nur so interessehalber

Erfahrungen mit Flüchtlingen und Migranten zum Thema Bezness

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dodo02
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Re: nur so interessehalber

Beitrag von dodo02 » 06.09.2019, 16:32

Nee, wir haben sie nicht mehr alle...
Ich muss bei Deinen Erzählungen oft lachen - so irrsinnig sind die manchmal 😂

Aber es macht mich gleichzeitig wirklich wütend. Ich arbeite ja auch im sozialen Bereich und es ist immer für Vieles nicht genug Geld da & manche Menschen bekommen nicht die Versorgung, die sie brauchen.

Es wird wirklich so unglaublich viel Geld an den falschen Stellen verschwendet.
Es ist wie es ist.

Bina62
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Re: nur so interessehalber

Beitrag von Bina62 » 06.09.2019, 16:38

Ja ,es geht so ungerecht in diesem Lande zu,es wird sich sehr intensiv um die neuen Mitbürger gekümmert.Man hätte jeden Tag tausend Gründe sich aufzuregen.Gott sei Dank werde ich nicht 120 Jahre,so ist es absehbar wie lange man es noch aushalten muss.Denn große Veränderungen sind nicht in Sicht. LG

Ariadne
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Re: nur so interessehalber

Beitrag von Ariadne » 06.09.2019, 23:00

@Fierrabras:
Ob Italien oder Rumänien, es ist egal. Diese junge Roma hätte nirgendwo eine Ausbildung absolviert oder irgendeine berufliche Qualifikation erreicht. Dafür fehlt ihr die Motivation. Durch meine Besuche in Rumänien kenne ich die Lage dort, ich habe hier schon mal erzählt: trotz staatlicher Unterstützung und finanzieller Hilfe, sind diese Menschen nicht dazu zu bewegen, ihre Kinder in die Schule zu schicken, den Kindern fehlt die Motivation auch, weil die Eltern das ihnen nicht beibringen können. Es gibt Ausnahmen, aber leider viel zu wenig. Sie nehmen den Weg des geringsten Widerstands. Sie stellen keine Ansprüche und so lässt es sich leichter leben.

Auf wessen Kosten sie leben? Da machen sie sich keine Gedanken, dazu wurden sie nicht erzogen.
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Re: nur so interessehalber

Beitrag von Anaba » 07.09.2019, 09:43

Bina62 hat geschrieben:
06.09.2019, 16:38
Ja ,es geht so ungerecht in diesem Lande zu,es wird sich sehr intensiv um die neuen Mitbürger gekümmert.Man hätte jeden Tag tausend Gründe sich aufzuregen.Gott sei Dank werde ich nicht 120 Jahre,so ist es absehbar wie lange man es noch aushalten muss.Denn große Veränderungen sind nicht in Sicht. LG
Da bin ich ganz deiner Meinung.
Inzwischen gibt es täglich Dinge, die mich berühren und es wird immer wieder deutlich,
wie ungerecht es in unserem Land inzwischen zugeht.
Die meisten der neuen Mitbürger, um die man sich rührend kümmert, nutzen unser System aus und
lachen insgeheim über uns.
Während die eigenen Bürger mit Steuern ausgepresst werden, lassen es sich Menschen, die nie etwas
für dieses Land getan haben und tun werden, hier gutgehen.

Auch ich bin froh, dass ich das alles nicht mehr ewig ertragen muss.
Die jungen Leute, die heute die Politik (noch?) mittragen tun mir nicht mehr leid.
Sie müssen schon sehr naiv sein, um nicht zu erkennen, was hier läuft.
Für sie alle wird es ein harter Aufprall werden, der wahrscheinlich nicht mehr lange auf sich warten lässt.
Liebe Grüße
Anaba

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Re: nur so interessehalber

Beitrag von Fierrabras » 08.09.2019, 12:32

aus einem Krankenblatt: "Die Aufnahme des oben genannten Patienten erfolgte bei laufender Fahndung nach wiederholten fremdübergriffigem Verhalten im XXX Park und auf Station unserer Abteilung V.a unter Drogeneinfluss.
Es erfolgte erneut eine Anhörung durch Fr Dr XYZ vom Sozialpsychiatrischen Dienst und richterlich durch das Amtsgericht. Die Anhörung durch den Sozialpsychiatrischen Dienst erfolgte in großer Personalpräsenz bei wiederholten Angriffen zuvor auf Personal. Bei der richterlichen Anhörung war der Patient raptusartig beleidigend und bedrohlich, so dass eine Unterbringung für zwei Wochen erfolgte.

