Meine Begegnungen mit Bezness ein Erlebnisbericht

Erfahrungsaustausch von Angehörigen, wie Eltern, Kinder und Ehemänner von Betroffenen. Auch Freunde & Bekannte kommen hier zu Wort.

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Mandalay
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Meine Begegnungen mit Bezness ein Erlebnisbericht

Beitrag von Mandalay » 29.08.2018, 00:12

Liebe Forumsgemeinde,

aufgrund von Berichten in den Medien und Gesprächen im Freundeskreis wurde ich wieder daran erinnert, daß auch ich schon versuchten
Bezness erlebt habe.
Und das ja nicht nur einmal, ich habe über die Jahre immer wieder mal solche Geschichten erlebt.

Interessant ist hier wohl am meisten das was die Möchtegern-Bezzies von ihrer Sicht haben durchblicken lassen.

Mir ist ein bestimmter Eindruck entstanden, von dem ich hier berichten möchte und bin gespannt ob es dazu Rückmeldungen von
Euch gibt. Mir war als ich das alles erlebte gar nicht klar, mit was ich da konfrontiert bin, nur dass ich es komisch fand. Und von Not getrieben,
bzw dass diejenigen zu sehr mit Not beschäftigt sind um sich dem echten Leben (Liebe) widmen zu können.
(Wie im Vorstellungsthread geschrieben hatte ich ja das Glück dass meine Möchtegern-Bezzies sich ungeschickt anstellten)

Die Dies und Das-Ecke hier im Forum erschien mir am besten passend für meinen Beitrag, da ich ja nicht von aktuellen Ereignissen schreibe
und eher Vergangenes nochmal neu beleuchten will. Im Nachhinein, mit dem Wissen aus dem Forum, beschäftigen mich meine Erlebnisse
nochmal anders als sie es damals getan haben.

Ehrlich gesagt bin ich total entsetzt.

Darum möchte ich Euch von meinen Erlebnissen schreiben, der Einfachheit halber chronologisch, immer mal eine Geschichte.

Warum ich das machen will: -mit meinem neuen Wissen aus dem Forum verarbeiten was ich da eigentlich erlebt hatte

- ich möchte die Sicht der Möchtegern-Bezzies darstellen, ihr Handeln aus IHRER Sicht
(das, was ich an deren Sicht erkennen konnte)


Da fang ich heute doch mal mit der ersten Geschichte an:

Mir ist mein erster Bezzie 1994 begegnet, in einer Disco in meiner damaligen Heimatstadt. Ein Marokkaner mit Asylstatus, was, wie ich
heute weiß, aussichtslos war, es sei denn er heiratet eine Deutsche. (Das hat er auch getan wie ich später heraus fand).

Naja, diese Begegnungen mit ihm in der Disco waren angenehm entspannt bis er bei der 3. oder 4. Begegnung, Ihr ahnt es schon, meinte dass er mich
liebt und mit mir leben will. So interessant ich ihn damals fand, so fand ich doch auch, dass er völlig naiv ist und eben aus einer anderen Welt kommt.

Ich fand es komisch, von jetzt auf gleich von Liebe zu sprechen und versuchte ihm, der kaum deutsch sprach, zu erklären dass er erstmal eine
Auftenthaltserlaubnis braucht. Erstmal die Existenz, dann alles andere. Ich dachte mir also dass er in ein paar Jahren für mich interessant werden
könnte. Er war auch 8 Jahre jünger wie ich, er damals 20, ich 28. Ein Klassiker.

Nun, um eine lange Geschichte kurz zu machen:

Über die Jahre danach hatte ich ihn immer mal wieder gesehen, jedoch war von "Liebe" nie wieder die Rede.
Ich sah ihn dann, nachdem er wohl die begehrte AE hatte, "ungeschminkt", das war 2001.
(Er muss die AE dann gehabt haben, als ich ihn das letzte Mal sah waren 7 Jahre vergangen und er immer noch in Deutschland)

Interessant war hier auch, dass er nichts über seine Lebensumstände erzählt hat, als ich ihn das letzte Mal (2001) sah.

Er hatte zuvor natürlich eine Deutsche geheiratet, er sagte bei einem Treffen Jahre vorher (1995) dass er sonst
hätte ausreisen müssen, wenn er nicht verheiratet gewesen wäre.

Die Art und Weise wie er das sagte, sagte alles aus. Es ging um den Aufenthalt, nicht um die Frau, er machte sogar Äußerungen
dass es mit dem SXX nicht so gut klappt. Es ging um Aufenthalt, das war mir damals schon klar, nur war mir die Tragweite nicht klar.

