Entführt ins Ausland - kein Einzelfall - Presseberichte

Gibt es Probleme in der Erziehung? Droht Kindesentzug oder -entführung? Wie kann man sich davor schützen? Hier könnt Ihr Euch austauschen!

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Re: Entführt ins Ausland - kein Einzelfall - Presseberichte

Beitrag von Kindesentzug24 » 08.02.2011, 15:44

Bundespolizei am Flughafen verhindert erneute Kindesentziehung

Düsseldorf (ots) - Erneut verhinderten Bundespolizisten am Sonntag (06.02.2011) eine vermutliche Kindesentziehung am Düsseldorfer Flughafen. Der Bundespolizei lagen Hinweise des Polizeireviers Harz, PD Sachsen-Anhalt Nord, vor, dass ein Vater mit seinem ca. 2-jährigen Sohn ohne das Einverständnis der Mutter nach Spanien reisen wollte. Da den Beamten eine Personenbeschreibung vorlag, konnte durch eine Streife der Bundespolizei der 34-jährige Vater und das Kind, auf einer Sitzbank wartend, im Flughafenterminal festgestellt werden. Nach Feststellung der Personengleichheit wurden Vater und Sohn der Landespolizei, Wache Lohausen, für Anschlussmaßnahmen übergeben.

Quelle: http://www.kindesentzug24.com

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Re: Entführt ins Ausland - kein Einzelfall - Presseberichte

Beitrag von Arche Noah » 14.02.2011, 22:34

@Kindesentzug24

Dein letztes Post habe ich in das unten angegebene Thema verschoben, dort passt es besser.

http://forum.1001geschichte.de/viewtopi ... 12#p164380


LG
Arche
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Re: Entführt ins Ausland - kein Einzelfall - Presseberichte

Beitrag von Kindesentzug24 » 21.02.2011, 11:58

Hier einmal ein etwas anderer Bericht zur Kindesrückführung:

http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/12129689

Arche Noah
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Re: Entführt ins Ausland - kein Einzelfall - Presseberichte

Beitrag von Arche Noah » 21.02.2011, 12:54

Ich kenne den Bericht

Und von dieser "Agentur" haben ich auch schon gehört.
Betroffene Mütter haben mir davon erzählt.
Persönlich würde ich so eine Rückentführung nicht in Erwägung ziehen.
Ist viel zu gefährlich , auch wenn es schon so oft geklappt hat
Aber Kinder betäuben und dann mit Schnellboten in Hoheitsgewässer
evtl kann es noch zu Schusswechsel kommen......
Solch eine Gefahr/Risiko würde ich meine Kindern nicht aussetzen wollen.

Hattet ihr schon mit der Firma zutun ?
Frag nur, weil es schon der zweite Artikel ist , den Du einstellst.....

Arche
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Re: Entführt ins Ausland - kein Einzelfall - Presseberichte

Beitrag von Arche Noah » 21.02.2011, 13:02

Frage habe ich mir gerade durch lesen auf eure Seite selbst beantwortet.

Gruß
Arche
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Re: Entführt ins Ausland - kein Einzelfall - Presseberichte

Beitrag von Moppel » 21.02.2011, 13:06

Hallo
Kindesentzug24 hat geschrieben:Hier einmal ein etwas anderer Bericht zur Kindesrückführung:

http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/12129689
Das hat ein "Geschmäckle" wie der Schwabe zu sagen pflegt.
IMHO
Das was diese Agentur macht ist klarer Rechtsbruch und obendrein ist es gefährlich für alle Beteiligten. Richtig übel kann es ausgehen wenn sie auf professionelle Polizisten treffen und einen Staat der sich dann das Recht herausnimmt mit ähnlichen Mitteln diesen Rechtsbruch zu ahnden.
Als tunesischer Staat würde ich mir dieses nicht bieten lassen.
Gruss
Rene

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Re: Entführt ins Ausland - kein Einzelfall - Presseberichte

