die Idee mit einer Kur ist gut denn du brauchst Abstand und dort findest du auch Leute mit denen du reden kannst.
Nun weiß ich, dass es als Selbstständige schwierig meist ist frei zu machen, aber was nutzt dir dein Geschäft/Firma wenn du so kaputt und krank bist, dass du früher oder später, eher früher ohnehin der Arbeit nicht mehr nachgehen kannst.
Du schreibst, dass du so nicht mehr leben willst, wie es dir jeden Tag geht, jetzt schon Horror vorm Wochenende, das ist kein Leben mehr und kein Mensch sollte auch nur einen Tag so leben, ich würde es nicht einen Tag aushalten und staune auch immer über die Leidensfähigkeit mancher Menschen.
Dann schreibst du du hättest keine Kraft mehr für eine Trennung und bedauerst, dass du dich wieder drauf eingelassen hast.
Nur DU kannst dir helfen, du hast die Kraft, du musst sie haben wenn du noch ein paar Jahre leben willst, wirklich leben und nicht schlimmer als ein Tier vor dich hin vegetieren in Abhängigkeit von diesem Mann der dich nur ausnutzt und behandelt als wärest du kein Lebewesen, sondern sein Auto oder sowas.
Es hilft dir nicht die Vergangeheit zu bedauern, jetzt musst du handeln wenn sich etwas ändern soll, nur du kannst dein Märtyrium beenden und ändern, du musst es wollen, dann schaffst du es.
Denke an das was du gewinnst, denke daran was du alles machen kannst und wie ruhig und entspannt du leben kannst wenn du es geschafft hast.
Mache dein Ding, schaffe dir Distanz zu ihm, mache das Nötigste, wenn er sich wundert was los ist dann mach ihm klar, dass sich ab sofort alles ändert und du nicht mehr seine Sklavin bist.
Will er essen soll er einkaufen, will er es sauber soll er putzen, will er Sex und du nicht ist das sein Problem.
Nutze du die freien Tage jetzt und gehe raus, alleine, setz dich in ein Cafe, schreib dir auf was du alles tun musst um von ihm weg zu kommen, wie @Anaba dir schon riet hol dir Hilfe beim Anwalt, aber auch bei anderen Menschen.Wenn du keine Freunde/Familie hast dann schau dich um bei Beratungsstellen und Vereinen, wenn gar nicht anders geh zur Seelsorge in einer Kirche, rede mit Menschen und hol dir Untertützung, auch beim Arzt.
Kümmere dich nur noch um dich!
Und vor allem schütze dein Geld, richte dir ein eigenes Konto ein wo du dein Geld hin überweist.
Er soll sein Leben selbst in den Griff kriegen oder auch nicht, aber du bist raus und musst dich schützen.
Dass wird nicht einfach, aber denke immer daran was du gewinnen kannst und was du verlierst wenn du nichts änderst.
Schreib das nebeneinander auf, das hilft manchmal.

Sollte er gewalttätig werden wieder dann ruf die Polizei, wenn du genug Geld hast kannst dich auch paar Tage in einem Hotel unterbringen um in Ruhe Dinge zu erledigen und runter zu kommen.
Nutze alles was dir möglich ist um Kraft zu schöpfen, Abstand zu bekommen, räumlich, aber auch seelisch.

Und schreibe immer hier wenn dir so ist, Jemand wird immer antworten, lies die anderen Geschichten, da gibt es sicher ähnliche und du fühlst dich nicht so alleine mit allem, wenn du liest wie andere Frauen es geschafft haben sich zu trennen dann schaffst du es auch, macht es dir Mut!

Fang heute an, plane die drei Tage ohne ihn.Er hat dir nie gesagt was er macht, wo er ist, hat sich mit dir nie besprochen, musst du auch nicht, verbringe die Tage alleine um dich zu sammeln und einen Schritt nach dem anderen zu planen.

Alles Gute dabei und rette bitte dein Leben!Kein Mensch muss so leben und das aushalten.

Jetzt erst las ich die Zeilen von @Nina und @gadi, ich schrieb ja auch wir sind immer hier und helfen, aber trotzdem funktioniert das nur wenn du dir selbst hilfst.
Und ja vielleicht ist der geheime Weg in diesem Fall besser, das kommt auf dich an, womit du besser klar kommst, ich bin eher immer für offene Taten und hab das auch in schwierigen Situationen durchgezogen, aber das muss Jeder für sich wissen was besser ist, Notlügen wie " der Arzt hat gesagt" sind auf jeden Fall eine Lösung.