Wir besprachen mit dem Pat. ausführlich, dass wir, wegen der wiederholten polizeilichen Vorstellungen in unserer Abteilung von drogeninduziertem Fehlverhalten ausgehen. Herr X. negierte zu jedem Zeitpunkt psychotische Symptome. Nach einigen aggressiven Impulsdurchbrüchen (Flasche auf Personal, aggressives Verhalten), zeigte sich Herr X. im Verlauf nach Detoxikation zunehmend absprachefähig. Medikation setzten wir nicht fest an.

Er zeigte sich im Stationssetting teils agierend und auf seinen Vorteil bedacht, verstand jedoch zu jedem Zeitpunkt, welches Verhalten eher angemessen sei. Wir boten ihm auch Hilfe in Gesprächen an, um seine Erlebnisse zu berichten und dadurch auch Entlastung zu erreichen, was er jedoch initial klar wiederholt ablehnte. Informationen gab er immer dann preis, wenn er sich Vorteile davon erwartete. Diesbezüglich war er jedoch nach Detoxikation stets klar und geordnet.

Eine, wie zuvor wiederholt von verschiedenen Institutionen (Sozialpsychiatrischer Dienst, Polizei) diskutierte psychotische Erkrankung konnten wir aktuell nicht bestätigen. Es zeigt sich eher ein Patient mit dissozialer Perönlichkeitsakzentuierung durch Drogensucht und aktuellen sozialen Gegebenheiten.
Wir spiegelten dem Patienten klar sein impulsives Fehlverhalten unter Drogenkonsum wieder, was er teils annehmen konnte.
Wir informierten den Sozialpsychiatrischen Dienst über unseren Eindruck und darüber, dass wir trotz fehlender Antipsychotikatherapie keine psychotischen Symptome erkennen konnten und dass wir eine Behandlung im Sinne einer Krisenintervention gegen den Willen des Patienten nicht für zielführend erachten.

Daraufhin erfolgte ein ausführliches Gespräch mit Dr XYZ vom Sozialpsychiatrischen Dienst, Herr X. und Stationsärztin und eine Behandlungsvereinbarung:
Wir besprachen den gesamten Verlauf, auch spiegelten wir seinen Anteil am Geschehen und kritisch den Drogenkonsum wieder. Er gab an, auch seinen Anteil am Geschehen zu sehen. Der Drogenkonsum wird bagatellisiert. Herr X. zeigt sich bezüglich einer Abstinenzmotivation eher ambivalent.
Herr X. gab im Gespräch an, dass seine Mutter Lehrerin und sein Vater Ingenieur in Afghanistan. Er habe ein gutes Leben in Afghanistan gehabt. Er fühle sich eher belastet durch die rechtsmotivierten schweren Übergriffe nahe seiner Wohneinrichtung in Berlin. Man habe ihm klar den Tod angedroht. Daher halte er sich in der Innenstadt auf.
Aufgrund seines im Verlauf angemesseneren Verhaltens auf Station und auch bei schwieriger Gesamtlage, die auch von seiner Rechtsanwältin beschrieben wurde, schlug Frau Dr. XYZ vor, dass man über Lösungsvorschläge nachdenken müsse.