Beitrag von Kindesentzug24 » 22.02.2011, 10:03

Moppel hat geschrieben:Das hat ein "Geschmäckle" wie der Schwabe zu sagen pflegt.
IMHO
Das was diese Agentur macht ist klarer Rechtsbruch und obendrein ist es gefährlich für alle Beteiligten.
Das ist aber etwas zu pauschal für meinen Geschmack. Ist das denn nicht jede Rückentführung? So etwas ist grundsätzlich im betroffenen Staat ein Rechtsbruch, welches auch ein gewisses Risiko birgt. Aber ist nicht auh ein Kindesentzug von Deutschland in ein anderes land ein Rechtsbruch gemäß der deutschen Rechtsprechung?
Moppel hat geschrieben:Richtig übel kann es ausgehen wenn sie auf professionelle Polizisten treffen und einen Staat der sich dann das Recht herausnimmt mit ähnlichen Mitteln diesen Rechtsbruch zu ahnden.
Ich denke das Risiko ist kalkulierbar. Was ist ein professioneller Polizist? In Tunesien wirst Du hierzu sicherlich nicht viele antreffen, zumal ich stark davon ausgehe, dass diese Jungs über eine gewisse Ausbildung verfügen, welche einem „professionellen Polizisten“ bei weitem überlegen ist, solange es nicht um Falschparken geht. :D
Moppel hat geschrieben: Als tunesischer Staat würde ich mir dieses nicht bieten lassen.
Wird er sicher auch nicht, wenn er es verhindern könnte. Zu so etwas ist leider nur der deutsche Staat in der Lage.

Hier nochmal ein Bericht dazu, indem auch ein Bild dabei ist, welches darauf schließen lässt, dass sie technisch und wahrscheinlich auch personell einem "professionellen Polizisten" überlegen sind.

http://kindesentzug24.com/Kindesruckfuhrung.pdf
Zuletzt geändert von Kindesentzug24 am 22.02.2011, 10:41, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Entführt ins Ausland - kein Einzelfall - Presseberichte

Beitrag von Kindesentzug24 » 22.02.2011, 10:18

Arche Noah hat geschrieben:Persönlich würde ich so eine Rückentführung nicht in Erwägung ziehen.
Ist viel zu gefährlich , auch wenn es schon so oft geklappt hat
Aber Kinder betäuben und dann mit Schnellboten in Hoheitsgewässer
Wir haben immer mal wieder Mütter (und auch Väter), welche mit dieser Agentur zu tun hatten und Informationen auch aus einem befreundeten Forum hierzu. Die uns geschilderten Rückführungen liefen dabei zum überwiegenden Teil jedoch anderst ab als in dem Artikel beschrieben. Oft auch aus der Luft. Vermutlich wird dies vom jeweiligen Land abhängig sein.. In Tunesien bietet sich das Wasser natürlich an. Ich gehe auch nicht davon aus, dass hier die Taktik "offen" beschrieben wurde, und/oder eine alte verbrauchte Taktik für den Bericht gedient hat. Oft nutzen solche Firmen diverse Medien und Presseberichte auch schlicht um von anderen Dingen abzulenken, wie mir aus einem aktuellen Fall bekannt ist.
Arche Noah hat geschrieben:Hattet ihr schon mit der Firma zutun ?
Frag nur, weil es schon der zweite Artikel ist , den Du einstellst.....
Ja, wir bekommen ab und zu Erfahrungsberichte hierzu zugetragen. Wenn es stört, gib Bescheid. Dachte nur ist vielleicht auch einmal interessant es aus einer anderen Sichtweise zu sehen, zumal gerade in dieser Branche es von Abzockern nur so wimmelt.

Grüße
Oli

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Re: Entführt ins Ausland - kein Einzelfall - Presseberichte

Beitrag von rosalina » 22.02.2011, 10:26

eventuell stelle ich jetzt eine frage die schon im laufe des Threads aufgetaucht ist, ich habe nicht alles einzeln durchgelesen.

Aber ist es nicht in vielen Ländern, oftmals islamischen Hintergrunds so, dass sowieso nur die Familie des Mannes Anspruch auf die Kinder hat? Folglich sehen diese Männer es als ihr gutes Recht an Kinder "in ihre Gewalt" zu bringen und über sie örtlich und räumlich zu verfügen, bzw sie dort hinzuverfrachten wo sie sie haben wollen? Ohne das hier überhaupt rechtsprechung eines Islamischen Oberhaupts oder Richters erfolgen muss?