Nina Sunshine
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Re: Verzweifle in meiner Beziehung

Beitrag von Nina Sunshine » 02.06.2017, 12:58

Wir hier helfen dir schon, wir sind "immer da". :wink:
Natülich!

Patrizia75
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Re: Verzweifle in meiner Beziehung

Beitrag von Patrizia75 » 02.06.2017, 13:05

Du schreibst:
"Ich sehne mich danach, wieder alleine zu leben und mich selbst bestimmen zu können. Ich habe für ihn alles aufgegeben - meine Freunde, meine Tiere."

Warum tust du es denn nicht? Also ihn einfach verlassen? Du bist ja von ihm nicht abhängig! Was hält dich zurück? Die Angst, alleine zu sein?

Nina Sunshine
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Re: Verzweifle in meiner Beziehung

Beitrag von Nina Sunshine » 02.06.2017, 13:12

Patrizia75 hat geschrieben:Du schreibst:
"Ich sehne mich danach, wieder alleine zu leben und mich selbst bestimmen zu können. Ich habe für ihn alles aufgegeben - meine Freunde, meine Tiere."

Warum tust du es denn nicht? Also ihn einfach verlassen? Du bist ja von ihm nicht abhängig! Was hält dich zurück? Die Angst, alleine zu sein?
Es ist extrem schwierig, jemanden zu verlassen, der gewalttätig wird, der einen Mensch isoliert hat und der das Leben des Anderen auf subtile Weise kontrolliert. Natürlich spielt auch das Stockholm- Syndrom (u.a.) eine Rolle und auch befürchtete (oft imaginäre) Einsamkeit- Abhängigkeit kann völlig andere Formen als die rein finanzielle Komponente beinhalten- und auch von entsprechenden Leuten mit (subtiler und offener) Gewalt durchgesetzt werden. Hier spielt Konditionierung und Einschüchterung eine große Rolle. Also bitte- Contenance!

Desert Dancer
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Re: Verzweifle in meiner Beziehung

Beitrag von Desert Dancer » 02.06.2017, 14:01

Liebe Mummelputz!
Ich bin echt erschüttert Deine Situation zu lesen. Besonders auch dass Du dazu noch die Diagnose MS hast. Ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass Du einen positiven Krankheitsverlauf hast, der Dich noch ewig selbständig sein lässt! (und ich kenne jemanden, dem es fast 20 Jahre nach der Diagnose immer noch sehr gut geht).

Aber dafür musst du diesen Mann wirklich loswerden. Solche Belastungen wie Du sie aushalten musst, schwächen das Immunsystem und das wiederum begünstigt das Auftreten von MS-Schüben.

Ist ihm eigentlich überhaupt bewusst, dass Du krank bist? Was wird er tun, wenn Du eines Tages krankheitsbedingt nicht mehr arbeiten und den Haushalt schmeissen kannst? Ich kann es Dir sagen... er wird Dich verlassen. Es wundert mich überhaupt, dass er Dich noch anfasst, da Du ja krank bist. Und deshalb denke ich, er ist sich gar nicht im Klaren, dass Du krank bist.

Also beginne mal zu jammern, anstatt immer Stärke zu zeigen und die Idee, zu sagen dass der Arzt Dir Sex verboten hat, finde ich sehr gut. Probiere das mal aus. Das wäre dann wenigstens ein erster Schritt... Und wenn er sich eine andere sucht, wenn Du nicht mehr hinhältst - umso besser !!

Ich wünsche Dir, dass Du irgendwo die Kraft findest, um aus dieser unhaltbaren Situation rauszukommen. Ich weiss, dass ist echt schwer. Aber es wird Dich befreien, wie Du ja selber schon festgestellt hast. Wage es !

PS: Vielleicht kannst Du jemanden von den Freunden, die Du aufgegeben hast, wieder aktivieren?
Ehemaliges CIB-Vereinsmitglied

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Ariadne
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Re: Verzweifle in meiner Beziehung

Beitrag von Ariadne » 02.06.2017, 14:08

Liebe Tina,
es tut mir unendlich leid, du bist an ein Eisklotz gebunden. Das ist keine Liebe, was er für dich empfindet. Ich hatte auch einen Partner aus dem arabischen Raum, aber so ein Verhalten hätte ich keine Minute geduldet. Meine Beobachtung des Lebens dort, ich hatte dort auch gelebt, es gibt in der unteren Schicht ein paar Männer, die so was anstellen würden, aber wenn er Schriftsteller ist, erwartet man von ihm etwas mehr Bildung und Anstand.
Lass dir so ein Verhalten nicht gefallen, er liebt dich nicht wirklich, er benutzt dich als Dienstmädchen, Geldgeber und zum Befriedigen seiner sexuellen Bedürfnisse. Von Liebe und Respekt keine Spur. Es wird auch nicht besser, nur noch schlimmer.

