Liebe oder Lügen- von einem bereits verheirateten Moslem

Austausch über gemachte Bezness-Erfahrungen in diesem Land

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Yeba12
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Re: Liebe oder Lügen- von einem bereits verheirateten Moslem

Beitrag von Yeba12 » 25.03.2026, 18:04

Liebe Mignon,

die Ägypter müssen ihre inneren Probleme selbst lösen. Sie sind als Volk selbst für ihre Zukunft verantwortlich. Wenn sie sich keinen Millimeter weiter entwickeln wollen, dann ist das so und sie sind am Ende die Leidtragenden.

Die inneren Probleme der Ägypter können den Touristen egal sein, denn sie kommen wegen der Sonne, dem Meer und den Kulturgütern.

Wenn sich diese inneren Probleme aber in der Hotelanlage widerspiegeln, weil sie es nich schaffen ihren Tourismus nach internationalen Standards zu regulieren, dann disqualifiziert sich dieses Land als Reiseland für mich.

Ich finde es auch legitim da weiter hinzufliegen, jeder wie er oder sie mag.

Mignon
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Re: Liebe oder Lügen- von einem bereits verheirateten Moslem

Beitrag von Mignon » 26.03.2026, 12:32

Jedes Land hat seine Schattenseiten
Stimmt. In Deutschland ist es kalt. In Frankreich wird gestreikt. In Ägypten wird den Frauen die Klitoris rausgeschnitten. So hat jedes Land seine Vor- und Nachteile. (Könnte Spuren von Sarkasmus enthalten.)

Chrissy1224
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Re: Liebe oder Lügen- von einem bereits verheirateten Moslem

Beitrag von Chrissy1224 » 26.03.2026, 17:39

Liebe Mignon vielleicht solltest du für dieses Thema einen eigenen Thread erstellen?? Ich finde das passt absolut nicht in meinem und hat rein gar nichts mit meiner Geschichte zu tun.. wäre ja eine Idee .

Toastie
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Re: Liebe oder Lügen- von einem bereits verheirateten Moslem

Beitrag von Toastie » 26.03.2026, 18:59

Yeba12 hat geschrieben:
25.03.2026, 18:04
Liebe Mignon,
Die inneren Probleme der Ägypter können den Touristen egal sein, denn sie kommen wegen der Sonne, dem Meer und den Kulturgütern.
Das sehe ich nicht ganz so, liebe Yeba! Die TouristInnen tragen ihr Geld ja dorthin und unterstützen dadurch (unfreiwillig) ein Stückweit leider auch die Fortpflanzung dieser "inneren Probleme". Das muss man schon etwas kritischer betrachten, finde ich, da die "inneren Probleme" niemals im luftleeren Raum ohne Dynamik nach außen stehen. Frauenrechte in diesem Ausmaß zu beschneiden (im wahrsten Sinne des Wortes :cry: !) sollte international verboten sein und niemand sollte vor diesen Realitäten die Augen verschließen, trotz "Urlaubsstimmung". Wer z.B. mal ein beschnittenes Mädchen zur Notfallambulanz begleiten musste, da simple Menstruationsschmerzen unerträgliche Schmerzen bis zur Ohnmacht jeden Monat auslösen, sieht die Sache vielleicht automatisch anders?
Liebe Grüße,
Toastie
Getoastet aber nicht verbrannt (Toastie)

Toastie
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Re: Liebe oder Lügen- von einem bereits verheirateten Moslem

Beitrag von Toastie » 26.03.2026, 19:01

Mignon hat geschrieben:
26.03.2026, 12:32
Jedes Land hat seine Schattenseiten
Stimmt. In Deutschland ist es kalt. In Frankreich wird gestreikt. In Ägypten wird den Frauen die Klitoris rausgeschnitten. So hat jedes Land seine Vor- und Nachteile. (Könnte Spuren von Sarkasmus enthalten.)
Liebe Mignon,
so ist es! Und alles passiert parallel und gehört alles zu einem großen Ganzen!
Danke für dein Aufzeigen, deine systemische und differenzierte Betrachtung! 8)
Auch wenn es möglicherweise ein "Stimmungskiller" sein mag!
Liebe Grüße,
Toastie
Getoastet aber nicht verbrannt (Toastie)

Yeba12
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Re: Liebe oder Lügen- von einem bereits verheirateten Moslem

Beitrag von Yeba12 » 27.03.2026, 00:06

Toastie hat geschrieben:
26.03.2026, 18:59
Frauenrechte in diesem Ausmaß zu beschneiden (im wahrsten Sinne des Wortes :cry: !) sollte international verboten sein und niemand sollte vor diesen Realitäten die Augen verschließen, trotz "Urlaubsstimmung". Wer z.B. mal ein beschnittenes Mädchen zur Notfallambulanz begleiten musste, da simple Menstruationsschmerzen unerträgliche Schmerzen bis zur Ohnmacht jeden Monat auslösen, sieht die Sache vielleicht automatisch anders?
Liebe Toastie,

die Beschneidung ist in Ägypten gesetzlich mittlerweile verboten, wenn ich mich richtig erinnere, oder? Wenn ich könnte, würde ich jedes Mädchen vor dieser traumatischen Erfahrung bewahren. Sie haben meine Solidarität. Solange aber die Mütter die treibende Kraft hinter den Beschneidungen ihrer Töchter sind, sehe ich schwarz.