Behandlungsvereinbarung mit Herrn X (im Beisein Dr. XYZ erfolgt):
Wir einigten uns auf die Aufhebung der Unterbringung und einen weiteren freiwilligen Verbleib auf Station.
Wir besprachen mit dem Pat., dass er sich stationär klar an Absprachen und Regeln halten müsse, allen voran die Einhaltung von Abstinenz und respektvollen Umgang mit Mitpatienten und Personal. Nach Abgabe von Urin und Zustimmung zur Blutentnahme, willigte er ein, dass er nach Ausgängen bei nicht eindeutiger Einschätzung unsererseits jederzeit Urin abgeben werde.
Frau Dr. XYZ werde sich bei dem zuständigen Sozialamt der Innenstadt melden und erfragen, ob es eine Änderungen der Unterbringung geben kann - weg aus dem Randbezirk und eher zentraler, zur Minimierung rassistisch motivierter Übergriffe.
Ebenso werde sie sich mit einer mobilen Suchtberatung in Verbindung setzen zur Unterstützung einer Drogenfreien Zukunft und auch Unterstützung der Aufarbeitung des Traumas nach dem Überfall vor sechs Monaten.

Ein Wegbleiben vom XXX Park und eine Abstinenz, sowie angemessenes Verhalten auf Station setzen wir voraus.
Bei jeglicher Verletzung von Absprachen ist nach schriftlicher Aufhebung der Unterbringung durch das Gericht (aktuell noch ausstehend) eine Entlassung von Station geplant. Ebenso werden die Eingeleiteten Maßnahmen durch Dr. XYZ beendet.
Eine weitere Behandlung in unserem Krankenhaus ist bis auf klare Notfallsituationen bei Absprachenbruch sehr kritisch zu bewerten, bei fehlenden psychotischen Symptomen und bisher drogeninduzierten Impulsdurchbrüchen mit massivem fremdaggressivem Verhalten, sowie fehlendem Behandlungswunsch ist eine psychiatrische Behandlung nicht indiziert.

Wir teilten seiner Anwältin die gesamte Absprache mit. Herr X. zeigte sich mit allen Punkten einverstanden.

Er gab an, dass er sich dennoch über unterlassene Hilfe im Krankenhaus durch Unfallchirurgie und anderem beschweren möchte, was wir ihm als sein gutes Recht spiegelten. Jegliche fremdaggressives Verhalten von seiner Seite bagatellisierte er jedoch im gleichem Atemzug.

Frau Dr. XYZ machte einen Termin nächste Woche im zuständigen Bezirksamt Innenstadt von Berlin - Amt für Soziales, so dass eine Wohnmöglichkeit zentral gefunden wird - wir entlassen den Patienten wie abgesprochen ohne Hinweis auf akute Gefährdungsaspekte zum Termin.
Ebenso gaben wir den Flyer für die mobile Suchthilfe mit.
Herr X. bedankte sich für die Hilfe und gab an, sich vom XXXX Park fern halten zu wollen und sein Leben wieder für sich selbst gut gestalten zu wollen."


Ich fasse es nicht:
Typ hatte in Afghanistan ein gutes Leben, gibt es selbst zu. Sprich: es gibt keine Asylgründe und auch keinerlei Gründe, warum er nicht nach Afghanistan zurück kehren kann.
Er ist nicht psychisch krank, sondern randaliert im Drogenrausch und zeigt kulturell bedingte Verhaltensauffälligkeiten, die wir sogar als dissozial bezeichnen würden.
Ob es in der Unterkunft in dem Randbezirk, in der er nicht leben will, überhaupt einen fremdenfeindlichen Übergriff gegeben hat, ist unklar. bzw es ist nicht klar, ob er -wie sonst auch immer- im Drogenrausch randaliert hat und eins aufs Maul kriegte, von einem normalen Bürger, der es nun einmal nicht mochte, mit Glasflaschen beworfen und angepöbelt zu werden. Und das nicht zu mögen, macht einen nicht rechtsradikal.
Und die Lösung: es wird ihm eine Unterkunft im Zentrum von Berlin besorgt!!! Und Drogenhilfe!!!

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Re: nur so interessehalber

Beitrag von dodo02 » 08.09.2019, 12:51

Und er wird wieder auf die Menschheit losgelassen... bis zur nächsten Randale.
Kann man denn da nichts machen? Muss man solche Leute wieder gehen lassen auch wenn Sie wiederholt Andere angegriffen haben?
Es ist wie es ist.