Das deutsche, oder europäische Recht ist damit natürlich nicht zu vergleichen. Eventuell ist dies auch ein wichtiger Punkt den man bei Eheschliessung als Frau unbeachtet lässt, weil einem Werte wie Vertrauen als Basispunkt in einer Ehe gelten. Ob das deutsche Recht jetzt soviel vortschrittlicger ist sei dahin gestellt, oft enthalten Mütter den Vätern ja auch ihre Kinder vor, meistens als Rache für die vorherigen Beziehungsprobleme (bitte jetzt hier nicht gleich wieder alle möglichen Ausnahmen und aber aber nicht immer is das so einwerfen, dessen bin ich mir bewusst, aber ich will jetzt nciht alle Möglichkeiten auseinander puhlen)

Dementsprechend schwer ist es denke ich sich als europäische Frau gegen so ein islamisches Recht durchzusestzten, erst recht wenn der Mann die Kinder ins Ausland geschleppt hat.
Die Seele einer unschuldigen Frau ist heilig, ebenso wie ein Kind.

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Re: Entführt ins Ausland - kein Einzelfall - Presseberichte

Beitrag von leah_neu » 22.02.2011, 10:41

Rosalina, wenn hier eine Mutter Umgang verweigert, oder nur nichht fördert, wird ihre Erziehungskompetenz in Frage gestellt, und sie läuft Gefahr das Sorgerecht zu verlieren. In den o.g. Ländern gibt es so etwas wie Paragraph 1684 gar nicht. Überhaupt gibt es keine gestzl. verankerten Rechte für Kinder auf irgendwas...
Herzliche Grüße
von Leah

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Re: Entführt ins Ausland - kein Einzelfall - Presseberichte

Beitrag von Kindesentzug24 » 22.02.2011, 10:46

leah_neu hat geschrieben:Rosalina, wenn hier eine Mutter Umgang verweigert, oder nur nichht fördert, wird ihre Erziehungskompetenz in Frage gestellt, und sie läuft Gefahr das Sorgerecht zu verlieren. In den o.g. Ländern gibt es so etwas wie Paragraph 1684 gar nicht. Überhaupt gibt es keine gestzl. verankerten Rechte für Kinder auf irgendwas...
Das ist so nicht ganz richtig. In den islamischen Ländern gibt es hierzu zwar keine verankerten Rechte in der allgemeinen Rechtsprechung, jedoch sehr wohl in der Sharia, welche das Familienrecht mit einbindet. Die Sharia umfasst das Familienrecht, das Strafrecht und die kultischen und ethischen Pflichten von Mann und Frau. Hier sind diese Dinge ganz klar geregelt.

Grüße
Oli

rosalina
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Re: Entführt ins Ausland - kein Einzelfall - Presseberichte

Beitrag von rosalina » 22.02.2011, 11:02

Kindesentzug24 hat geschrieben:
leah_neu hat geschrieben:Rosalina, wenn hier eine Mutter Umgang verweigert, oder nur nichht fördert, wird ihre Erziehungskompetenz in Frage gestellt, und sie läuft Gefahr das Sorgerecht zu verlieren. In den o.g. Ländern gibt es so etwas wie Paragraph 1684 gar nicht. Überhaupt gibt es keine gestzl. verankerten Rechte für Kinder auf irgendwas...
Das ist so nicht ganz richtig. In den islamischen Ländern gibt es hierzu zwar keine verankerten Rechte in der allgemeinen Rechtsprechung, jedoch sehr wohl in der Sharia, welche das Familienrecht mit einbindet. Die Sharia umfasst das Familienrecht, das Strafrecht und die kultischen und ethischen Pflichten von Mann und Frau. Hier sind diese Dinge ganz klar geregelt.

Grüße
Oli
Oli weisst du, ob die Sharia auch tatsächlich "umgesetzt" wird oder zur Rechtsprechung genützt wird? Ich habe sehr oft das Gefühl es gibt sie zwar, aber sie werden gar nicht beachtet, bzw ich wüsste auch nicht wo ich mir die Information suchen soll, wie oft Frauen in dortigen Ländern das Recht erhalten was ihnen zusteht
Die Seele einer unschuldigen Frau ist heilig, ebenso wie ein Kind.