Mit wem hab ich mich denn da beschäftigt? Das hat mein Hirn irgendwie nicht erreicht.

Als ich ihn das letzte Mal sah, hatte er seine AE in der Tasche und wir führten völlig normale Gespräche,
diesmal in gutem Deutsch, es gab keine Liebesbekundungen mehr, keine skurrilen Nettigkeiten, aber auch keine tiefgründigen
Gespräche oder irgendetwas in der Art.

Am interessantesten ist meiner Meinung nach wie er mir erzählt hatte dass er hätte gehen müssen, wäre er nicht verheiratet gewesen:

Der hatte dabei weder ein schlechtes Gewissen, noch fühlte er sich schuldig, noch sonst irgendwas. Es war für ihn irgendwie vollkommen
normal, völlig in Ordnung. Nicht zu fassen, und ich hab es gesehen. Das ist auch das, wovon ich hier eigentlich schreibe.
So zu handeln schien für ihn völlig in Ordnung zu sein, es schien wohl nicht nur so, es ist bestimmt auch so.
Und genau DAS ist des Pudels Kern.

Empathie? Fehlanzeige.

Im hier und jetzt frage ich mich ob seine damalige Frau nicht hier im Forum sein könnte.


Das wars erstmal für heute,

viele Grüsse Mandalay

gadi
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Re: Meine Begegnungen mit Bezness ein Erlebnisbericht

Beitrag von gadi » 29.08.2018, 08:11

Hallo Mandalay,

noch ein herzliches Willkommen auch von mir!

Vielen Dank für die interessante Erzählung über Bezness "von aussen". Es kann äußerst hilfreich sein, gerade auch für "wirklich" Betroffene, den objektiven Blick eines nicht (richtig) involvierten Beobachters zu lesen, sich damit zu beschäftigen.
Und ja, es ist wirklich gut möglich, dass die damalige Frau des Bezzies hier im Forum ist oder war.

Es wäre zu überlegen, ob solche "beobachtenden" Geschichten nicht auch etwas für unsere Wahren Geschichten hier wären.

Ich freue mich auf deine weiteren Beiträge!
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Ariadne
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Re: Meine Begegnungen mit Bezness ein Erlebnisbericht

Beitrag von Ariadne » 29.08.2018, 09:40

Liebe Mandalay,
Ich finde deine Beobachtungen und Schlussfolgerungen realistisch, es läuft so ab, da hast du 100% recht. Ich finde es schade, dass die Frauen nicht rechtzeitig abspringen können, bevor zum seelischen Schmerz die erheblichen finanziellen Verluste noch dazu kommen.
Und die Gleichgültigkeit, wie solche Geschichten von den Bezzies Seiten abgetan werden, lässt mich auch erschaudern. Aber die Beobachtungen habe ich selbst machen können und kann nur bestätigen.
Du hattest unheimlich viel Glück, ein Engel hat dich beschützt - oder dein Verstand :?:

Schön, dass du deine Erfahrungen hier teilst, vielleicht gibt es einigen Frauen einen Denkanstoß. Es gibt viel zu viele Frauen, denen diese Mentalität noch fremd ist und ohne Hilfe würden gar nicht auf die Idee kommen, dass es Betrug sein kann.

Liebe Grüße
Ariadne
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Efendi II
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Re: Meine Begegnungen mit Bezness ein Erlebnisbericht

Beitrag von Efendi II » 29.08.2018, 10:49

Ariadne hat geschrieben: Es gibt viel zu viele Frauen, denen diese Mentalität noch fremd ist und ohne Hilfe würden gar nicht auf die Idee kommen, dass es Betrug sein kann.
Das müssen dann aber wohl Frauen sein, an denen das tägliche Leben völlig vorbeiläuft, die keine Medien konsumieren, überhaupt keinen Anteil am tagtäglichen Geschehen und an politischen Ereignissen nehmen, völlig blind durchs Leben laufen und völlig abgeschieden ohne Radio und TV auf einer einsamen Alm leben, sodass sie von dem was hier in Deutschland geschieht, nichts mitbekommen.
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Re: Meine Begegnungen mit Bezness ein Erlebnisbericht

Beitrag von gadi » 29.08.2018, 11:06

Efendi II hat geschrieben:
Ariadne hat geschrieben: Es gibt viel zu viele Frauen, denen diese Mentalität noch fremd ist und ohne Hilfe würden gar nicht auf die Idee kommen, dass es Betrug sein kann.
Das müssen dann aber wohl Frauen sein, an denen das tägliche Leben völlig vorbeiläuft, die keine Medien konsumieren, überhaupt keinen Anteil am tagtäglichen Geschehen und an politischen Ereignissen nehmen, völlig blind durchs Leben laufen und völlig abgeschieden ohne Radio und TV auf einer einsamen Alm leben, sodass sie von dem was hier in Deutschland geschieht, nichts mitbekommen.
Oder diejenigen, die z.B. dem ZDF und der ARD Glauben schenken.
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Re: Meine Begegnungen mit Bezness ein Erlebnisbericht