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Re: nur so interessehalber

Beitrag von Efendi II » 08.09.2019, 13:50

dodo02 hat geschrieben:
08.09.2019, 12:51
Und er wird wieder auf die Menschheit losgelassen... bis zur nächsten Randale.
Kann man denn da nichts machen? Muss man solche Leute wieder gehen lassen auch wenn Sie wiederholt Andere angegriffen haben?
Natürlich könnte man etwas dagegen machen, so man es denn wollte. Aber
anscheinend ist Dir bislang entgangen, dass die Mehrheit der Bevölkerung
es genau so will und es bei jeder Wahl mit seiner Stimmabgabe so einfordert.

Es wird dann eben auch das geliefert, was man bestellt hat.
Was hast Du denn gewählt?
Habe Mut, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen! (Immanuel Kant)

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Re: nur so interessehalber

Beitrag von Fierrabras » 08.09.2019, 14:08

nun ja, da er nicht psychisch krank ist, gehört er nicht in ein psychiatrisches Krankenhaus.
Kein Ahnung, ob im XXXX Park Anzeigen erstattet werden, wenn er da Flaschen wirft und pöbelt bzw wie viele Anzeigen vorliegen müssen, bis sich eine Konsequenz ergibt. Laut Polizei gebe es durchschnittlich täglich 3 Polizeieinsätze seinetwegen im XXXX Park.
Aber in der Gefangenensammelstelle schlägt er dann mit dem Kopf an die Wand. Der Polizeiarzt weiss nicht weiter und will sich absichern. (ärztliche Tätigkeit bei der Polizei wie generell im öffentlichen Dienst wird extrem schlecht bezahlt. Wenn sich überhaupt Ärzte finden, die da arbeiten wollen, dann sind diese leider nicht die fachlich besten Kollegen ihrer Zunft). Also kommt er wieder zum Psychiater, hier wird er ans Bett gefesselt und kriegt Beruhigungsmittel gespritzt. Nach einigen Stunden ist er ausgenüchtert und muss nicht mehr in der Psychiatrie bleiben. (die Betten werden gebraucht, sämtliche psychiatrischen Abteilungen in Berlin arbeiten am Limit).
tja, nun müsste irgendwie der Gesetzgeber aktiv werden...aber das ist halt Berlin. und nach Afghanistan darf hier nicht abgeschoben werden.

Ich persönlich bin mir SEHR sicher, dass auch eine zentrale Unterkunft nicht helfen wird, denn da wird es vermutlich kein Einzelzimmer für ihn sein. und eine Wohnung, bei der Wohnungsnot? Der wird also weiter im XXXX Park randalieren, weil er ein Einzelzimmer braucht. Und wenn er das hat, dann wird er weiter im XXXX Park randalieren, weil er eine zentral gelegene Wohnung braucht. und dann wird diese zu klein sein. und dann fehlt ihm eine Frau. und dann ein Job, in dem er 6000 Euro netto verdient. und dann fehlen ihm seine Angehörigen.

aber jetzt erst einmnal hat ja die Ärztin vom Gesundheitsamt (wie gesagt, dort wird sehr schlecht gezahlt, daher ist auch sie keine Zierde ihres Faches) dafür gesorgt, dass alles so weiter geht wie bisher.

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Re: nur so interessehalber

Beitrag von Fierrabras » 08.09.2019, 14:09

https://www.rbb24.de/politik/beitrag/20 ... angel.html

hier ein Beispiel über die Verhältnisse im öffentlichen Gesundheitswesen.

dodo02
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Re: nur so interessehalber

Beitrag von dodo02 » 08.09.2019, 14:52

😂😂😂😂

Für weniger als 6000 netto lohnt es sich doch nicht morgens aufzustehen, ist doch klar.

Wenn es nicht so traurig wäre....
Ist irgendwie eine deutsche Krankheit, dass sich keiner mehr traut irgendetwas zu entscheiden und sich alle doppelt & dreifach absichern müssen.
Kommt mir sehr bekannt vor..
Das können dann solche Persönlichkeiten gut für sich nutzen.
Es ist wie es ist.

