Umfrage: Die Urfi-Ehe

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Bist Du eine "Urfi-Ehe" eingegangen?

Ja, es hat unter 20,00 EUR gekostet.
16
15%
Ja, es hat über 20,00 EUR gekostet.
4
4%
Ja, es hat bis 50,00 EUR gekostet.
3
3%
Ja, ich habe mehr als 50,00 EUR gezahlt.
4
4%
Ich gehe keine "Urfi-Ehe" ein.
63
57%
"Urfi-Ehe" was ist das?
17
15%
Ich habe nach dem Urlaub die Papiere der "Urfi-Ehe" vernichtet.
3
3%
 
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Anaba
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Re: Umfrage: Die Urfi-Ehe

Beitrag von Anaba » 17.10.2013, 22:47

Wenn du seine Kultur so achtest, was würdest du denn anfangen, wenn die Familie gegen dich wäre?
Würdest du dich aus "liberalem Respekt" zurückziehen?
Liebe Grüße
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kati3366
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Re: Umfrage: Die Urfi-Ehe

Beitrag von kati3366 » 18.10.2013, 09:34

Anoukk hat geschrieben: - zudem bin ich keine Muslima, keine Christin.
Und genau da liegt das Problem.
Anoukk gehört keiner vom Islam anerkannten Religion an.

Darum benötigt sie auch eine "Erlaubnis" von der Familie. Nicht aus Respekt vor Kultur und Religion, sondern weil es ihm nach seiner Religion nicht erlaubt ist sie zu heiraten.

Und bitte Anoukk verfall nicht noch auf die dumme Idee zu sagen: IHM macht das nichts aus, er liebt mich so wie ich bin........ .
Träume nicht Dein Leben sondern lebe Deine Träume !!

Anoukk
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Re: Umfrage: Die Urfi-Ehe

Beitrag von Anoukk » 18.10.2013, 09:40

Africus hat geschrieben:Vielleicht ist es zu früh am morgen, aber ich verstehe das alles nicht.
Du willst seine Familie nicht mit einer Hochzeit bedrängen?
Du hast Zweifel, ob sie eine Christin akzeptieren?
Du hast Respekt vor seiner Kultur?

Warum soll seine Familie von einer Hochzeit bedrängt werden? Für Eltern gibt es doch nichts schöneres als die Hochzeit ihrer Kinder.
Warum willst du dann in der Schweiz heiraten? Klär doch erst mal, ob es für seine Familie ok ist, wenn er eine Christin heiratet. Du sprachst doch von Respekt...
Warum schläfst du dann mit ihm vor der Ehe?
Ich will sie nicht zu einer ägyptischen Hochzeit drängen weil es mir als nicht-Ägypterin, nicht-Muslimin eigentlich nicht "zusteht". Wie Kati gesagt hat, ich benötige ihre Erlaubnis.. und das ich das akzeptiere bezeichne ich als Respekt.
Zweifel ob sie eine Christin akzeptieren? Keine Ahnung, bin ja keine Christin???
Respekt vor seiner Kultur allemals. Aber das hat nicht's mit ihm zu tun sondern mit mir als Person - ich habe vor jeder Kultur Respekt. Behandle andere nur so wie du selbst behandelt werden willst, und ich möchte gerne das meine Kultur akzeptiert wird, also tu ich dasselbe.
Seine Familie weiss das ich keine Muslima bin, weiss das ich keine Christin bin - was sie nicht wissen das ich auf dem Papier "konfessionslos" bin, weil das für mich andere Gründe hat. Konfessionslos heisst in Europa nicht ungläubig - für seine Familie schon, und bevor Missverständnisse entstehen wurde das auf dem Papier verschwiegen. Der Segen seiner Mutter über diese EU-EGY Heirat ist aber gegeben. Na klar wäre er happy würde ich konvertieren, aber da habe ich nein gesagt. Zu einer Konvertierung kann man niemanden zwingen, das muss von der Person selber aus kommen (auch wenn's manchmal durch Manipulation und Gehirnwäsche geschieht), und damit die nächste Frage auch schon geklärt ist; ich weiss das unsere Kinder (wenn's welche gibt in paar Jahren) als Moslem geboren werden, das habe ich in Kauf genommen als ich mich für ihn entschieden habe. Aber ich werde alles dafür geben, das sie sich ihren Glauben selber aussuchen können. Ich hoffe ich spreche da jeder Frau aus dem Herzen; meine eigenen Kinder (wenn ich dann welche habe) sind mir wichtiger als alles, und ja da meine ich wichtiger als meine Eltern und wichtiger als mein Mann. Sollte er i'wann durchdrehen und radikal auf Religion achten und die Kinder so erziehen wollen bin ich schnell weg, inklusive Kinder. Nochmal ein Grund weshalb Schweiz und nicht Ägypten; hier kann ich das machen. In Ägypten wären mir die Hände dafür gebunden.