Beitrag von Efendi II » 29.08.2018, 12:58

gadi hat geschrieben: Oder diejenigen, die z.B. dem ZDF und der ARD Glauben schenken.
Aber auch bei den Staatsmedien rutscht gelegentlich eine Meldung durch, die bei einem halbwegs vernunftbegabten Menschen die Erkenntnis reifen lässt, dass es sich bei den Gästen der Frau Merkel nicht durchweg um zivilisierte Personen handelt, die unsere Gepflogenheiten, Kultur und Rechtsvorschriften vollumfänglich beachten und respektieren.
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Re: Meine Begegnungen mit Bezness ein Erlebnisbericht

Beitrag von gadi » 29.08.2018, 13:21

Efendi II hat geschrieben:
gadi hat geschrieben: Oder diejenigen, die z.B. dem ZDF und der ARD Glauben schenken.
Aber auch bei den Staatsmedien rutscht gelegentlich eine Meldung durch, die bei einem halbwegs vernunftbegabten Menschen die Erkenntnis reifen lässt, dass es sich bei den Gästen der Frau Merkel nicht durchweg um zivilisierte Personen handelt, die unsere Gepflogenheiten, Kultur und Rechtsvorschriften vollumfänglich beachten und respektieren.
...Einzelfälle :wink:
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Re: Meine Begegnungen mit Bezness ein Erlebnisbericht

Beitrag von Ariadne » 29.08.2018, 14:48

Wir können uns aufregen, soviel uns genehm ist, die Wahrheit ist, dass es sehr viele sogar viele Menschen sind, die von Bezness keine Ahnung haben. Von Heiratsschwindler haben sie zwar gehört, aber die Art und Weise verbinden sie es nicht mit den orientalischen Ländern oder mit anderen armen Regionen auf der Welt. Viele sind sehr großzügig und wollen helfen, da diese Menschen wirklich arm sind. Die Machenschaften dahinter vermuten sie nicht.

Es gibt viele Frauen, die immer noch an das Gute im Menschen glauben und hoffen, dass nicht alle so sein können.
Es muss Ihnen erst bewusst werden, dass es sehr darauf ankommt wie und wo man sich kennenlernt, welchen Status der Aufenthalt des Partners hat, in welchen Kreisen sich derjenige bewegt und welche Schulbildung er/sie hat. Klar ist es schon, dass auch im günstigsten Fall auch schief laufen kann. Da spielt die Religion auch eine Role.

Die Zeichen, die hier oft erwähnt wurden, müssen rechtzeitig erkannt werden, schneller Heiratsantrag, Geld oder Geschenke usw.
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Re: Meine Begegnungen mit Bezness ein Erlebnisbericht

Beitrag von Mandalay » 29.08.2018, 22:49

Hi zusammen,

Danke für Eure Rückmeldungen, ich war mir nicht sicher ob meine Beiträge Sinn machen oder nicht, schön dass es geklappt hat. Und wie gesagt waren bei mir die Umstände einfach anders, ich schätze mal dass gar niemand vor Bezness sicher ist, niemals nie. Drum finde ich es ja so schlimm wenn es dann immer heisst "selbst dran Schuld ". So wie viele es hier im Forum erlebt haben, wurde die Emotionalität von langer Hand aufgebaut und geplant, und das hab ich ja so nie erlebt, da waren meine Bezzies wohl zu ungeschickt für.

Viele Grüße Mandalay

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Re: Meine Begegnungen mit Bezness ein Erlebnisbericht

Beitrag von Efendi II » 30.08.2018, 00:24

Ariadne hat geschrieben:Es gibt viele Frauen, die immer noch an das Gute im Menschen glauben und hoffen, dass nicht alle so sein können. .
Wer es nicht tut und eher an das Schlechte im Menschen glaubt, wird seltener enttäuscht.
Habe Mut, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen! (Immanuel Kant)

Mandalay
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Re: Meine Begegnungen mit Bezness ein Erlebnisbericht

Beitrag von Mandalay » 30.08.2018, 01:17

Hi liebe Forumsgemeinde nochmal,

da ich noch munter bin, erzähle ich mal die Geschichte wie ich überhaupt auf den Begriff "Bezness" kam, und überhaupt auf die Idee,
im Internet zu recherchieren. Ich verlasse das Jahr 2001, nun befinde ich mich im Jahr 2005, in Istanbul. Immer noch, wie zuvor
erwähnt, ahnungslos und einfach nur aus auf interessante Erlebnisse, diese auch gern mit Männern, wenn es denn passt.