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Re: nur so interessehalber

Beitrag von Fierrabras » 09.09.2019, 10:53

tja, so ging es mit diesen Goldstück weiter: "Pat. zeigt sich nicht einsichtig, als er um angemessenes Verhalten gebeten wird, (v.a. ggü jungen Kolleginnen sehr provokant, abwertend), wurde mehrfach aufgeklärt, dass wir hier auf der Station so ein Verhalten weder tolerieren noch billigen, erhält zusätzlich erklärendes Gespräch, dass er Herrn Z. nicht provozieren darf (Schiit - Sunnit), die Nachtruhe einzuhalten ist und keine Drogen mit auf die Station gebracht werden dürfen. Dies wurde ihm erklärt, da er sich auch mir ggü provokant verhielt, bei der Aufforderung, sich angemessen zu verhalten (putzt Schuhe vor dem Frühstückwagen, sprach ständig weibliche Aushilfskräfte sexualisierend an). Ihm wurde auch erklärt, dass der Raucherraum keine Diskothek ist. Er beschuldigt daraufhin das Pflegepersonal seinen Job nicht richtig zu machen, wird vorwürflich und beleidigend. Er darf dann für 30 Minuten in den Ausgang gehen.
Pat. kommt 90min verspätet aus dem Ausgang zurück. Jetzt Pat. devot-läppisch, betont höflich. Zeigt sich vordergründig reumütig bzgl Fehlverhalten, dabei jedoch belustigt wirkend als er mit disziplinarische Entlassung konfrontiert wird. Entsprechend der Übergabe durch die Kollegen der Station wird Herr XYZ bei fehlenden Gefährdungsaspekten i.S. des Berliner PsychKG disziplinarisch entlassen."

also wir sind ihn jetzt los. Aber morgen hat er ja den Termin mit der Ärztin vom Sozialpsychiatrischen Dienst, damit er von den pösen, pösen rechtsradikalen Randbezirken in die Innenstadt ziehen darf.
(warum nicht in ein Flugzeug nach Kabul?!)

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Re: nur so interessehalber

Beitrag von Nilka » 09.09.2019, 13:18

Gute Frage :idea:
Dort gehört er wirklich hin!
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Eclipse
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Re: nur so interessehalber

Beitrag von Eclipse » 11.09.2019, 16:00

Einer, der ganz offensichtlich systematisch austestet, wie doll man deutschen Institutionen aus der Nase herumtanzen kann, ohne dass etwas anderes passiert, als eine coole Wohnung in Berliner Innenstadtbezirken "zugewiesen" zu bekommen.

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Re: nur so interessehalber

Beitrag von Fierrabras » 24.09.2019, 11:39

und wie ging es weiter?

"Pat. kommt mit Polizei in die Rettungsstelle in Fixierung, es erfolgt Umfixierung vor Ort.

In unserer Abteilung bestens bekannt

laut Polizei
Pat. habe vor Rewe randaliert, mit Flaschen geworfen. Wurde um die Ecke von der Polizei festgenommen. Habe seinen Kopf mehrfach gegen die Wand geschlagen, hat die Polizei beleidigt und bedroht. Hat auch gedroht, sich selbst umzubringen.

EigenA
Heute schon vorstellig gewesen in einem anderen Krankenhaus, weil er Passanten bedroht habe. Wurde dort freiwillig aufgenommen und wieder disziplinarisch entlassen, nachdem er aggressiv auf Station aufgetreten war.

Er sei danach zu Rewe gefahren. Sei dort in einen Streit mit Passanten gekommen und es sei laut geworden. Er habe die Flasche kaputt gemacht um sich zu verteidigen. Anschließend käme die Polizei und habe ihn wieder mitgenommen.
Er gibt an, dass er seinen Kopf gegen die Wand geschlagen habe, damit man ihn in Ruhe lasse. Er gibt an, dass er keinen Suizid begehen würde, weil es gegen seinen Glauben sei. Er wisse, dass er dann ins Krankenhaus komme. Habe keine Amphetamine oder Kokain konsumiert in letzter Zeit, gestern letztmaliger Cannabiskonsum.