Ich frage mich, wie kann man so einen Menschen lieben?

Meine Vorschreiber haben gute Tipps gegeben, löse dich von ihm und versuche die Scheidung durchzuziehen. Verschenke ihm nicht noch deine wertvolle Rentenpunkte.Er wird sowieso schon etwas von dir lebenlang kassieren (7 Jahre Ehe, bekommt er schon was), aber dann musst du wenigstens seine Verwandte nicht durchfüttern. Er soll selber verdienen und sein Geld seiner Familie schenken. Dann weiß er wenigstens, was das bedeutet.

Nehme bitte die Kraft und ziehe die Trennung/Scheidung durch. Das ist keine Liebe und keine schöne Zukunft für dich.

Liebe Grüße
Ariadne
Die Liebe ist so unproblematisch wie ein Fahrzeug. Problematisch sind nur die Lenker, die Fahrgäste und die Straße.
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Franconia
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Re: Verzweifle in meiner Beziehung

Beitrag von Franconia » 02.06.2017, 14:24

Hallo Tina,
Mummelputz hat geschrieben:Hat jemand von Euch auch so etwas erlebt? Wie komme ich aus dieser Sackgasse heraus? Wie kann ich es schaffen, meine Wünsche auch nur zu äußern, und dann noch etwas "durchsetzen"?
Ja, sowas in der Art hab ich auch erlebt, vor allem was die Gewalt betrifft. Allerdings war das für mich der Schlussstrich, denn mir war klar so kann und will ich nicht weiter leben.

Ein paar Anregungen...
Du arbeitest - er macht sich nen schönen Lenz auf deine Kosten: Entziehe ihm alle Vollmachten für gemeinsame Konten, mit Ausnahme vom Haushaltskonto wenn er einkaufen geht. (wenn du das alles übernimmst, dann braucht er auch da keinen Zugriff)
Sage ihm das auch ganz deutlich. Wenn er Geld braucht für seine Hobbies oder seine Familie, dann soll er sich einen Job suchen - und nicht einknicken wenn er jammert, bettelt oder gar droht.

Heb alle Kontoauszüge auf, aus denen geht hervor wer wann Geld abgehoben hat oder wenn etwas überwiesen wurde (für dich der Nachweis wie "großzügig" er mit deinem hart verdienten Geld umgeht)

Sage ihm klipp und klar, wenn seine Familie kommt dann soll er sich um seine Sippe kümmern, wenn du kannst, dann fahr einfach ein paar Tage in einen Kurzurlaub in der Zeit.

Wenn er Sex will und du nicht, dann sag ihm das klipp und klar - versucht er es trotzdem oder nimmt dich gegen deinen Willen, dann geh zur Polizei!
Wird er gewalttätig oder droht dir auch nur mit Gewalt wenn du nicht so funktionierst wie er will, dann geh ebenfalls zur Polizei. Sag denen auch das es schon mal einen Vorfall wegen häuslicher Gewalt gegeben hat.

Nimm mal Kontakt mit einer Familie-/Eheberatungsstelle oder ggf. einem Frauenhaus auf, dort bekommst du auch hilfreich Tipps was du machen kannst.

Und letztendlich, lass dich mal von einem Anwalt beraten was in Bezug auf eine Trennung auf dich zukommt (Ehegattenunterhalt, Wohnung, etc.) und auch was du bei Gewalt oder seiner übermäßigen Verschwendungssucht (nix anderes ist es wenn er dein Geld mit vollen Händen raus und seiner Familie in den Rachen wirft) tun kannst.

Das wichtigste ist das du stark bleibst und dich nicht wieder von ihm einlullen lässt, wenn du eine Ansage (egal ob zum Thema Geld, Sex, Trennung, etc.) machst.
Dieser Mann wird sich nie ändern sondern immer nur sich und sein Wohl sehen, das zeigt er deutlich in seinem Verhalten nachdem du ihn nach der Trennung zurück genommen hast - er ist und bleibt ein Egoist.
Wenn die Guten nicht kämpfen, werden die Schlechten siegen. (Platon)

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Re: Verzweifle in meiner Beziehung