Ein Türke in Istanbul, tätig im Tourismus, und ich habe nichts ahnend mit ihm angebandelt.
Auch hier wieder das gleiche Schema, viel bla bla, aber nichts ist wirklich passiert. Zuerst fand ich das alles nur ein bisschen anstrengend,
aber dann machte er zum Glück den entscheidenden Fehler. Er meinte wir sollen "Buisiness" machen, ohne dabei das Buisiness jedoch zu erklären.
Er wollte mit mir, kein Witz, zur sogenannten "russian Embassy" gehen, die aber gar nicht die russian Embassy war, denn die ist
woanders. Mit anderen Worten, irgendein Office und irgendwas wollte er da verhackstücken. Da das Thema am dritten (! :mrgreen: )
Tag aufkam, war es wohl kein Wunder, dass ich mich seit diesem Tag von ihm distanziert hatte.

Ich war baff erstaunt und hätte mit sowas niemals gerechnet, und ich habe mich immer wieder gefragt wie jemand so naiv sein kann.
Viieel zu schnell und zu ungeschickt, dachte ich mir, das kann doch gar nicht funktionieren.

Was hier an der Geschichte interessant ist:

Seine Mimik. Ich hatte mich über seine Mimik gewundert, die gab irgendwie zu erkennen, ab und an, dass irgendwas nicht in Ordnung ist.
Sein Gesichtsausdruck war irgendwie falsch, ab und an, und ich kam aus dem Staunen nicht mehr heraus.
Es wirkte irgendwie als ob irgendetwas "im Hintergrund steht", irgendein geheimer Plan oder so etwas.
Nur habe ich den Zusammenhang nicht verstanden.

Bis ich an diesem besagten dritten Tag ins Internet Cafe ging. Da hörte ich einen Einheimischen Skypen.
Und das was ich da hörte war ebenfalls sehr merkwürdig. Ich hab Gesprächsfetzen gehört wie derjenige sagte "yes, your money is here"
und noch hinzufügte "you can work with me in XXX"....Ich dachte mir: "Hä???"

Und da keimte in mir die Frage auf, ob es eine Art Plan gibt, sich so zu verhalten. Also ein Plan, dem irgendwie mehrere oder viele folgen.

Denn auch derjenige, der mir die "Embassy" angeboten hatte, wirkte oft, als ob er nicht auf mich bezogen reagiert, auch nicht auf das reagiert,
was gerade ist, sondern irgendwie ....ferngesteuert, nach einem "externen Plan" oder so etwas.

Zurück in Deutschland fing ich an zu googeln und kam auf eine englische Seite, die mir alles offenbarte.
Ich googelte zuvor erstmal einfach solche Begriffe wie "türkische Männer" und ähnliches, dann kam der Link auf diese englische Seite,
und danach, mit mehr Schlüsselwörtern habe ich auch dieses Forum hier gefunden, 1001 Geschickte.de. Ich war hier viele Jahre lang immer
mal wieder stille Gast-Mitleserin.

Ab da wusste ich um was es geht. Bezness.

Besonders interessant fand ich, was ich an Botschaften über SEINE Sicht bekommen habe:

Etwa ein Jahr später war ich wieder in Istanbul und so eine Art Kumpel von ihm erzählte mir dass besagter Mann mir irgendwie
"hinterhertrauern" würde. Ich hab dem Kumpel nichts von Bezness-Versuchen erzählt, sondern nur darauf hingewiesen dass
die Lebensumstände des Mannes zu schwierig sind und ich mir auch charakterlich nichts weiter mit ihm vorstellen kann.

Das interessante hier war, eben wieder, wie schon bei der anderen Geschichte, dass besagter Mann, der Möchtegern-Bezzie,
nicht mit einem Wort die Geschichte mit der "Embassy" erwähnt hatte, wo ich offensichtlich etwas unterschreiben sollte.
Was auch immer, vielleicht eine Bürgschaft oder dergleichen. Der hat ernsthaft so getan, als wäre nichts gewesen,
als hätte ich mich einfach in Luft aufgelöst und er, der arme Mann würde sich nun vorkommen wie ein 10-jähriger Schuljunge.
Das ist ein Original Zitat, denn das hat der Möchtegern-Bezzie dieses Jahr später auch zu mir gesagt.