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Re: Entführt ins Ausland - kein Einzelfall - Presseberichte

Beitrag von leah_neu » 22.02.2011, 11:09

Kindesentzug24 hat geschrieben:
leah_neu hat geschrieben:Rosalina, wenn hier eine Mutter Umgang verweigert, oder nur nichht fördert, wird ihre Erziehungskompetenz in Frage gestellt, und sie läuft Gefahr das Sorgerecht zu verlieren. In den o.g. Ländern gibt es so etwas wie Paragraph 1684 gar nicht. Überhaupt gibt es keine gestzl. verankerten Rechte für Kinder auf irgendwas...
Das ist so nicht ganz richtig. In den islamischen Ländern gibt es hierzu zwar keine verankerten Rechte in der allgemeinen Rechtsprechung, jedoch sehr wohl in der Sharia, welche das Familienrecht mit einbindet. Die Sharia umfasst das Familienrecht, das Strafrecht und die kultischen und ethischen Pflichten von Mann und Frau. Hier sind diese Dinge ganz klar geregelt.

Grüße
Oli
Aber auch hier gibt es abgesehen vom Erbrecht keine Kinderrechte, wie z.B. das Recht des Kindes auf Umgang mit beiden Elternteilen.
Herzliche Grüße
von Leah

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Re: Entführt ins Ausland - kein Einzelfall - Presseberichte

Beitrag von Kindesentzug24 » 22.02.2011, 11:15

rosalina hat geschrieben:Oli weisst du, ob die Sharia auch tatsächlich "umgesetzt" wird oder zur Rechtsprechung genützt wird? Ich habe sehr oft das Gefühl es gibt sie zwar, aber sie werden gar nicht beachtet, bzw ich wüsste auch nicht wo ich mir die Information suchen soll, wie oft Frauen in dortigen Ländern das Recht erhalten was ihnen zusteht
Unserer Erfahrung nach wird dies sehr unterschiedlich gehandhabt, nämlich regionsbezogen. Während in größeren Städten die Sharia zwar herangezogen wird, muss ein entsprechendes Urteil jedoch nicht nach dieser gesprochen werden. Hier fließen rechtsstaatliche Mittel, internationale Abkommen etc. mit in den Entscheidungsprozess mit ein. In ländlichen Regionen hingegen, hat die Sharia noch immer einen sehr starken Einfluss auf das Urteil. Teilweise ist es aber auch schlicht vom Richter abhängig, so dass man hierzu keine pauschale Aussage treffen kann. Fakt ist jedoch, dass gerade in Bezug auf europäische Frauen zu deren Gunsten die Urteile meist dürftig ausfallen, solange diese nicht in dem entsprechenden Land leben und zum Islam konvertiert sind. Nur wenn man zum Islam konvertiert ist, kann man sich auch auf die Sharia berufen, so der allgemeine Konsens.

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Re: Entführt ins Ausland - kein Einzelfall - Presseberichte

Beitrag von Kindesentzug24 » 22.02.2011, 11:18

leah_neu hat geschrieben: Aber auch hier gibt es abgesehen vom Erbrecht keine Kinderrechte, wie z.B. das Recht des Kindes auf Umgang mit beiden Elternteilen.
Ja das stimmt. Ganz im Gegenteil. Hier ist klar nach geschlechtern geregelt, bis wann, bzw. ab wann Kinder zu welchem Elternteil gehören. Eine Rechtsmittel wie es bei uns der §1684 BGB ausgibt, gibt es in diesen Ländern nicht.

Grüße
Oli

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Re: Entführt ins Ausland - kein Einzelfall - Presseberichte

Beitrag von Elisa » 22.02.2011, 12:05

Oli, was bringt es ihr, sich auf die Sharia berufen zu können?

Die Sharia legt genau fest, bis zu welchem Alter die Mutter das Versorgerecht hat. Da aber nur der Mann, die Kinder gesetzlich vertreten kann, also das Aufenthaltsbestimmungsrecht, kann er bestimmen, wo die Kinder versorgt werden.

Die Mutter kann nicht einmal einen Pass für die Kinder beantragen .

In der Sharia gibt es sogar den Passus, dass die Mutter mit den Kindern nicht weiter als 20 km (hoffe, dass ich mich recht erinnere) vom Ex-Mann entfernt wohnen darf.
http://www.jurawelt.com/sunrise/media/m ... erecht.pdf
Hier kann man einiges nachlesen.

Vielleicht habe ich Dich auch nicht richtig verstanden.