Beitrag von Anaba » 02.06.2017, 14:41

Eins noch.
Die Idee, dass dein Arzt dir rät kürzer zu treten, ist gut.
Es erspart dir lästige Diskussionen, die sowieso nichts bringen.
Jammere, klage, leg dich nach der Arbeit hin.
Du bist fertig und kannst nicht mehr.
Er sollte das eigentlich kennen. Frauen aus seinem Kulturkreis genießen oft die Zeit, wenn sie sich unwohl fühlen
und lassen sich dann rundum bedienen. Mach es ihnen nach.
Hier heiligt der Zweck die Mittel.
Wie eine Vorschreiberin bereits angemerkt hat, Argumente helfen hier nichts, Diskussionen sind sinnlos.
Dann eben so.
Liebe Grüße
Anaba

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Re: Verzweifle in meiner Beziehung

Beitrag von gadi » 02.06.2017, 15:25

karima66 hat geschrieben: Jetzt erst las ich die Zeilen von @Nina und @gadi, ich schrieb ja auch wir sind immer hier und helfen, aber trotzdem funktioniert das nur wenn du dir selbst hilfst.
Nina Sunshine hat geschrieben:
Wir hier helfen dir schon, wir sind "immer da". :wink:
Natülich!
Karima, Nina: Ich wollte euch natürlich nicht ernsthaft widersprechen. @Mummelputz muss selber in Aktion treten usw., und es wird nicht leicht werden. Aber jeden Tag ein wenig leichter. Und den Anstupser dazu, dazwischen immer wieder Anregungen/Aufmunterung sowie einen sicheren "Rückzugsort" hier zum ausheulen und austauschen, das bieten wir. Das ist nicht wenig.
Glück auf liebe Mummelputz, wirst sehen, so in ein paar Monaten schreiben wir hier schon mit einer anderen, glücklicheren Frau, nämlich mit dir.
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Thelmalouis
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Re: Verzweifle in meiner Beziehung

Beitrag von Thelmalouis » 02.06.2017, 15:57

Hallo Mummelpurz,

auch herzlich willkommen von mir.
Anaba hat geschrieben:Eins noch.
Die Idee, dass dein Arzt dir rät kürzer zu treten, ist gut.
Es erspart dir lästige Diskussionen, die sowieso nichts bringen.
Jammere, klage, leg dich nach der Arbeit hin.
Du bist fertig und kannst nicht mehr.
Er sollte das eigentlich kennen. Frauen aus seinem Kulturkreis genießen oft die Zeit, wenn sie sich unwohl fühlen
und lassen sich dann rundum bedienen. Mach es ihnen nach.
Hier heiligt der Zweck die Mittel.
Wie eine Vorschreiberin bereits angemerkt hat, Argumente helfen hier nichts, Diskussionen sind sinnlos.
Dann eben so.
Das ist wirklich ein super Vorschlag.
Ich würde an deiner Stelle, keinen Handschlag mehr rühren, oder nur so tun als ob und nach kurzer Zeit unter viel Gejammer (du willst ja, aber es geht einfach nicht) den Putzlappen hinschmeißen und mich theatralisch hinlegen.
Und wenn es bei dir zu Hause dann aussieht wie Bombe, verliert er vielleicht doch schneller das Interesse.

Aber vorsorglich würde ich auch immer wieder erwähnen, dass deine Geschäfte im Moment sehr schlecht laufen und du in großer Sorge deswegen bist.
Die Kunden merken, dass du nicht auf der Höhe bist, es bleiben Aufträge aus, evtl. schlechte Auftragslage, auch ist dein finanzielles Polster stark geschrumpft, du musstes eine hohe Forderung /Kredit begleichen, etc.......
Jammern schadet auch hier nichts.
Hiermit lieferst du auch schon mal eine Begründung, warum du momentan nichts an seine Sippschaft zahlen kannst und auch für ihn der Geldhahn nicht so fließt wie sonst. Er wirds ja schon bald selbst merken.

Ich hoffe, du kannst dir damit etwas mehr Zeit verschaffen, um alles zu regeln was zu regeln ist und ihn damit unter einer gewissen Kontrolle halten, damit es nicht erneut eskaliert.
Gruß Thelmalouis

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leva
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Re: Verzweifle in meiner Beziehung

Beitrag von leva » 02.06.2017, 17:20

Das ist wirklich eine grauenhafte Situation.

Du musst Fakten schaffen.MMn ist das wichtigste die raeumliche Trennung von ihm,damit du seinem Einfluss entgehst..Keine Spielchen,Anpassugsversuche mehr......das ist alls fuer die Katz.


Ist es dir moeglich eine kleine Whg zu mieten?

Corinna
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Re: Verzweifle in meiner Beziehung

Beitrag von Corinna » 02.06.2017, 17:56

Liebe Mummelpurz,

es tut mir sehr leid, daß Du in dieser Situation steckst. Ich finde es gut, daß Du Dich an dieses Forum gewandt hast. Du hast ja auch schon viele gute Ratschläge bekommen.