Und das mit ihm vor der Ehe schlafen - keine Ahnung wo du das her hast, aber das geht doch niemanden was an ausser mich und ihn? :?
Zuletzt geändert von Anoukk am 18.10.2013, 09:47, insgesamt 1-mal geändert.

morena
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Re: Umfrage: Die Urfi-Ehe

Beitrag von morena » 18.10.2013, 09:45

Und das mit ihm vor der Ehe schlafen - keine Ahnung wo du das her hast, aber das geht doch niemanden was an ausser mich und ihn?
..... und die ägyptische Polizei, nicht wahr?
Und warum wohl?

kati3366
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Re: Umfrage: Die Urfi-Ehe

Beitrag von kati3366 » 18.10.2013, 09:46

Du respektierst seine Kultur. Das wird ihn sehr freuen.
Wenn er konsequent ist ( und nicht nur auf ein Ticket nach Europa aus ist ), dann wäre ihm die Erlaubnis Deines Vaters zur Eheschließung sehr wichtig. Denn das ist in seiner Kultur eine wichtige Voraussetzung für die Heirat.

Und bezüglich der Religion: weiß ER denn, daß Du konfessionslos bist ? Und was sagt er dazu ?
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Re: Umfrage: Die Urfi-Ehe

Beitrag von Anoukk » 18.10.2013, 09:55

kati3366 hat geschrieben:Du respektierst seine Kultur. Das wird ihn sehr freuen.
...dann wäre ihm die Erlaubnis Deines Vaters zur Eheschließung sehr wichtig. Denn das ist in seiner Kultur eine wichtige Voraussetzung für die Heirat.

Und bezüglich der Religion: weiß ER denn, daß Du konfessionslos bist ? Und was sagt er dazu ?
Kati, ich habe meinem Vater als ich gerade mal 17 war das Sorgerecht entzogen, bin selber zum Scheidungsrichter gewatschelt und habe darum gefleht, das es ihm entzogen wird - was sie auch gemacht haben. Ich habe ein sehr gestörtes Verhältnis zu meinem Vater - offen gesagt, und ich lasse ihn eigentlich kaum an meinem Leben teilhaben weil er Dinge getan hat die mir heute noch sehr schmerzen (keine Schläge, Vergewaltigung, etc. aber psychisch..).

Ja, er weiss dass ich offiziell konfessionslos bin - aber bei uns steht das gerade mal im Heimatschein und ZiviAuszug. Das war was vom ersten das ich ihm gesagt habe. Seine Reaktion: :shock: ;-) Darauf folgte ein tiefes Gespräch wieso und weshalb.. aber nie den Willen seinerseits mich von irgendwas überzeugen zu müssen. Kurz; ungläubig bin ich nicht, aber ich schreibe mich keiner bestimmten Religion zu. Ich glaube an Gegebenheiten aus dem Christentum, dem Islam, Buddhismus, Wissenschaft.. und mache mir so selber ein Bild "von dem da oben" - aber ich brauche keine Gruppierung die mir vorschreibt wie was abgelaufen sein soll vor einigen Jahren.
Oh; erzogen wurde ich aber christlich. Bin getauft, habe gedient und auch die Kommunion gemacht - vor der Firmung, also dem Bekenntnis zum Christentum - habe ich aber abgedankt weil ich mich nicht nur der einen Religion zuschreiben kann/möchte.
Zuletzt geändert von Anoukk am 18.10.2013, 09:56, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Umfrage: Die Urfi-Ehe