Grüsse

Elisa

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Re: Entführt ins Ausland - kein Einzelfall - Presseberichte

Beitrag von Kindesentzug24 » 22.02.2011, 12:19

Oli, was bringt es ihr, sich auf die Sharia berufen zu können?
Ich hatte dies auch nicht "positiv" gemeint und daher auch nicht so vertieft. Wie ich ja schon angedeutet habe, hat man als europäische Frau eigentlich keine Chance sich in irgendeiner Art und Weise darauf zu berufen. Nach einer Konvertierung zum Islam und einem Wohnort in entsprechenden Land bleibt einem lediglich die Möglichkeit die Sharia in deren für Mütter begrenzten Rahmen heran zu ziehen. Teilweise ermöglicht es dann zumindest, dass man Kontakt zum Kind halten kann. Weitere Rechte wie etwa eine Möglichkeit zur Ausreise oder weiterer für das Kindeswohl relevanten Entscheidungen entstehen hierdruch natürlich nicht, wenn nicht ausdrücklich in der Sharia verankert.

Grüße
Oli

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Re: Entführt ins Ausland - kein Einzelfall - Presseberichte

Beitrag von leah_neu » 22.02.2011, 18:06

Blume hat geschrieben:
leah_neu hat geschrieben: Aber auch hier gibt es abgesehen vom Erbrecht keine Kinderrechte, wie z.B. das Recht des Kindes auf Umgang mit beiden Elternteilen.
Leah, wenn sich dies auf D bezieht (was ich aus den Posts jetzt nicht so einfach herauslese), ist es falsch.

§ 1684 BGB regelt den Umgang des Kindes als ein Recht mit beiden Elternteilen und für beide ELternteile als eine Pflicht, hier de Link zum Text:
http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1684.html
Nein, Clara, genau dasselbe wollte ich sagen, dass es im Shariia Recht (wenn man es als solche süberhaupt bezeichnen darf) so etwas, wie den § 1684 BGB überhaupt nicht gibt.
Herzliche Grüße
von Leah

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Re: Entführt ins Ausland - kein Einzelfall - Presseberichte

Beitrag von Moppel » 22.02.2011, 20:07

Hallo
Kindesentzug24 hat geschrieben:....
Das ist aber etwas zu pauschal für meinen Geschmack. Ist das denn nicht jede Rückentführung? So etwas ist grundsätzlich im betroffenen Staat ein Rechtsbruch, welches auch ein gewisses Risiko birgt. Aber ist nicht auh ein Kindesentzug von Deutschland in ein anderes land ein Rechtsbruch gemäß der deutschen Rechtsprechung?
Kindesentzug ist immer ein Rechtsbruch, egal in welche Richtung. Tatsache ist aber leider auch das die Kinder meistens Doppelstaatler sind, für die dann eben auch die Gesetze des anderen Landes gelten.
Hier ist die Politik gefragt für klare Verhältnisse zu sorgen.

...
Ich denke das Risiko ist kalkulierbar. Was ist ein professioneller Polizist? In Tunesien wirst Du hierzu sicherlich nicht viele antreffen, zumal ich stark davon ausgehe, dass diese Jungs über eine gewisse Ausbildung verfügen, welche einem „professionellen Polizisten“ bei weitem überlegen ist, solange es nicht um Falschparken geht. :D
Dieses Risiko ist niemals kalkulierbar und hier wird gefährlich verharmlost. Es ist quasi "Feindesland" in dem agiert wird und wenn sich zum Bsp. Tunesien ernsthaft um das Problem kümmert, dann wird es richtig gefährlich. Denn dann wird nicht der Streifenpolizist eingreifen, sondern ebenfalls Spezialisten anrücken die zudem auf ihrem eigenen Territorium operieren.

Wird er sicher auch nicht, wenn er es verhindern könnte. Zu so etwas ist leider nur der deutsche Staat in der Lage.
Ich würde mich nicht darauf verlassen das die Schlampigkeit und mangelnde Professionalität der Tunesier ewig anhält und das der deutsche Staat in der Lage ist seine Bürger zu schützen halte ich für ein Gerücht.
Wäre er das, dann gäbe es diese Fälle nicht in dem Ausmaß wie sie auftreten.
Hier nochmal ein Bericht dazu, indem auch ein Bild dabei ist, welches darauf schließen lässt, dass sie technisch und wahrscheinlich auch personell einem "professionellen Polizisten" überlegen sind.