Der war sich, zumindest nach Außen, keiner Schuld bewußt, bzw gab das nicht zu erkennen.
Ja, was gibt es denn da dann noch zu diskutieren?
Ich erinnere mich dass ich ihm auch gesagt habe, dass er zu viele Probleme in seinem Leben hat.
Da kam dann nur die Antwort "my life is my problem". Nein, ist es nicht. Hab ich auch gesagt, aber
auch das führte ins Nichts.....

Und der Gleiche Mann schickte mir nochmal ein Jahr später eine Email, in der er mir anbot, der "zweite" Mann in
meinem Leben zu sein. Ich hatte ihm geschrieben dass ich ihm nicht zur Verfügung stehe weil ich mich verleibt habe.
Ich war der Meinung, DAS würde endlich sitzen- aber nein :mrgreen:

Ja gehts denn noch?

Wahrscheinlich dachte er sich, dass er ja wenigstens, wenn schon kein Geld o.ä., wenigstens SXX mit mir haben kann.
Ist das denn die Möglichkeit? Als ich das gelesen hatte, tat er mir sogar leid, ich dachte mir dass man sowas nicht
schreiben kann, das wirkte ja fast unterwürfig. Irgendwie vollkommen destruktiv, auf der einen Seite dominieren und
abzocken wollen, dann auf der anderen Seite unterwürfige Emails schreiben, emotional total kaputt.

UNGESUND. Nicht "normal". Was ein kaputter Typ. Hilfe!
Ein Glück bin ich den so schnell los geworden.

Was ich wichtig finde für alle die das hier lesen:

Nicht jeder Bezzie verrät sich durch seine Mimik, oder gibt zu erkennen dass er nach irgendeinem Plan handelt.
Es war in dieser Geschichte der Fall, davor und danach habe ich das so nicht wieder erlebt.
Was ich damit sagen will ist, es gibt diese frühen, deutlichen Anzeichen oft gar nicht.
Da merkt frau es erst, wenn es zu spät ist.
Da sitzt zB der Bezzie dann einfach frech da und fragt "was willst Du denn?"
Und das genau dann wenn es zu spät ist. Wenn er Geld oder und AE in der Tasche hat.


Dass Bezness allerdings auch in Deutschland geschehen kann, erfuhr ich zuerst mal durch den Freundes- und Kollegenkreis.
Deutscher Bezness, das war mir neu. Im Orient ja, aber hier?
Wie ich mich doch täuschen sollte :mrgreen:

Das wird dann meine nächste Geschichte.

viele Grüsse und eine erholsame Nacht

wünscht Euch Mandalay

Anaba
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Re: Meine Begegnungen mit Bezness ein Erlebnisbericht

Beitrag von Anaba » 30.08.2018, 06:22

Guten Morgen Mandalay,

herzlich willkommen auch von mir.

Ich habe deine Erlebnisberichte hierher verschoben.
Hier passen sie besser hin und werden sicher auch öfter gelesen.
Ich hoffe, das ist dir recht.
Liebe Grüße
Anaba

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Nichts ist schwerer und erfordert mehr Charakter, als sich offen im Gegensatz zu seiner Zeit
zu befinden und laut zu sagen: Nein
Kurt Tucholsky

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Re: Meine Begegnungen mit Bezness ein Erlebnisbericht

Beitrag von Ariadne » 30.08.2018, 09:24

Efendi II hat geschrieben:
Ariadne hat geschrieben:Es gibt viele Frauen, die immer noch an das Gute im Menschen glauben und hoffen, dass nicht alle so sein können. .
Wer es nicht tut und eher an das Schlechte im Menschen glaubt, wird seltener enttäuscht.
Es ist wahr, ich will da gar nicht widersprechen, aber dieses Forum ist da, um solchen Menschen zu helfen, die eben enttäuscht oder betrogen wurden. Die Aufklärungsarbeit ist wichtig, Vorwürfe nutzen den Beschädigten nicht. Wir hoffen, dass unsere Warnungen immer mehr Menschen erreichen. Das ist das eigentliche Ziel dieses Forums, wenn ich mich nicht täusche. :?
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Re: Meine Begegnungen mit Bezness ein Erlebnisbericht

Beitrag von Efendi II » 30.08.2018, 09:47

Ariadne hat geschrieben:Wir hoffen, dass unsere Warnungen immer mehr Menschen erreichen. Das ist das eigentliche Ziel dieses Forums, wenn ich mich nicht täusche. :?
Leider sind viele Frauen/Männer zunächst völlig beratungsresistent und kommen erst dann zur Vernunft, wenn sie gehörig auf die Nasen gefallen sind.