Beitrag von Anoukk » 18.10.2013, 10:00

Africus hat geschrieben:Deswegen möchtest du ohne offizielle Erlaubnis in der Schweiz heiraten.
siehe hier:
Anoukk hat geschrieben:Der Segen seiner Mutter über diese EU-EGY Heirat ist aber gegeben.
zu seinem Vater hat er keinen Kontakt, da wird's schwer seinen Segen zu holen.

Und nochmals: Heirat in CH = die Ehe wird weltweit anerkannt, ohne weitere Bemühungen. Es wird nach CH-Recht getraut.
Heirat in Ägypten = islamisches Recht, die Ehe muss erst anerkannt werden.. und viel, viel Tradition mit Feste&Feiern.

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Re: Umfrage: Die Urfi-Ehe

Beitrag von Sony » 18.10.2013, 10:06

Anoukk hat geschrieben:merci!

Warum keine Ägypt. Hochzeit? Weil ich es zurzeit nicht angemessen finde, mit all den gegebenen Umständen seine Familie mit einer Hochzeit zu bedrängen - zudem bin ich keine Muslima, keine Christin. Deshalb mein Wunsch in der Schweiz rechtlich heiraten und dann mit seiner Familie sprechen, wie sie es mit traditioneller ägyptischer Hochzeit sehen, ob seine Familie es mir überhaupt "erlaubt".

Es gibt in Hurghada einen belgischen Notar der Aarabisch beherrscht und Deutsch sowie Französisch spricht. Ich watschel ihm nicht hinterher zu irgend einem Notar mit dem ich mich nicht verständigen kann. Bisschen selbst muss die Frau bleiben und wenig kritisch, misstrauend sein. ;-) Er leidet darunter, dafür fühle ich mich sicher.

ich glaub da isch öpper massivscht meschugge. (deutsche Freunde, ich denke das versteht ihr auch...)

Sein Papi müsste mit ihm zu Deinem Papi gehen und dann länger drüber diskutieren, ob Dein zukünftiger Ehemann auch seiner gewünschten Position an Deiner Seite würdig ist, NUR dann kann von gegenseitigem Respekt gesprochen werden. Und glaub mir, ich weiss GENAU von was ich spreche.

oi humbug, ....

edit: in deinem letzten Post erwähnst Du, dass er keinen Kontakt zu seinem Papi hat. Nun gut, das typische Syndrom Westeuropäer, mit den eigenen Augen versuchen, eine fremde Situation zu erfassen. DE FAKTO, wenn also beide Elternteile am Leben sind, ist es NICHT möglich, KEINEN Kontakt zu haben, auch wenn er kühl ist, denn der RESPEKT verbietet es ganz simpel und einfach, seine Eltern ZU NEGIEREN. Das ist ein KULTURELLER Aspekt. Blut ist dicker als Wasser, ist so, bleibt so, und war schon so, seit immer...

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Re: Umfrage: Die Urfi-Ehe

Beitrag von Anoukk » 18.10.2013, 10:16

ja, und was wenn der Vater gestorben ist? Was wenn man nicht weiss wo sein Vater lebt weil er in Kinderjahren abgehauen ist?
Alles liegen lassen, ihn aufsuchen, damit man einen Menschen den man 10 Jahre nicht gesehen hat fragen kann "dürfen wir?".

Und doch, keinen Kontakt zum Lebenden Vater zu haben ist möglich, habe ich selbst zwei Jahre lang erlebt.
Deshalb sagte ich auch, meine Mutter ist mein Awi.. also braucht er ihren Zuspruch, ihren Segen.

Strauss, sehr schön geschrieben!