Die gesellschaftliche Verantwortung auf die Touristen abzuwälzen, finde ich ehrlich gesagt fragwürdig.

Ausbleibende Touristen würden die wirtschaftliche Situation in diesem ohnehin schon politisch instabilen Land nur noch verschlimmern. Ich sehe hier ganz klar die ägyptische Gesellschaft und insbesondere die Frauen in der Verantwortung und nicht die Touristen.

Toastie
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Re: Liebe oder Lügen- von einem bereits verheirateten Moslem

Beitrag von Toastie » 28.03.2026, 20:06

Yeba12 hat geschrieben:
27.03.2026, 00:06
Liebe Toastie,

die Beschneidung ist in Ägypten gesetzlich mittlerweile verboten, wenn ich mich richtig erinnere, oder?
Ja, sie ist seit 2008 verboten aber in der Praxis noch immer sehr vorherrschend. Im Länderreport Ägypten kann man Näheres erfahren:
https://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/ ... onFile&v=3
Yeba12 hat geschrieben:
27.03.2026, 00:06
Die gesellschaftliche Verantwortung auf die Touristen abzuwälzen, finde ich ehrlich gesagt fragwürdig.
Na ja, das tut ja niemand. Ich war auch schon in Ländern mit groben Menschenrechtsverletzungen und scheußlichen Praktiken. Aber man darf, finde ich, als Tourist/-in in seinen überschwänglichen Lobeshymen über das Land die scheußlichen Praktiken dieses Landes auch nicht ganz ausblenden. Während man die Sonne, das Meer und den Strand genießt, werden was weiß ich wie viele Frauen in Ägypten gerade verstümmelt, sodass sie beim Sex nichts empfinden oder sogar große Schmerzen haben. Das passiert parallel und sollte man zumindest im Hinterkopf haben, wenn man sich in diese Länder begibt und dort sein Leben genießt. Wenn man mit Ägyptern in Kontakt kommt, ist es sicher auch nicht schlecht, diese verbreitete Praktik nicht zu vergessen! Also wenn man sich z.B. auf etwas Körperliches einlässt, sollte man ev. mal an die Ägypterinnen denken, die normalerweise in dem Land mit diesen Männern ihre Sexualität leben. Was dort zwischen Männern und Frauen ganz normal ist, ist es bei uns eben überhaupt nicht.
Liebe Grüße,
Toastie
Getoastet aber nicht verbrannt (Toastie)

Yeba12
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Re: Liebe oder Lügen- von einem bereits verheirateten Moslem

Beitrag von Yeba12 » 29.03.2026, 10:58

Toastie hat geschrieben:
28.03.2026, 20:06
Na ja, das tut ja niemand. Ich war auch schon in Ländern mit groben Menschenrechtsverletzungen und scheußlichen Praktiken. Aber man darf, finde ich, als Tourist/-in in seinen überschwänglichen Lobeshymen über das Land die scheußlichen Praktiken dieses Landes auch nicht ganz ausblenden.
Jetzt habe ich Deinen Standpunkt besser verstanden. Ich stimme Dir zu, diese Schattenseiten stets im Hinterkopf zu behalten. Wir sind uns aber denke ich einig, dass wir als Außenstehende die Situation da unten nicht ändern oder beeinflussen können. Diese Denkarbeit müssen die Ägypter selbst leisten.

Sie müssen sich selbst fragen, weshalb sie sich nicht weiter entwickeln. Weißt Du, wie man mir diese Rückständigkeit versucht hat zu rechtfertigen? Der Westen würde durch die Zurückhaltung sämtlicher Technologien Ägypten bewusst klein halten. Dass der Westen aber auch Entwicklungshilfe leistet, die sich die Elite in die eigenen Taschen steckt, wollen diese Menschen nicht sehen. Ziehen hier und da einige Touris ab, ergötzen sich an deren „Dummheit“ und betäuben auf diese Weise ihre Minderwertigkeitskomplexe.

Als Touristin und Europäerin genießt Du da unten Privilegien, die die Einheimischen von staatlicher Seite nicht genießen. Die Behandlung, die Du da unten erfährst richtet sich primär nach Deinem Pass. Und die Ägypter wissen das und der Neid schaukelt sich weiter hoch. Siehst Du ja auch bei der Bezahlung… Europäer in Hotelpositionen werden besser bezahlt als Einheimische.

An „Freundschaften“ da unten zwischen Europäern und Einheimischen zu glauben fällt mir sehr schwer, weil das ökonomische Gefälle einfach zu groß ist.

Jeder wie er oder sie mag, ich würde aber niemals jemandem die Reise dahin madig machen, jeder muss seine eigenen Erfahrungen und Schlüsse ziehen.

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