Manche Menschen hören erst dann besser, wenn man ihnen die Ohren abschneidet.
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Mandalay
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Re: Meine Begegnungen mit Bezness ein Erlebnisbericht

Beitrag von Mandalay » 30.08.2018, 23:12

Hallo Anaba,

ja Danke, klar ist mir das recht dass Du meine Beiträge hier hin verschoben hast.
Ich hab schon gesehen, hier sind ja noch mehr Berichte von Frauen die nicht direkt betroffen waren.
Dann passt das.

viele Grüße Mandalay

Mandalay
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Re: Meine Begegnungen mit Bezness ein Erlebnisbericht

Beitrag von Mandalay » 30.08.2018, 23:33

Liebe Forumsgemeinde,

mir ist noch einiges zu meinem gestrigen Beitrag eingefallen.
Noch finde ich es recht schwierig hier zu schreiben weil Bezness ein hochsensibles Thema ist und viele hier mitlesen.
Das heißt, ich versuche immer die passenden Worte zu finden um nicht in irgendein "Fettnäpfchen" zu treten.
Ich schätze mal, mit der Zeit wird das anders.

Was mir zu dem Möchtegern-Bezzie Bericht von gestern noch eingefallen ist:

Ich habe die Männer die mir dort begegnet sind, also die mit Touristen gearbeitet haben, allgemein als ziemlich aufgesetzt
empfunden. Alles war irgendwie so "mit nichts viel gewollt". Da waren einige, die so waren, zB auch einer, der ein
ziemlich großes Mundwerk hatte und von sich behauptete, er sei ein "Womanizer". Er wirkte aber gar nicht so und das war er
garantiert auch nicht.

Was ich hier im Forum immer wieder gelesen habe ist aber was vollkommen anderes, nämlich dass zuerst mal sehr geschickt
und schlau Gefühle aufgebaut wurden. Und dass von den jeweiligen Bezzies viel Zeit investiert wurde.
Kein Vergleich zu meinen Erlebnissen damals in der Türkei.
Und Hurghada zB hab ich nie erlebt, obwohl ich durch Ägypten gereist bin, aber als Rucksacktouristin und das war
wieder komplett anders.

viele Grüße Mandalay

Mandalay
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Re: Meine Begegnungen mit Bezness ein Erlebnisbericht

Beitrag von Mandalay » 05.09.2018, 23:00

Hi zusammen,

heute möchte ich mal von meinem erlebten Beznessversuch in Deutschland erzählen.

Das klingt jetzt erstmal recht ungewöhnlich, Bezness in Deutschland, dennoch kennen wir alle
ja auch den Begriff Heiratschwindel bzw würde ich heute eher sagen Beziehungsschwindel.

Der Mann von dem ich da erzähle war für mich (zum Glück) nur eine Kennenlernphase, also
Gefühlsmässig "voll erwischt" hatte es mich bei ihm nicht. Ich lernte ihn damals über eine
Singlebörse kennen und ich dachte mir, mal schauen was sich ergibt.

Ein ganz "normaler" Mann, aufgewachsen in Brandenburg, mehr oder weniger klassische
Biographie- er war jahrelang verheiratet und hat -grosse- Kinder, ein Haus und ist selbständig.
Naja. Nichts weiter auffälliges, ganz normales, deutsches Leben.

Irgendwann fing es an.
Und das interessante ist, daß es einfach - passiert. Es passiert einfach.
Ich bin auch nicht der Meinung dass es Menschen gibt, die so etwas "anziehen" wie es so oft immer heißt.
Vermutlich ist diese Theorie falsch, ich habe auch so oft dieses "das ziehe ich nicht in mein Leben" von
Leuten gehört- und dann ist es doch passiert.

Aus meiner Sicht ist es Zufall und dann auch noch besonders
die Frage ob Frau (oder Mann) sich ernsthaft verliebt hat. Das entscheidet mit, was DANN passiert.
(Sicherlich spielen viele Faktoren eine Rolle, auch wie informiert jemand ist usw)

Es begann damit dass er auf einmal aus heiterem Himmel sagte: "ich kriege wegen meiner Selbständigkeit
keinen Kredit".
Joah, dachte ich mir. Und: das geht ja vielen so.

Allerdings merkte ich schon an meinem Bauchgefühl dass ich seine Aussage merkwürdig fand.

Ich fand dass in einer Kennenlernphase wie wir sie hatten das Thema Geld eigentlich gar nichts zu suchen hat.
Mit sowas geht man zur Familie oder sehr guten Freunden, aber nicht zu der potenziellen Partnerin.

Heute würde ich nochmal viel deutlicher sagen: Das ist daneben und geht mich nix an.