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Re: Umfrage: Die Urfi-Ehe

Beitrag von Sony » 18.10.2013, 10:28

Anoukk hat geschrieben:ja, und was wenn der Vater gestorben ist? Was wenn man nicht weiss wo sein Vater lebt weil er in Kinderjahren abgehauen ist?
Alles liegen lassen, ihn aufsuchen, damit man einen Menschen den man 10 Jahre nicht gesehen hat fragen kann "dürfen wir?".

Und doch, keinen Kontakt zum Lebenden Vater zu haben ist möglich, habe ich selbst zwei Jahre lang erlebt.
Deshalb sagte ich auch, meine Mutter ist mein Awi.. also braucht er ihren Zuspruch, ihren Segen.

Strauss, sehr schön geschrieben!

Wenn der Vater gestorben wäre, ist dies eine andere Ausgangslage, hier aber NICHT der Fall, oder?

De Fakto ist der Vater da. Und wenn er sagt er habe KEINEN Kontakt dann glaube ich zumindest dies NICHT, weil es kulturell so nicht vorgesehen ist. Wenn der ägyptische Vater die Familie verlässt, dann ist es so, dass er die Kinder mitnimmt, wenn sie mehr als 2-jährig sind, weil sie rechtlich ihm zustehen, ganz klar definiert. Dass ein Vater einen SOHN einfach so verlässt, ist sowieso nochmals ein bisschen unglaubwürdiger,wird nicht so gehandhabt, da gibt es nichts dran zu rütteln.

Dass Du als Schweizerin keinen Kontakt mehr hattest zu Deinem lebenden Vater, das ist eben GENAU DAS, was ich gemeint habe in meinem vorhergehenden Post. Da dies offensichtlich nicht angekommen ist, versuche ich es mit der bildlich-untermalten Version bezüglich Subsahara-Afrika:
Mit der weissen Brille auf Afrika gerichtet wirst Du nie vermögen,es zu verstehen.

Was bei uns manchmal durchaus usus ist und von der Gesellschaft toleriert wird (nämlich beispielsweise, seine Eltern aus seinem Leben auszuschliessen) ist in anderen Regionen dieser Welt UN-VOR-STELL-BAR.

Strauss
Danke für die Komplettierung...natürlich gehören diese Diskussionspunkte auch dazu, zur väterlichen Diskussion zu den Hochzeitsmöglichkeiten. Schön gesagt, wie Anoukk schon andächtig angemerkt hat...

Anoukk
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Re: Umfrage: Die Urfi-Ehe

Beitrag von Anoukk » 18.10.2013, 10:30

Strauss hat geschrieben: Das hat ncihts mit Segen zu tun, wie ich schon schrieb, muß die Kompatibilität und vor allem die Zahlungen des Ehemannes verhandelt werden. Den Erziehungsberechtigten kann man übrigens selbst bestimmen <g>, sondern dies unterliegt in islamischen Ländern gewissen Regeln. Üblicherweise ist es beim Nichtvorhandensein eines Vaters ein Bruder des Vaters, der Vater oder die Mutter des Vaters, etc., die leibliche Mutter kommt erst sehr weit unten in der Liste. :)
Hilf mir bitte, mein Vater hat keine Geschwister, sein Vater ist schon vor Jahren gestorben.
Ich selbst habe nur eine Schwester, entfernt (und auch nur mütterlicherseits) Cousins. Kommt da dann noch jemand vor meiner Mutter?
Zuletzt geändert von Anoukk am 18.10.2013, 10:32, insgesamt 2-mal geändert.

Sony
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Re: Umfrage: Die Urfi-Ehe

Beitrag von Sony » 18.10.2013, 10:30

Strauss hat geschrieben:
Anoukk hat geschrieben: Deshalb sagte ich auch, meine Mutter ist mein Awi.. also braucht er ihren Zuspruch, ihren Segen.
Das hat ncihts mit Segen zu tun, wie ich schon schrieb, muß die Kompatibilität und vor allem die Zahlungen des Ehemannes verhandelt werden. Den Erziehungsberechtigten kann man übrigens selbst bestimmen <g>, sondern dies unterliegt in islamischen Ländern gewissen Regeln. Üblicherweise ist es beim Nichtvorhandensein eines Vaters ein Bruder des Vaters, der Vater oder die Mutter des Vaters, etc., die leibliche Mutter kommt erst sehr weit unten in der Liste. :)

;) ebe genau!