http://kindesentzug24.com/Kindesruckfuhrung.pdf
Verbuche ich unter Reklame. Maximaleinsatz kann nur der anfordern der ihn auch bezahlen kann und gehe davon aus das die Zielländer für derartige Aktionen nicht ewig zuschauen werden. Auch die Nordafrikanischen Länder verfügen über Schnellboote und Schnellfeuerkanonen. Ein spektakulär gescheiterter Rückentführungsfall reicht aus, die Preise für die "Dienstleistung" derartig zu erhöhen das 90% der Betroffenen sich diese "Hilfe" nicht mehr leisten können.
Gruss
Rene

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Re: Entführt ins Ausland - kein Einzelfall - Presseberichte

Beitrag von Kindesentzug24 » 22.02.2011, 22:15

Moppel hat geschrieben: Kindesentzug ist immer ein Rechtsbruch, egal in welche Richtung. Tatsache ist aber leider auch das die Kinder meistens Doppelstaatler sind, für die dann eben auch die Gesetze des anderen Landes gelten.
Wie muss ich das jetzt verstehen? Wenn also auf deutschem Hoheitsgebiet der erste Rechtsbruch ausgeführt wird, wird er bei Doppelstaatlern ab Eintreffen im Heimatland ligitim? Das ist sicherlich nicht Verfassungskonform. Natürlich ist und bleibt eine Entführung wie auch die entsprechende Rückführung aus der jeweiligen Sichtweise des betreffenden Landes illegal und somit strafbar. Wenn ich die Aussage also richtig interpretiere sind wir wohl bei dem ewig andauernden Thema.... selber schuld...Pech gehabt.... .
Moppel hat geschrieben:Dieses Risiko ist niemals kalkulierbar und hier wird gefährlich verharmlost. Es ist quasi "Feindesland" in dem agiert wird und wenn sich zum Bsp. Tunesien ernsthaft um das Problem kümmert, dann wird es richtig gefährlich. Denn dann wird nicht der Streifenpolizist eingreifen, sondern ebenfalls Spezialisten anrücken die zudem auf ihrem eigenen Territorium operieren.
Na ja, hier ist keiner im Krieg. Den Erfahrungsberichten zufolge werden sehr wohl die Risiken abgewogen und kalkuliert, da die ausführenden Personen sicherlich auch nicht Lebensmüde sind oder für die nächsten 20 Jahre in einem arabischen Gefängnis verbringen möchten. Zumal verdeckte Operationen wie sie hier wohl stattfinden in kleinen Gruppen kaum Aufsehen erregen. Tunesien ist sicherlich nicht in der Lage jedem entführten Kind einen oder mehrere Spezialisten zukommen zu lassen zur bedingungslosen Rund-um-die-Uhr-Überwachung. Spätestens im Vorfeld der Rückführung würde dies auffallen und entsprechend durch Unterlassung gehandelt. Wenn ich so denke ist es auch unkalkulierbar über die Straße zu laufen. Das ein gewisses Restrisiko bleibt ist unbestritten.
Moppel hat geschrieben: Maximaleinsatz kann nur der anfordern der ihn auch bezahlen kann und gehe davon aus das die Zielländer für derartige Aktionen nicht ewig zuschauen werden. Auch die Nordafrikanischen Länder verfügen über Schnellboote und Schnellfeuerkanonen. Ein spektakulär gescheiterter Rückentführungsfall reicht aus, die Preise für die "Dienstleistung" derartig zu erhöhen das 90% der Betroffenen sich diese "Hilfe" nicht mehr leisten können.
Wie gesagt, das ist kein Kriegseinsatz und die Aussage doch stark spekulativ. Ich gehe davon aus, dass die Presse das Ganze auch etwas ins spektakuläre überzieht und wie schon zuvor in einem anderen Posting erwähnt, uns die Rückführungen von Betroffenen bisher überwiegend anders geschildert wurden. Selbst zwei uns vor kurzem bekannt gewordenen Rückführungen aus Somalia verliefen „harmloser“. Das einzige was uns durch Betroffene vor wenigen Tagen zugetragen wurde war, dass es wohl bei einer Rückführung in Kolumbien eine schwerverletzte Person aus dem Team gegeben haben soll, was sich jedoch schon im Vorfeld der Rückführung ereignete.

Grüße

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