Franconia hat geschrieben:
" Nimm mal Kontakt mit einer Familie-/Eheberatungsstelle oder ggf. einem Frauenhaus auf, dort bekommst du auch hilfreich Tipps was du machen kannst."
Diesen Vorschlag finde ich sehr wichtig. Es ist gut, wenn Du Dich an das Forum wendest und Du solltest meiner Meinung nach zusätzlich professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

Hast Du schon einmal vom Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen (http://www.hilfetelefon.de/) gehört? Die sind 365 Tage 24 Stunden für Dich da.

Es ist tragisch, das Du auch noch krank geworden bist, aber vielleicht ergibt sich daraus Deine große Chance, indem Du - und den ersten Schritt hast Du schon getan - die Dinge in die Hand nimmst und gleichzeitig Hilfe in Anspruch nimmst.

Jetzt ist Deine Zeit - sorge für Dich und rette Dich!

Alles Liebe
Corinna

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Re: Verzweifle in meiner Beziehung

Beitrag von Fierrabras » 02.06.2017, 18:51

wenn er Dich wieder schlägt: Polizei rufen und Anzeige erstatten. und diese nicht zurück ziehen!!!

Thelmalouis
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Re: Verzweifle in meiner Beziehung

Beitrag von Thelmalouis » 02.06.2017, 21:27

Hallo Mummelputz,

im Grunde bin ich auf dafür, dass eine Trennung möglichst zeitnah erfolgen sollte und für klare Fakten.
Wie bereits vorgeschlagen, sichere deine Finanzen und bespreche dich schnellsten mit deinem Anwalt.
Mach Nägel mit Köpfen.

Ich musste beim Lesen deiner Geschichte ganz spontan an einen privaten Personenschutz denken.
So was habe ich hier noch nie jemanden im Forum vorgeschlagen und ich weiß auch nicht wie seriös solche Dienste sind und wie viel so was kostet, vielleicht gibt da auch die Polizei Auskunft darüber (kannst dich ja erkundigen).
Da würde ich sowieso vorsprechen, du hast geschrieben, dass er dir gegenüber bereits gewalttätig geworden ist.
Ich hoffe, dass das nicht nochmals passiert, aber falls doch, dann zeige den Kerl auch umgehend an.

Du schreibst, du bist allein und hast niemanden, der dich im Notfall unterstützen könnte, dann besteht evtl. hier die Möglichkeit so einen Dienst zu nutzen, zumindest zeitweise.
Ein Beispiel dafür wäre, wenn du im mitteilst, dass du ihn verlässt (irgendwann musst du das ja tun), die Wohnung räumst und der eigentliche Umzug stattfindet.
Damit du deinem Nochmann nicht schutzlos ausgeliefert bist, dient diese Maßnahme hoffentlich als Abschrenkung.

Ich schlage dir das vor, weil ich nicht weiß, welche Möglichkeiten Frauenhäuser-Einrichtungen haben. Ganz konkrekt, stehen hier Mitarbeiter z.B.: auch beim Umzug zur Seite und wie lange es dauert, bis eine Richterliche Verfügung durch ist.

Erkundige dich und nutze auf jeden Fall jede weitere Hilfe, die sich dir bietet.
Gruß Thelmalouis

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happy mind
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Re: Verzweifle in meiner Beziehung

Beitrag von happy mind » 02.06.2017, 22:47

leva hat geschrieben:Das ist wirklich eine grauenhafte Situation.

Du musst Fakten schaffen.MMn ist das wichtigste die raeumliche Trennung von ihm,damit du seinem Einfluss entgehst..Keine Spielchen,Anpassugsversuche mehr......das ist alls fuer die Katz.


Ist es dir moeglich eine kleine Whg zu mieten?
Das denke ich ebenso.
Sofort darum kümmern, dass deine räumliche Trennung eingeleitet werden kann. Sobald du "gehen" kannst nur noch die Summe des Trennungsunterhaltes bereitstellen, die du ja wegen seiner fehlenden Erwerbstätigkeit an ihn zu entrichten hast. Jetzt schon anwaltliche Beratung und Hilfe in Anspruch nehmen. Ein sachliches "Abschiedsgespräch" führen an einem neutralen Ort mit Zeugen und nur noch mit Begleitung in die gemeinsame Wohnung, um dort persönliche Sachen abzuholen. Und dann Kontaktsperre.
Spielchen spielen kann man nur, wenn man die gleiche Augenhöhe zu seinem Spielpartner erreicht. Meiner Meinung nach fehlt dir dafür die Kraft.

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