Das Paradies liegt zwar unter den Füssen der Mutter, die Bewirtschaftung der Hochzeitsangelegenheiten (weil ja da der Familienname gehandelt wird), gehört aber nicht zu den primären Aufgaben.

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Re: Umfrage: Die Urfi-Ehe

Beitrag von Sony » 18.10.2013, 10:34

Anoukk hat geschrieben:
Strauss hat geschrieben: Das hat ncihts mit Segen zu tun, wie ich schon schrieb, muß die Kompatibilität und vor allem die Zahlungen des Ehemannes verhandelt werden. Den Erziehungsberechtigten kann man übrigens selbst bestimmen <g>, sondern dies unterliegt in islamischen Ländern gewissen Regeln. Üblicherweise ist es beim Nichtvorhandensein eines Vaters ein Bruder des Vaters, der Vater oder die Mutter des Vaters, etc., die leibliche Mutter kommt erst sehr weit unten in der Liste. :)
Hilf mir bitte, mein Vater hat keine Geschwister, sein Vater ist schon vor Jahren gestorben.
Ich selbst habe nur eine Schwester, entfernt (und auch nur mütterlicherseits) Cousins. Kommt da dann noch jemand vor meiner Mutter?
Du mischst da was.... Was für welche männlichen Personen gibts in seinem Umfeld? In meinem Verständnis diskutierten wir hier die ganze Zeit "den Segen SEINER Mutter", nicht deiner.... Und da Dein Vater de fakto existiert, wäre es eigentlich normalerweise so, dass er DEINEN Vater um seinen Segen bitten müsste, resp. die männliche Autoritätsperson in seinem nächsten Umfeld müsste Deinen Vater fragen wollen. So ist es einfach.

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Re: Umfrage: Die Urfi-Ehe

Beitrag von Anoukk » 18.10.2013, 10:37

die nächste männl. Person wäre dann wohl sein Onkel, obwohl mütterlicherseits. Ansonsten Stiefvater, aber da muss ich ehrlich sagen kenne ich mich (wie du siehst) zu wenig aus, wie's mit Stiefeltern ausschaut?
Sorry ja, habe langsam ein Wirr-Warr, da alle quer durcheinander schreiben ;-)

Aaalso.. sein Onkel müsste meinen Papa fragen..?
Haha, ich stell mir das gerade vor :lol:

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Re: Umfrage: Die Urfi-Ehe

Beitrag von Sony » 18.10.2013, 10:51

Anoukk hat geschrieben:die nächste männl. Person wäre dann wohl sein Onkel, obwohl mütterlicherseits. Ansonsten Stiefvater, aber da muss ich ehrlich sagen kenne ich mich (wie du siehst) zu wenig aus, wie's mit Stiefeltern ausschaut?
Sorry ja, habe langsam ein Wirr-Warr, da alle quer durcheinander schreiben ;-)

Aaalso.. sein Onkel müsste meinen Papa fragen..?
Haha, ich stell mir das gerade vor :lol:
;) Wirrwarr entwirrt, das ist die Hauptsache.

Gute Frage betreffend Stiefeltern. Übernimmt nicht der Stiefvater den Part des Vaters, also diese Aufgabe des formellen Antrages? Strauss, weisst Du das?

lg

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Re: Umfrage: Die Urfi-Ehe

Beitrag von Anoukk » 18.10.2013, 10:59

m.E. eher nicht, da er ja eine Frau wieder geheiratet hat, die es "nicht mal schaffte die erste Ehe aufrecht zu erhalten"..?
Also ganz ganz krass ausgedrückt gibt er sich mit der 2. Wahl ab weil sie schon einmal verheiratet war..?

