berberblut hat geschrieben:barbara hat geschrieben:Hi,
@barbara: ich bin absolut empört über deinen Beitrag..'schmunzeln und typisch tunesisch..dann ..zig andre würden mit kusshand annehmen..!![]()
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IN Anbetracht der Tatsachen, dass hier viele Menschen in Armut und Angst lebten unter einem Diktatorischen Regime mit Polizeigewalt.., halte ich es für sehr sehr lobenswert, dass die Schwester hier nicht gleich 'hurra , ja ich nehme den Job und das Geld ' ruft.
wäre doch ein Hohn auf den Tod des Bruders.. schlimm wäre das..![]()
denn es handelt sich meines Erachtens 100% um Schweigegeld und ich teile die Meinung eines Kommentators..unter dem Artikel:
zitiere:
10.000 € schweigegeld und bestimmt ein paar tausend mehr aus marokko ,algerien ,libyen ,jordanien ,saudi arabien und anderen korrupten machthabern in der arabischen welt in verbindung mit morddrohungen haben die familie dazugeführt den selbstmord als unfal "Un accident, a-c-c-i-d-e-n-t!"
zu bezeichnen .zitat ende.
auch stimme ich dieser Aussage zu:
Umgerechnet zwischen drei und fünf Euro brachte Mohammed abends vom Obstverkauf heim, davon lebten die Mutter und fünf Geschwister. Der Vater ist vor langer Zeit gestorben. An die Gründung einer eigenen Familie konnte Mohammed nicht denken. Er hatte nicht das Geld, eine Hochzeit und die nötige Aussteuer zu bezahlen.
Zur Armut gesellte sich die Angst: Da er sich die Lizenz als Obstverkäufer nicht leisten konnte, arbeitete Mohammed schwarz. Er lebte in ständiger Furcht vor den Behörden, gegen deren Willkür er sich im Polizeistaat Tunesien nicht zur Wehr setzen konnte. "Sie haben ihn behandelt wie einen Hund, immer geschlagen und beschimpft", sagt Leila Buazizi.
Haben ihn nicht möglicherweise doch solche Demütigungen zu seiner Verzweiflungstat getrieben?
"Wer muckte, wanderte in den Knast"
wie kann da barbara..von 'schmunzeln und typisch tunesisch' reden![]()
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und das ganze ins ironische ziehen ?? sehr seltsam !!
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Berberblut!
Das ich darüber schmunzeln musste heisst nicht, das ich das Ganze ins Lächerliche ziehe,
dazu hab ich nicht in TN gelebt und es auch später nach Umsiedelung nach D erlebt.
Aber es sind halt typisch tun. Reaktionen.
Keine Lizenz als Obstverkäufer,
weisst du wieviele die nicht haben?
Alle die, die am Strassenrand mit ihren Karren oder alten Pickups stehen!
War ne Streife unterwegs haben sie sich mit Handys gegenseitig gewarnt.
Plane drüber und weg.
Die mit nem Karren habens oft nicht geschafft sich den Fängen der Streife zu entziehen.
Ist hier in D auch nicht anders.
Hier geht das Ordnungsamt rum.Auch hier braucht jeder Strassenverkäufer ne Lizens.
Nur hier wird dieser dann erstmal mit ner Ordungsstrafe belegt,
wohin in TN derjenige erstmal in den Knast wanderte, Geld war da ja nicht zu holen.
Thema Arbeit.
ich hatte es bereits mal hier geschrieben,
hast du dir mal vormittags, nachmittags die Tn- Cafes angesehen?
Lauter junge Männer die sich den Hintern plattgesessen haben.alle keine Arbeit? Keine Ahnung.
Mein Schwiegerpa war der Meinung, man muss den Arbeitslosen unterstützen, ihm ne Möglichkeit geben Geld zu verdienen,
ist rumgerannt,hat u.a. jemanden gesucht der den Garten jätet und weiterhin pflegt,
Jemanden der die Mauer ums Haus streicht,jemanden aus den Glasegewerbe der sich der gesamten Fenster annimmt.
Die Hacken hat er sich abgerannt.
Erledigt haben diese Arbeiten dann ältere Männer ,(das Jungvolk hat sich weiter den Hintern plattgesessen),bei denen ich manchmal Angst hatte, die fallen gleich von der Leiter.
Die waren froh und dankbar das sie Geld verdienen konnten und nochmals glücklicher wenn sie durch ihre
super Arbeit von Haushalt zu Haushalt weitervermittelt wurden.
Ich erinnere mich das zwei von denen sich aus diesem Tagelöhnerjob selbständig machen konnten .
Von dem einem wurden wir mal nach Hause zum Essen eingeladen, er hatte kein Laden o.ä., alles lief von zuhause aus.
Nem alten Haus in der Medina von Sousse.Sein Utensil lag fein gesäubert im Innenhof, geläufige Farben und Lacke standen daneben.Aber im Eingang hang sein Diplom, sauber ,ohne Knicke, ohne Risse,
unzerfleddert , schön eingerahmt.
Ebenso kam zu uns nachhause ne junge Frau, 36 J. ne Witwe mit 4 Kindern,zum saubermachen.
Für die nicht alltäglichen Arbeiten. Fensterputzen,ect.
Dafür erhielt sie für ca. 6 Std. Arbeit 10 TDN und Verpflegung, d.h. Mittagessen,ect.
Oft hat se auch ihre zwei jüngsten Kiddys mitgebracht.
Dieses hat die Frau in verschiedenen Haushalten 6 Tage die gemacht, hat so ihre Familie ernährt
und war stolz und glücklich.
Ich hab meinen Hut vor diesen Leuten gezogen.
Während die jungen Leute sich weiter den Hintern plattgesessen haben.
Anderer Fall,
aus der angeheirateten Familie jammerte eine junge Frau über ihre momentare Arbeitssituation.
Verh.,Baby gerade mal 6 Monate alt, machten die Vorgesetzten im Krankenhaus, indem sie kurz nach der Geburt weiterarbeitete, langsam Druck ,sie sollte wieder wie vor der Geburt im Schichtdienst arbeiten.
Klar, wie sollte sie das machen, Kindbetreuung ,Schichtarbeit, nem Mann der es gerade mal schaffte seine eigene Arbeit zu erledigen.Ne geregelte Arbeit im normalen Tagesdiest kein Problem.
Betreuten doch wie bisher die Eltern oder ne Tagesmutter das Baby.
In der Runde sass ein Freund unserer Familie, ein Arzt, der sich aus seinem Krankenhausdasein gerade selbständig machte
mit eigener Praxis.
Er wurde hellhörig, ne ausgebildete Krankenschwester, die Arbeit in geregelter Tageszeit sucht?
Er machte ihr ein Angebot, der Lohn war dem entsprechend der Tagschicht im Krankenhaus,tja, sie musste erstmal überlegen, drüber nachdenken.
Schlussendlich war ihrerseits von dem Angebot keine Rede mehr.
Verstehste was ich meine?
Es sind Situationen wie ich sie auch während meiner Arbeit manchmal tagtäglich erlebt habe
und einfach typisch tunesisch sind.
Barbara