Damals war ich mal wieder, wie schon öfters :mrgreen: - baff erstaunt.
Ich sagte ihm dann dass er ja schließlich erwachsen ist und weiß dass er sich abgesichert haben muss,
schon lange, um sich wohl fühlen zu können. Ich sagte ihm auch dass hierfür die Familie zuständig ist,
oder wenn er Glück hat, gute Freunde.

Er hat dann auch nichts weiter gesagt, jedoch blieb für mich ein komischer Nachgeschmack.
Er hat ja nicht gesagt "leih mir Geld", klar nicht, nur: passiert es nicht ganz oft, dass solche Forderungen
so indirekt gestellt werden?

Sicherlich gibt es auch diese direkten Forderungen, doch bitte Geld zu leihen, aber passiert es nicht genauso
oft dass einfach nur Aussagen über die eigene finanzielle Misere in den Raum gestellt werden?

So nach dem Motto "ich kriege keinen Kredit", ähnlich wie in den Bezzie-Ländern, wo es dann zB heißt, daß
ein Familienmitglied schwer krank ist (zB)?

Zusätzlich fiel mir immer mehr auf, dass er, nennen wir ihn M, ziemlich distanzlos war. Er wollte sehr schnell
den Alltag teilen mit zusammen wohnen usw. Er hatte auch aus meiner Sicht so distanzlose Vorstellungen davon,
wie ein gemeinsames Leben aussieht. Für mich ist es zB normal, dass ich mich im Alltag zurück ziehe um mal mit
einer Freundin et cet zu telefonieren. Das sind wichtige Sozialkontakte und hier soll der Partner auch nicht alles
mitbekommen. Da geht es auch um das Privatleben der anderen.

Er wirkte auf mich als will er seiner künftigen "Partnerin" die Luft zum Atmen nehmen.

Wenn ich jetzt so drüber nachdenke wirkte dieser Mann irgendwie "arabisch", ich habe viele ähnliche Beschreibungen
hier im Forum gelesen. Also M lebte komplett in einer anderen Welt wie ich.

Ich finde es wichtig, zu betonen dass seine Welt eine ganz andere als meine war, weil ich hier im Forum so oft gelesen habe,
dass unter Landsleuten doch die gleiche Kultur vorhanden sei. Also der gleiche Konsens über Grundsätzlichkeiten.
Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass das so ist. Unter Landsleuten kann das viel viel leichter so sein, muss aber nicht.

Tja, die Kennenlernphase mit M ging für mich noch ein bisschen weiter, irgendwann kam mal ein Anruf, irgendwie musste
sein Auto in die Werkstatt usw, naja, wie immer, dachte ich mir wieder nichts dabei :mrgreen:

Dann kam irgendwann mit gedrücker Stimme dass die Reparatur des Autos 600 Euro kosten wird.
Joah, dachte ich mir wieder.

Dann meinte ich zu ihm am Telefon:
"Ja das mußt Du halt bezahlen, anders geht es ja nicht. Es muss ja gehen, sonst bist Du das Auto los, und das Auto brauchst
Du für Deine Arbeit"

Hm. Das war schon wieder so komisch. Das zweite Mal.

Innerlich nervte mich das tierisch. Und dann kam der Oberknaller: Ich meinte ich werde dann und dann neue Schuhe und Hose
shoppen gehen, da wollte der doch- ernsthaft!!! mitgehen. So al la er will mit entscheiden.

Ja wo gibts denn sowas?

Irgendwann war es mir dann zu bunt und ich erklärte unsere Kennenlernphase für beendet.

Ach und was ich noch wichtig finde: Auch er war sich KEINER! Schuld bewußt. Der fand sich und sein Verhalten vollkommen
in Ordnung.

Aus seiner Sicht, bzw das, was ich davon erkennen konnte:

Stellt Euch vor was passiert ist, ein paar Wochen nachdem ich mich von ihm distanziert hatte erzählte er mir am Telefon überglücklich
dass er eine Frau kennengelernt hätte. Und er meinte dann noch dass sie genauso tickt wie er, zumindest war das seine
Version der Geschichte. (Vorstellungen vom schnellen Zusammenleben ohne eigenen Raum et cet)

Und stellt Euch vor was er noch gesagt hat:
Überglücklich erzählte er mir (er hatte der Frau am Kennenlerntag gesagt dass er keinen Kredit bekommt, stellt Euch das vor!!!)
dass die Frau meinte, das mit dem Kredit sei kein Problem, denn sie hat Geld gespart.

Ich bin fast vom Glauben abgefallen als ich das hörte. Stellt Euch doch mal vor, ihr lernt einen deutschen Mann auf einer
Veranstaltung kennen und der erzählt Euch dass er keinen Kredit bekommt :mrgreen:

Der war sich KEINER Schuld bewußt, der fand das, was er gemacht hat vollkommen normal und in Ordnung.