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Re: Umfrage: Die Urfi-Ehe

Beitrag von Sony » 18.10.2013, 11:08

Anoukk hat geschrieben:m.E. eher nicht, da er ja eine Frau wieder geheiratet hat, die es "nicht mal schaffte die erste Ehe aufrecht zu erhalten"..?
Also ganz ganz krass ausgedrückt gibt er sich mit der 2. Wahl ab weil sie schon einmal verheiratet war..?

andererseits ist es auch eine gute Tat, weil er so einer "armen" Frau wieder einen geschützten Rahmen ermöglicht in einem halal-Familiengefüge, da werden ihm recht viele Punkte für angerechnet.

Anoukk
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Re: Umfrage: Die Urfi-Ehe

Beitrag von Anoukk » 18.10.2013, 11:36

Strauss; also.. er ist 27, Pubertät ist schon durch (zum grössten Teil jedenfalls ;-) ), Grosseltern jedoch gestorben, also keien Grossmutter die Erziehungsberechtigung übernehmen könnte.
Ortstradition beziehe ich mich hier auf Alexandria.

Dann wäre doch i'wann seine Mutter dran, auch wenn sie weit unten erst an die Reihe kommen würde? Oder bringe ich hier wieder total was durcheinander..?
Bei seinen Schwestern wäre dann wohl er derjenige, der mit dem Vater seines zukünftigen Schwagers sprechen müsste , da er der einzige Junge in der Familie ist und somit die Erziehungsberechtigung jüngerer Geschwister übernimmt - stimmt das so (nur zu meinem Verständnis)?

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Re: Umfrage: Die Urfi-Ehe

Beitrag von Anaba » 18.10.2013, 11:58

Strauss hat geschrieben:Doch, Leute - seid realitätsbezogen. Wenn ein Kind im Tourismus arbeitet, dann handelt es sich hier nicht um einen "konservativen" Muslim, es ist also in jedem Falle schon eine Person, die nur noch "mäßig" oder eher "nicht" gläubig ist. Hier geht es dann in erster Line um Traditionen des Wohnortes/Stammes, nicht mehr um Traditionen der Religion.
So lange er arbeitet und keiner seiner Familie ihn sieht, tobt er sich aus.
Sobald er nach Hause kommt ist er wieder der brave Sohn, der Freitag in die Moschee geht
und in der Regel die vorgeschlagene Frau heiratet.
Liebe Grüße
Anaba

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Re: Umfrage: Die Urfi-Ehe

Beitrag von Anaba » 18.10.2013, 12:20

Wer wen fragen muss? Das ist ja ein Durcheinander.
Ich gebe mal ein Beispiel aus unserer Familie.
Der Mann stirbt jung und lässt eine Frau mit sechs gemeinsamen Kindern zurück.
Sein Vater ist bereits gestoreben.
Jetzt übernehmen die Brüder seines Vaters alle wichtigen Entscheidungen dieser Frau und ihren Kindern.
Sie hatte das große Glück eine Arbeit zu finden, so dass sie und die Kinder krankenversichert waren und sie ein bisschen Geld verdiente. So musste sie die Familie nicht immer um alles bitten.
Die Brüder ihres verstorbenen Schwiegervaters haben ihr das Arbeiten verboten.
Bis mein Mann, der Älteste der Truppe, auf den Tisch gehauen (bzw durch das Telefon gebrüllt :D ) hat, sie sollen die Frau arbeiten lassen und sich nicht so sehr in ihr Leben einmischen.

Das Beispiel zeigt hier, dass die Kinder sogar ihre Großonkel fragen müssen, wen sie heiraten können.
Für mich ein Unding, aber so ist es nun mal.
Wir werden das nie verstehen.

Ihr schreibt, die Väter würden so eine Hochzeit aushandeln.
Erstmal aber haben die Frauen die Kanidatinnen getestet.
Erst wenn die Frauen dem Vater das einflüstern, gehen ein paar Männer los und besprechen die Sache mit den Männern der anderen Familie. :D
So kenne ich das.
Liebe Grüße
Anaba

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