Kein Verfolgungserleben, kein Stimmenhören, keine psychotischen Symptome eruierbar. Im Lauf des Gesprächs zeigt sich der Pat. entspannter, er habe das Gefühl, dass die Polizei ihn extra schlecht behandele.

Die Polizei erklärt, sie könne den Patienten nicht in die Gefangenensammelstelle bringen, weil er dazu "zu gefährlich sei", denn er schlage dort mit dem Kopf an die Wand. Das können die Polizei nicht verantworten. Da es keinerlei Grund für eine stationäre Behandlung in der Psychiatrie gibt, wird der Patient nach Rücksprache mit der Polizei in den XXX Park, in welchem er campiert, entlassen"


muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: für den Polizeigewahrsam ist der Typ angeblich zu gefährlich, aber in den XXX Park darf er campieren?! Weil er da nicht den Kopf gegen die Wand schlägt, sondern nur Passanten angreift?! Und es gibt im Polizeigewahrsam angeblich keine Möglichkeit, um zu verhindern, dass er den Kopf an die Wand schlägt?!
Haben wir sie noch alle?

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Re: nur so interessehalber

Beitrag von Nilka » 24.09.2019, 12:23

Die Logik, die herrscht, erschließt sich mir auch nicht.
Die Polizei hat auch keinen Plan, die versuchen den Wahnsinn zu managen /verwalten und jeden neuen Tag irgendwie zu überleben.
Muss stressig und unbefriedigend sein zwischen den Fronten.
Die Logik hat man nicht mehr befolgen, die hat ausgedient.
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Re: nur so interessehalber

Beitrag von Efendi II » 24.09.2019, 12:39

Das Beste und Sinnvollste wäre wohl, wenn man ihn mit dem nächsten Flieger,
gefesselt und gesichert, ohne großes Aufheben, in Richtung Heimatland entsorgen würde.
Zuletzt geändert von Efendi II am 24.09.2019, 12:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: nur so interessehalber

Beitrag von karima66 » 24.09.2019, 12:44

Da stehen sich Vorschriften und Regeln gegenseitig im Weg.
Es mag ja alles funktioniert haben irgendwie mit Menschen die ansatzweise wenigstens unsere Werte und Verhaltensweisen mal gelernt haben.
Nun gibt es da aber Wesen die aus total konträren Kulturen, Strukturen kommen und da helfen alte Vorschriften nicht weiter.
Statt jetzt schnellstens zu reagieren, erstarren alle in Schockstarre, auch um nicht irgendwo anzuecken.
Kopf in den Sand, was ich bei Polizisten durchaus nachvollziehen kann, Justiz funktioniert auch nicht mehr und Ende vom Lied, alle können hier machen was sie wollen, niemanden interessierts, die Stellen die reagieren müssten sind völlig überfordert und hilflos und so wird alles kaputt gehen da ein völlig unregierter Staat.
Das Paradies für jegliche Bekloppte und Kriminelle.
Wass uns da noch blühen wird.....manchmal wünschte ich ich wäre so doof, dass ich das nicht kapiere was passiert und auf uns zu kommt, was könnte das Leben ruhig und entspannt sein wenn man sich über alles keine Gedanken machen würde.

Fierrabras
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Re: nur so interessehalber

Beitrag von Fierrabras » 25.09.2019, 10:33

nun ja, als ich nur die Schlagzeile gesehen habe, habe ich gedacht: "das ist halt die Berliner Polizei" aber so ist es dann doch nicht
https://www.morgenpost.de/berlin/polize ... aufen.html

karima66
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Re: nur so interessehalber

Beitrag von karima66 » 25.09.2019, 10:43

Das ist doch mal eine erfrischende und amüsante Nachricht, süß die Viecher, auch wenn sie viel Blödsinn machen. :)
Solche Einsätze hätten die Polizisten bestimmt gerne öfter mal.

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Re: nur so interessehalber

Beitrag von Nilka » 25.09.2019, 10:47

:lol: :lol: :lol:
Ich verzeIhe dem Einbrecher.
LG ♥ Nilka
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