Und genau DAS ist des Pudels Kern. Das mit dem Kredit war eben NICHT einfach nur so daher gesagt.
Eben nicht. (Ich hatte das zu Anfang noch entschuldigt dass er da halt Blödsinn geredet hatte und dass ihm das
hinterher leid getan hätte. Nix da.)

Heutezutage würde ich sofort fragen, wie er seine Aussage eigentlich findet.
Oder ich würde sagen: ja ich auch nicht, so ein Mist aber auch!!!

Verrückte Welt.

Ein Glück bin ich den los, und ein Glück schon viele Jahre glücklich mit einem Partner :D


einen lieben Gruß an Euch alle und schreibt mir gern, was Ihr davon haltet (vielleicht bin ich ja auch zu kritisch was solches Verhalten betrifft?)
Die arme Frau die er da kennengelernt hat, hoffentlich ist sie durch den nicht arm geworden!


Mandalay

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Re: Meine Begegnungen mit Bezness ein Erlebnisbericht

Beitrag von gadi » 05.09.2018, 23:10

Liebe Mandalay,

dieses von dir beschriebene indirekte "Fragen" nach Geld ist in der Tat typisches Bezness/Heiratsschwindler-Verhalten. Nur die absoluten Anfänger fragen direkt.
Dein Bauchgefühl hat dich damals zurecht und zum Glück gleich gewarnt.

Dass er dir dann noch aufs Brot geschmiert hat, dass die neue Frau ihm sofort Geld zugesichert hat war meiner Meinung nach eher ein Nachtreten bzw. Rechtfertigen seines Verhaltens. Nach dem Motto "Schau, es ist ganz normal, dass eine Frau dem Mann gleich Geld gibt, hättest du das auch getan, könnten wir noch zusammen sein, aber nun hast du Pech gehabt."
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من عاشر قوما اربعین یوما یا صار منھمیا رحل عنھم - Wer 40 Tage bei einem Volke weilt, wird einer von ihnen oder wandert weiter.

Mandalay
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Re: Meine Begegnungen mit Bezness ein Erlebnisbericht

Beitrag von Mandalay » 05.09.2018, 23:38

Hallo Gadi,

Danke für Deine Rückmeldung :D

Und aus dieser Sicht habe ich es noch nie betrachtet. Das wäre ja in der Tat noch "arabischer" als vermutet.

Ich hatte eher geglaubt, der merkt tatsächlich nicht, dass das, was er da sagt, total daneben ist.

O jeh, die arme Frau die er da kennengelernt hat!

Ich muss aber auch hier nochmal betonen dass ich nicht richtig in ihn verliebt war.
Ich hatte halt immer das Glück dass meine Bezzies gar nicht so toll waren.
Weder optisch noch sonst wie. Es gab auch nie "Gesülze".

Wer weiß was er wirklich vor hatte. War er sich seiner Schuld bewußt oder nicht?

Der schickte mir Monate später noch eine Email mit Fotos von sich und seiner "Partnerin", auch hier tat er so
als wäre alles eitel Sonnenschein. Bis auf den kleinen Hinweis dass kein Geld für den Urlaub da war :mrgreen:

Schon wieder das liebe Geld :D

Die arme Frau.

lg Mandalay

NGal
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Re: Meine Begegnungen mit Bezness ein Erlebnisbericht

Beitrag von NGal » 06.09.2018, 00:40

"Zusätzlich fiel mir immer mehr auf, dass er, nennen wir ihn M, ziemlich distanzlos war. Er wollte sehr schnell
den Alltag teilen mit zusammen wohnen usw. Er hatte auch aus meiner Sicht so distanzlose Vorstellungen davon,
wie ein gemeinsames Leben aussieht. Für mich ist es zB normal, dass ich mich im Alltag zurück ziehe um mal mit
einer Freundin et cet zu telefonieren. Das sind wichtige Sozialkontakte und hier soll der Partner auch nicht alles
mitbekommen. Da geht es auch um das Privatleben der anderen.

Er wirkte auf mich als will er seiner künftigen "Partnerin" die Luft zum Atmen nehmen. "

Ach das ist es genau bei einem 'Ehemaligen' gewesen, der mich unbedingt haben wollte und konnte mir gar kein Luftraum mehr erlauben.
Immer ein Warnzeichen - eine unstabile, unzuverlässige Persönlichkeit (egal welche Beziehung, auch unter Freunden immer gefährlich). Weg und Grenzen zu.

So gut, dass Du es sofort gemerkt hast. auch das mit dem Geld - alle klare Warnzeichen dass es keine gesunde Beziehung ist.

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